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Was tun bei Kenntnis über Verstoß gegen BioStoffV

07.04.2020 20:24 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Zusammenfassung:

Bedenken am Arbeitsplatz zum Gesundheitsschutz

Ich bin Student der Biotechnologie und absolviere zur Zeit ein Praktikum in einem Medizintechnik/Biotechnologie Unternehmen. In diesem Unternehmen läuft vieles nicht ganz koscher aber mich stört vor allem, dass im Sicherheitsstufe 1 Labor (es gibt kein S2 Labor) mit einem Sicherheitsstufe 2 Organismus (Aspergillus Brasiliensis) gearbeitet wird bzw ich arbeiten muss. Ohne geforderte Schutzvorrichtungen, Unterweisung und Meldung an relevante Behörden.

Sollte ich das melden? Und wenn ja wo und wie?

Mfg

Dazu relevante Dokumente:
Bußgeldkatalog zur Biostoffverordnung (BioStoffV)
https://lasi-info.com/uploads/media/lv61.pdf

TRBA 460, Seite 6
https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRBA/pdf/TRBA-460.pdf?__blob=publicationFile&v=3

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie sind zurecht beunruhigt, wenn es um Ihre eigene Gesundheit geht. Allerdings müssen Sie darauf gefasst sein, dass man Ihnen - als Praktikanten - nicht die vollständige Expertise zugestehen wird, das korrekte Prozedere zu beurteilen.

Das schließt aber natürlich nicht aus, dass Sie mal nachfragen. Als erste Anlaufstelle bietet sich Ihr unmittelbarer Vorgesetzter an. Hier würde es Ihnen zugute kommen, dass Sie als Praktikant (ganz spontan und ohne Belastungseifer) Fragen stellen dürfen - als Teil Ihrer Ausbildung.

Wenn Ihnen da das Vertrauen fehlt, können Sie sich auch zunächst an den Betriebsrat wenden. Auch der Betriebsart wäre eine Idee, und sicher gibt es einen Beauftragten für den Arbeitsschutz.

Sollte es keinen geben, so wäre die nächste Stufe das Aufsichtsamt. Gemäß dem Bußgeldkatalog zur Biostoffverordnung wäre das in Bayern das Staatsministerium für Umwelt. Fragen Sie sich bis zur richtigen Stelle durch und äußern Sie Ihre fachlichen Bedenken. Ihr Vorteil ist der Blick von außen auf die Abläufe in der Firma.

Sie sollten den Eindruck eines Whistlblowers oder gar Denunzianten vermeiden, denn wenn Sie Anschuldigungen erheben, die sich nicht belegen lassen, sind Sie schnell im Bereich von Übler Nachrede oder Verleumdung, und Sie hätten nichts erreicht außer Ärger für Sie selbst.

Deshalb sollten Sie vorsichtig an die Sache herangehen und vielleicht erst einmal beiläufig bei den Kollegen nachfragen, ob das alles so in Ordnung ist, was da gemacht wird.

Bitte haken Sie gerne nach, wenn ich Ihre Sorge nicht ganz getroffen habe.

Mit freundlichen Grüßen!

Elisabeth v. Dorrien
Rechtsanwältin
Lehrbeauftragte an der Universität Koblenz

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