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Was passiert mit Bürgschaft für insolvente GmbH?

27.06.2013 09:17 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sebastian Scharrer, LL.M., Dipl.-Jur.


Zusammenfassung: Restschuldbefreiung erfasst auch Bürgschaft

ein ehemaliger Geschäftsführender Gesellschafter einer GmbH ist privat insolvent und befindet sich in der Wohlverhaltensphase. Seine Geschäftsanteile wurden damals eingezogen und der Wert in die Insolvenzmasse ausgeschüttet. Die GmbH wird von anderen Personen weiter betrieben. Kredite seiner ehemaligen Gesellschaft wurden aber damals, noch zu seiner Geschäftsführerzeit, mit einer selbstschuldnerischen Bürgschaft durch ihn selbst abgesichert (das ist so üblich). Was passiert mit den Bürgschaften, wenn die Gesellschaft irgendwann auch insolvent wird und die Banken nun auf die Bürgschaften zurückgreifen wollen:
a) während er noch in der Wohlverhaltensphase ist
b) nach Abschluss seiner Privatinsolvenz ( mit Erlass der Restschulden) .
Oder sind die Bürgschaften schon mit der Privatinsolvenz bedeutungslos geworden?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Während der Wohlverhaltensphase gilt die Insolvenzordnung. Daher müssten sich in diesem Fall die Banken ihre Forderungen in die Insolvenztabelle eintragen lassen. Diesen Eintrag können die Banken bereits jetzt vornehmen, da die Eintragung der Forderungen in die Insolvenztabelle unabhängig davon ist, ob die Forderung bereits fällig wurde. Daher ist es möglich, dass diese Forderungen bereits in die Tabelle eingetragen wurden. Auskunft hierüber erteilt Ihnen der für dieses Verfahren eingesetzte Treuhänder. Eine Versagung der Restschuldbefreiung ist nicht möglich, da die Forderungen bereits vor dem Insolvenzverfahren begründet wurden.

Durch die Restschuldbefreiung werden die Forderungen der Banken undurchsetzbar. Das bedeutet, dass in diesem Fall nach der Restschuldbefreiung die Banken Ihre Forderungen nicht mehr gegen Sie durchsetzen können, obwohl diese, wie im Übrigen die anderen Forderungen, weiter bestehen bleiben. Somit ist mit der Restschuldbefreiung für Sie ein Neustart möglich.



Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen. Selbstverständlich können Sie sich für weitere Fragen, Beratungen und Vertretungen an mich wenden.


Über eine positive Bewertung werde ich mich freuen.

Ihr Rechtsanwalt aus Mainz

Sebastian Scharrer LL.M.
www.mainzer-rechtsanwaltskanzlei.de

Nachfrage vom Fragesteller 27.06.2013 | 13:05

Sie sprechen immer von Forderungen...
Habe ich Sie richtig verstanden, dass eine Bürgschaft aus der Vergangenheit in oder nach einer Privatinsolvenz mit Erlass der Restschulden wirkungslos ist? Insbesondere auch dann, wenn der Grund, auf eine Bürgschaft zurückzugreifen (Schulden werden nicht mehr bedient) erst nach der Privatinsolvenz eintritt ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.06.2013 | 13:19

Sehr geehrter Herr Fragesteller
sehr geehrte Frau Fragestellerin,

auch die Bürgschaft begründet eine Forderung. Diese wird erst mit den Bürgnisfall fällig. Mit der Restschuldbefreiung ist diese Bürgschaft nicht mehr durchsetzbar, wenn das Bürgschaftsversprechen vor dem Insolvenzverfahren abgegeben wurde. Daher können die Banken nicht aufgrund dieser Forderung vollstrecken.

Diese Wirkung ist unabhängig davon, ob der Hauptschulder die Schuld noch bedient (GmbH). Die Bürgschaft entstand ja nicht erst, wo die Hauptschuldnerin zahlungsunfähig wurde, sondern mit dem Bürgschaftsversprechen.

Ich hoffe, dass Ihnen diese Antwort weiter helfen konnte.

Ihr Rechtsanwalt aus Mainz

Sebastian Scharrer, LL.M.

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