Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Waschmaschine im Keller


10.10.2006 20:25 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Sehr geehrte Damen und Herrn, ich benötige eine Information bezüglich des Verhaltens unseres Verwalters der auch Vermieter ist. Innerhalb der Wohnananlage ist es so geregelt das wir Eigentümer und auch die Mieter die Waschmaschine in der Wohnung (Küche, Bad) haben. Da jetzt unser Verwalter seine Wohnung nicht verkauft bekommen hat, läßt er seiner Mieterin einen Waschmaschineanschluss (Strom; Abwasser sowie Wasserzulauf) in seinen Keller verlegen. Ist es erlaubt die Wasserleitungen und Mauerdurchbrüche ohne Zustimmung der Eigentümergemeinschaft auszuführen? Wie muss so etwas geregelt werden auch wegen eventueller Schadenersatzansprüche bei Wasserschaden und Brand?
Sehr geehrter Ratsuchender,

will ein Miteigentümer einer Wohnungseigentumsgemeinschaft bauliche Veränderungen vornehmen, so bedarf dieses grundsätzlich eines zustimmenden Beschlusses der Eigentümerversammlung.

Je nach Intensität des Eingriffes in die bauliche Substanz ist entweder ein Mehrheitsbeschluß oder die Zustimmung aller Miteigentümer erforderlich. Baumaßnahmen, die die Standfestigkeit oder den Brandschutz des Gebäudes beeinträchtigen, bedürfen in jedem Fall der einstimmigen Zustimmung aller Wohnungseigentümer. Ansonsten bedürfen diejenigen Baumaßnahmen der Zustimmung aller Eigentümer, die das Zusammenleben wesentlich beeinträchtigen (u.a. OLG Celle, Urteil vom 21.05.2002, 4 W 92/02).

In dem von Ihnen geschilderten Fall könnte ein Mehrheitsbeschluß
ausreichen. In jedem Fall ist die Einberufung einer Eigentümerversammlung und Beschlussfassung erforderlich.

Sollte weiterer Klärungsbedarf bestehen, nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion. Ich bedanke mich schon jetzt für das mir entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichem Gruß


Wundke
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 10.10.2006 | 22:11

ist es grundsätzlich möglich eine waschmaschine aufzustellen obwohl keinerlei anschlüsse vorhanden sind? diese nur durch änderung der bausubstanz möglich ist? und zum nachbarkeller nur eine lattenwand vorhanden ist.......

für ihre mühe im voraus vielen dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.10.2006 | 22:37

Das "Aufstellen" der Waschmaschine ist weniger problematisch. Ein Betrieb ohne Wasserzulauf und Abfluß jedoch praktisch unmöglich. Also müssen Rohre verlegt und Wände aufgestemmt werden, was eindeutig als "bauliche Maßnahme" zu werten ist.

Die baulichen Anforderungen an Kellerräume und deren Nutzung ergeben sich aus den jeweiligen Bauordnungen der Bundesländer.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER