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Was passiert mit Grundstücksanteil nach Ausschlagung der Erbschaft

18.11.2015 15:45 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger


Ein überschuldetes Familienmitglied verstirbt. Alle Erbberechtigten schlagen die Erbschaft aus. Zum Nachlass gehört jedoch ein Eigentumsanteil von 1/12 an einer Immobilie, welche im Familienbesitz ist und als Eigenheim genutzt wird. Nun stellt sich die Frage welche Möglichkeiten die Gläubiger des Erblassers haben. Können die Teilungsversteigerung verlangen? Müssen diese ausgezahlt werden? Wenn ja, richtet sich dies nach bestimmten Quoten wie im Insolvenzrecht? Wird eine Art Nachlassinsolvenzverwalter eingesetzt? Oder kann das Grundbuch einfach berichtigt und der Verstorbene schlicht mit seinem Anteil aus dem Grundbuch entfernt werden?

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Sehr geehrter Fragensteller,

die Gläubiger könnten in der Tat die Teilungsversteigerung betreiben. Regelungen hierzu finden sich in den §§ 178 ff ZVG.

Im Zweifel erscheint es mir am klügsten einen Kollegen vor Ort mit dem Mandat zu beauftragen, um alsbald mit den Gläubigern Verträge zu schließen, um eine etwaige Vollstreckung abzuwenden und die Vernichtung größerer Vermögenswerte - wie es regelmäßig im Rahmen einer Zwangsvollsteigerung zu erwarten ist - zu verhindern.

Auf was man sich einigt, hängt vom Verhandlungsgeschick, dem Wert der Immobilie sowie der Höhe der Schulden ab. Feste Werte kann man hier nicht benennen. Ich würde meine Zahlungsbereitschaft entsprechend ihrer Angaben im Grundsatz auf 1/12 des Verkehrswertes der Immobilie beschränken, aber auch stets die Gefahr der Versteigerung berücksichtigen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Saeger
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 18.11.2015 | 17:23

Vielen Dank für die Antwort. Offen ist noch meine Frage nach einer Art Insolvenzquote. Gibt es so etwas oder wie würden die Gläubiger im Falle einer Teilungsversteigerung befriedigt? Was ist wenn nach der von Ihnen empfohlenen etwaigen Einigung neue Gläubiger mit Forderungen an die Erbengemeinschaft herantreten?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.11.2015 | 17:35

Die Gläubiger werden bis zu 1/12 des Versteigerungserlöses befriedigt. Denn das ist der Anteil, der am dem Eigentum zusteht.

UU ist es ratsam, wenn die Gläubiger im Zusammenspiel mit ihnen ein Nachlassinsolvenzverfahren betreiben. So können etwaige Restschulden endgültig bereinigt werden.

Ich rate Ihnen wegen der zu hohen Komplexität der Materie für einen Laien die Mandatierung eines Kollegen vor Ort an.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Saeger
- Rechtsanwalt -

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