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Was tun bei einer unberechtigten fristlosen Kündigung in der Probezeit

11.07.2008 15:21 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

habe vor einigen wochen eine befristetes Arbeitsverhältnis(1Jahr/ Teilzeit) als Personalsachbearbeiterin
begonnen. Meine einzige Kollegin hat mir das Arbeitsleben von Anfang an schwer gemacht, hat mir jedes Wort
im Mund herumgedreht und mir keine anständige Unterstützung in der Einarbeitungszeit gewährleistet. Da meine
Chefin leider überwiegend von zu Haus arbeitet,bekam sie von der Situation leider wenig mit. Als die Sitaution
sich zugespitzt hat, habe ich meine Chefin um die AG-Kündigung innerhalb der Probezeit gebeten, um nicht noch obendrein eine Sperre beim Arbeitslosengeld zu erhalten. Diese meinte wir sollten es nochmal versuchen ansonsten könnte sie mir immer noch
eine Kündigung ausstellten, schließlich hätten wir ja nicht das Problem miteinander. Also ließ ich mich darauf ein um kurz danach wieder aufs übelste von meiner Kollegin gemobbt zu werden. Als ich meine Chefin nach einiger Zeit erneut darauf ansprach, per email, da sie sich nie die Zeit für ein persönliches Gespräch mit mir nahm, war ihr entgegenkommen wie davongeflogen und sie bot mir ledeglich einen Aufhebungsvertrag an. Da mir die Situation dermaßen auf den Magen geschlagen ist habe ich mich am Abend des 08.07.(nach der Arbeit)krank agemeldet, was ich meiner Chefin per SMS auf ihr Diensthandy mitteilte und auch ordnungs-
gemäß eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung rausschickte. Schon am übernächsten Tag erhielt ich, die von einem
Mitarbeiter des Unternehmens perönlich zugestellte, fristlose Kündigung zum 10.07,hilsweise fristgerecht zum nächsten Termin.
(Krankmeldung war ebenfalls bis 10.07.)
Heute, den 11.07. habe ich mich umgehend arbeitslos gemeldet, wobei mir beim AA schon eine Sperrfrist in Aussicht gestellt wurde, da es sich ja um eine fristlose Kündigung handele und es
ja einen Grund für das vertragswidrige Verhalten geben müßte.

Meine Frage nun: Soll ich die Arbeitsbescheinigung an den Arbeitgeber übersenden und zunächst abwarten ob er vielleicht gar kein vertragswidriges Verhalten angibt, weil ich eigentlich nichts vertragswidriges getan habe?! (Dann dürfte es doch keine
Sperrzeit geben, oder?)

Oder sollte ich direkt rechtliche Schritt einleiten? Hier habe ich allerdings die Befürchtung das Probleme entstehen könnten, da ich ja zuvor um die fristgemäße Kündigung gebeten habe.

In erster geht es mir darum eine Sperrzeit zu umgehen!!!!

Vielen Dank

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angebenen Sachverhalts wie folgt:

Die fristlose außerordentlliche Kündigung begründet in der Regel eine Sperrzeit, da Sie (jedenfalls aus Sicht der AA) "durch ein arbeitsvertragswidriges Verhalten Anlaß für die Lösung des Beschäftigungsverhältnisses gegeben" und "dadurch vorsätzlich oder grob fahrlässig die Arbeitslosigkeit herbeigeführt" haben.
Diese Sperrzeit wird auch verhängt, wenn die außerordentliche Kündigung unberechtigt ist. Unabhängig davon wird der Arbeitgeber die Kündigung auch nur begründen, wenn Sie Ihn dazu auffordern, § 626 II S. 3 BGB.

Sie müssem daher gegen die außerordentliche Kündigung vorgehen. Diese Kündigung ist offensichtlich unbegründet.
Sofern Sie hiergegen Kündigungsschutzklage erheben ( innerhalb von 3 Wochen nach Zugang der Kündigung) werden Sie keine Probleme in Bezug auf eine Sperrzeit bekommen.

Nach Ihrer Schilderung befinden Sie sich aber noch in der Probezeit, so dass es für den Arbeitgeber ein leichtes wäre, die außerordentliche Kündigung zurückzunehmen und die ordentliche Kündigung mit der gesetzlichen 2- Wochen- Frist (sofern nichts gegenteiliges vereinbart) zu kündigen. Bei der ordentlichen Kündigung würde Ihnen keine Sperrfrist drohen.

Zusammenfassend ist es für dier AA unerheblich, ob die fristlose Kündigung unberechtigt ist oder nicht. Wollen Sie die Sperrzeit verhindern, müssen Sie in jedem Fall hiergegen vorgehen.
Sinnvoll erscheint es, bereits zu diesem Zeitpunkt einen Rechtsanwalt einzuschalten, um die Gefahren der Sperrfrist endgültig zu beseitigen und eine zügige Einigung mit dem Arbeitgeber zu erzielen. Gerne stehen wir Ihnen hierfür zur Verfügung. Entscheidend ist aber, dass Sie sich in jedem Fall gegen die außerordentliche Kündigung zur Wehr setzten. Nach Ablauf der oben genannten 3- Wochen ist die Kündigung in jedem Falle rechtswirksam, sofern keine Kündigungsschutzklage erhoben wird oder die Kündigung zurückgenommen wird.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtlichen Orientierung gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Günthner
Rechtsanwalt




Nachfrage vom Fragesteller 11.07.2008 | 15:46

erst mal vielen Dank für Ihre schnelle Antwort, würde allerdings
gerne noch wissen ob meine vorherige Bitte nach einer Kündigung Konsequenzen haben könnten?

Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.07.2008 | 15:50

Sehr geehrte Fragestellerin,

nein, solange die AA hiervon keine Kenntnis erlangt. Der AG kann Ihnen ordentlich kündigen, hiergegen können Sie in der Probezeit nichts unternehmen. Nach Vorlage der ordentlichen Kündigung bei der AA wird keine Sperrzeit verhängt werden. Nicht enthalten sollte aber natürlich die Kündigung einen Satz wie " auf Wunsch der AN kündigen wir Ihr..".


Mit freundlichen Grüßen

Florian Günthner
Rechtsanwalt

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