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Was passiert mit den Geldern in einer Teilungsversteigerung ?

04.10.2011 08:35 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Sehr geehrte Anwälte,

Mangels eines Testaments bin ich mit meiner Tante durch das vorversterbens meines Vaters in eine Erbengemeinschaft eingetreten, geerbt wurden Immobilien und ein Nachlasskonto sowie noch ein Haus aus einer Bruchteilsgemeinschaft wo die Erbelasserin noch bis zu ihrem Tode die Nutzbiessung hatte.

Hierzu besteht ein separates Gemeinschaftskonto.

Die Bruchteilsgemeinschaft ist ja die Teilung der Früchte anhand Mieten jedes Jahr nach § 744 oder so möglich, allerdings werden wir uns was die Erbengemeinschaft angeht nicht einig.

Es besteht zu den Häusern der Erbengemeinschaft ein Nachlasskonto wo die Mieten draufkommen, die Tante weigert sich diese jedes Jahr auszuschütten, da ich ohne eine Erbauseinandersetzung hier nichts aufteilen kann, wollte ich das sie mir die Hälfte der Häuser abkauft, auch dies will sie nicht, so dass ich nun eine Teilungsversteigerung machen will

Meine Frage dazu ist nun:


.

Was passiert nun bei einer Erbengemeinschaft , wenn es durch einen Auseinandersetzung zu einer Teilungsversteigerung kommt und der Miterbe die Häuser ersteigert ?

Was passiert mit dem Nachlasskonto, ersteigert er das mit, gibt es da Gesetze oder aber wird das später dann auf die Erben aufgeteilt ?

Es ist so, dass auf dem Nachlasskonto ein ziemlich hoher Betrag drauf ist, muss ich da aufpassen, dass der Miterbe diesen nicht gleich mitsamt fer Immobiie für nen Appel und nen Ei ersteigert oder fällt das Geld nicht unter so einer Versteigerung und nach Auflösung der Erbengemeinschaft durch die Versteigerung wird das GEld auf den Konten auf die Erben aufgeteilt ?

-- Einsatz geändert am 04.10.2011 08:41:13

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Eine Teilungsversteigerung ist dazu da, um untrennbares Vermögen unter den Erben aufzuteilen.

Den Umfang der Beschlagnahme bestimmt § 21 ZVG, wonach die wesentlichen Bestandteile eines Grundstückes und das Zubehör mitumfasst sind.

Wenn jedoch auf einem Konto (des Erblassers) Konto bereits Mietzahlungen eingegangen sind und es sich dabei nicht um bloße Mietkautionszahlungen handelt, werden diese auch nicht vom Umfang der Versteigerung umfasst, da diese Werte nicht geteilt werden müssen und daher zu den jeweiligen Teilen auf die Erbengemeinschaft übergehen können.
Diese Mieten sind dem normalen Vermögen der Erbmasse hinzuzurechnen.

Nachfrage vom Fragesteller 04.10.2011 | 10:39

Danke

offenbar gibt es noch ein kleines Missverständnis:

Ich habe mit meiner Tante bereits das Konto auf dem die Mieten drauf waren + das dazugehörige Haus, also all das was meine Oma hatte geerbt.

Jetzt strebe ich eine Auseinandersetzung an, weil die Mieten auf dem Konto in einer Erbengemeinschaft ja nicht anders geteilt werden können.

In dieser Auseinandersetzung kann man nun die Sache zur Teiungsversteigerung frei gegen, sagen sie mir doch mal bitte, wie ich denn eigentlich endlich mal an die Gelder in der Erbengemeinschaft rankommen kann, ich rede hier von dem Mietekonto, dass zur Erbengemeinschaft gehört, also Nachlasskonto ist und mir mit meiner Tante gehört.

Wie kann ich rechtlich erreichen, dass das geteilt wird, und mir die Hälfte des Geldes übertragen werden kann, Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.10.2011 | 11:01

Sehr geehrter Fragesteller,

eine Erbauseinandersetzung nach § 2042 BGB hat zur Folge, dass das Erbe "in natura" aufgeteilt wird (§ 752 BGB).

Da ein Mietkonto teilbar ist, hat Ihre Tante die erbrechtliche Quote herauszugeben und Ihnen vorher genaue Auskunft über die Höhe des Kontos zu geben. Hier sollte es zunächst und um unnötige Kosten zu vermeiden, probiert werden, außergerichtlich mit anwaltlicher Hilfe Ihre Tante zur Aufteilung unter Fristsetzung aufzufordern.

Wenn Ihre Tante sich weigern sollte, kann zunächst die Hilfe des Nachlassgerichtes in Ánspruch genommen werden, was jedoch lediglich vermittelt. Würde sich Ihre Tante weiterhin weigern, müsste dann der normale Zivilrechtsweg beschritten werden, also eine Klage auf Auseinandersetzung gem. § 2042 BGB, wobei Ihre Tante in diesem Falle auch sämtliche Kosten zu tragen hätte.

Bitte schreiben Sie mich bei weiteren Fragen direkt per E-Mail an, da ich Ihnen auch weitere Nachfragen gerne (kostenlos) dazu beantworte.

Mit freundlichen Grüßen

Grützmacher
Rechtsanwalt

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