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Was tun bei Mahnbescheid ?


| 14.09.2007 22:10 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Hallo,

ich bin Vermieter und habe bezüglich einer Forderung zur Zurückzahung von bereits gezahlten Nachzahlungen und Kaution meinen Anwalt beauftragt.
Der Mieter droht nun mir ein Mahnbescheid zuzusenden, ich sagte ihm, dass sie sich an meinen Anwalt halten sollen, er meinte aber, dass mein Anwalt damit nix zu tun hat und das der Mahnbescheid mir zugestellt werden soll.

Meine Frage nun, was soll ich machen, wenn ich so was erhalte ?
Aus grauer Vorzeit weiss ich noch, dass man dem innerhalb zwei Wochen widersprechen soll aber wie mach ich das, ich will ja nix falsch machen, kann da auch mein Anwalt widersprechen ?
In den Medien habe ich mal gehört, dass die in Deutschland vereinfachte Form der Mahnbescheide recht tückisch sind, da man nach zwei Wochen, wenn kein Widerspruch erfolgt, automatisch jedwege egal wie hohe Forderung anerkennt, auch wenn man einen Anwalt mit der Sache beauftragt hat.

Selbst wenn ich Widerspruch einreiche, muß der Antragsteller dann eine Anspruchsbegründung fertigen und bei Gericht einreichen. Diese wird dem Antragsgegner (also mir) zur Stellungnahme zugeleitet. Die Stellungnahme muß auch erfolgen, im Verhandlungstermin ist dies in aller Regel zu spät.

Ist dies so richtig ?
Ich bekomme also ein Mahnscheid und danach eine Anspruchsbegründung vom Gericht, hinterher wohl auch noch eine Vorladung, muss ich dies meinem Anwalt dann mitteilen, wie gehts dies dann weiter ?
Kann ich meinen Anwalt dann einschalten, dass er sich in die Forderung einklinkt und wann muss ich dies machen ?

Danke


Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben summarisch wie folgt beantworten:

Sofern Sie einen Mahnbescheid erhalten, sollten Sie diesen umgehend dem bereits beauftragten Kollegen incl. dem gelben Umschlag übergeben. Dieser kann dan Widerspruch einlegen.

Sie haben Recht, Sie (oder der Kollege) müssen innerhalb von 2 Wochen ab Zustellung Widerspruch einlegen. Tun Sie dies nicht, haben Sie die Forderung nicht anerkannt. Es kann dann aber ein Vollstreckungsbescheid ergehen (aus dem bereits vorläufig vollstreckt werden kann). Gegen diesen ist innerhalb von 2 Wochen der Einspruch zulässig. Erst dann ist dieser rechtskräftig und die Forderung quasi „anerkannt“.

Wenn Sie Widerspruch einlegen, muss der Antragsteller die Abgabe an das für das Hauptverfahren zuständige Gericht beantragen. Ihnen wird dann die Anspruchsbegründung übersandt, auf diese müssen Sie regelmäßig innerhalb richterlicher Frist reagieren. Tun Sie dies nicht, kann auf Grund dieser Fristversäumnis ein Urteil gegen Sie ergehen. ist bereits früher erster Termin bestimmt, kann ein Vortrag verspätet sein, wenn er das Verfahren verzögert und dies nicht entschuldigt ist.

Wenn der Kollege bereits in dieser Angelegenheit beauftragt ist, sollten Sie diesen das komplette Verfahren führen lassen – ihn also sofort informieren.

Ich hoffe, Ihnen einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Bitte beachten Sie, dass diese Beratung eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen nicht ersetzen kann. Für Rückfragen und die weitere Interessenvertretung stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

www.anwalt-for-you.de

Nachfrage vom Fragesteller 14.09.2007 | 22:24

Vielen Dank.

Soll ich also sofort nach Erhalten Widersprch einlegen und dann abwarten, ob sich noch was tut, wenn dann was kommt, teile ich dies meinem Anwalt mit !
ist dies richtig ?

Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.09.2007 | 22:25

So können Sie vorgehen.
Sie können auch den Widerspruch durch den Anwalt einlegen lassen, dann gehen Sie sicher, dass dieser bei gericht registriert ist und Ihnen keine weitere Frist "durchgehen" kann.

Bewertung des Fragestellers |


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"Sehr gute Antwort,, allerdings muss ich sagen, dass ich öfters die Erfahrung gemacht habe, dass Anwälte garnicht so gerne Mahnbescheide ausfüllen, aus welchen Gründen auch immer. "