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Was soll ich bei der Polizei aussagen, wenn man mir Ladendiebstahl vorwirft?

| 22.06.2011 15:28 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ralf Morwinsky


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin am 07.12.2010 wegen Insolvenzverschleppung sowie wegen Untreue in 102 Fällen, davon in 100 Fällen gewerbsmäßig handelnd, zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt worden.

Die Vollstreckung der Freiheitsstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Die Bewährungszeit wurde auf 2 Jahre festgesetzt.

Nun bin ich am 10.06.2011 wegen Ladendiebstahl bei der Polizei am 28.06.2011 vorgeladen. Die
Summe beträgt 74,01 EUR für Getränke und 2 Brote.
Ich habe nichts in die Tasche gesteckt, sondern wollte noch Blumenerde kaufen und auf den Einkaufswagen packen, leider lag die Blumenerde vor dem Supermarkt und ich bin mit dem vollen Einkaufswagen durch die Tür gefahren. Da ich mir dann in aller Ruhe draußen Blumen angeschaut habe und nicht sofort die Blumenerde aufgeladen habe, war der Dedektiv der Meinung, durch Durchfahren der Schleuse handelt es sich um Diebstahl. Was soll ich bei der Polizei aussagen?
Kann ich eine Strafanzeige verhindern?
Was für eine Strafe habe ich zu erwarten?

Im voraus vielen Dank.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese beantworte ich gerne auf der Grundlage Ihrer Angaben.

Nach Ihrer Schilderung haben Sie sich nicht wegen Diebstahls strafbar gemacht, da Ihnen die „Absicht rechtswidriger Zueignung" des Inhalts Ihres Einkaufswagens fehlte. Es steht allerdings zu befürchten, daß Ihre Darstellung bei der Polizei und Staatsanwaltschaft wenig Glauben geschenkt werden wird und als reine Schutzbehauptung abgetan wird.

Bei der Polizei sollten Sie keine Angaben zur Sache machen. Hierzu sind Sie ebenso wenig verpflichtet wie überhaupt zur Beschuldigtenvernehmung zu erscheinen. Meine Empfehlung wäre, einen im Strafrecht tätigen Rechtsanwalt mit Ihrer Verteidigung zu beauftragen und durch diesen Einsicht in die Ermittlungsakte zu lassen. Erst in Kenntnis des genauen Akteninhalts kann seriös über das weitere sinnvolle Vorgehen entschieden werden und ggf. eine Stellungnahme zu dem erhobenen Vorwurf verfaßt werden. Auch ein Hinwirken auf eine Einstellung des Verfahrens (unter Auflagen) erscheint nach Ihrer Schilderung nicht völlig aussichtslos.

Wenn Sie eine Vorladung von der Polizei erhalten haben, wurde bereits Anzeige gegen Sie erstattet. Diese kann daher auch nicht mehr verhindert werden.

Nach erster Einschätzung hätten Sie bei einer Verurteilung mit einer Geldstrafe im unteren Bereich zu rechnen. Es besteht aber zudem zumindest theoretisch die Möglichkeit, daß Ihre Berufung widerrufen wird. Hier wäre es Aufgabe Ihres Verteidigers, aufzuzeigen, daß die positive Prognose, der die Aussetzung Ihrer Freiheitsstrafe zur Bewährung zu Grunde liegt, nicht revidiert werden muß. Hierbei wären u.a. Aspekte wie ein intaktes soziales Umfeld und stabile wirtschaftliche Verhältnisse bzw. Ihr Bemühen darum wichtig.

Nachfrage vom Fragesteller 24.06.2011 | 18:03

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Sollte ich jetzt schon einen Anwalt beauftragen oder kann ich das Schreiben der Staatsanwaltschaft abwarten?

Vielen Dank.



Mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.06.2011 | 22:38

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.
Die nächste Nachricht von der Staatsanwaltschaft kann bereits die Anklageschrift oder ein Strafbefehl sein, wenn Sie nicht vorher aktiv werden. Insofern sollten Sie in den nächsten Tagen / Wochen einen Rechtsanwalt mit Ihrer Verteidigung beauftragen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und alles Gute in dieser Angelegenheit.

Bewertung des Fragestellers 24.06.2011 | 17:48

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 24.06.2011 5/5,0
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