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Was muss ich zahlen (minimum), Ehegattenunterhalt und Kindesunterhalt?


| 09.03.2006 15:35 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrteFrau, Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,
Ich bin 58 Jahre alt, seit 06/02 geschieden.Die Unterhaltsfrage wurde nicht geregelt. Meine Frau wohnt mit meiner Tochter (19Jahre) in einem Einfam.Haus das meiner Frau und mir zur Hälfte gehört. Ich bin aus gesundheitlichen Gründen pensionierter Beamter und erhalte eine Pension von 1983 Euro p.Monat (netto). zusätzlich war ich noch selbständig tätig. Nach Änderung der Übergangsvorschriften wird mir nunmehr Einkommen aus Erwerbstätigkeit bei den Pensionseinkünften angerechnet, so daß ich nur ca 600 Euro monatlich dazu verdienen darf. Alles andere wird mit meiner Pension gegen gerechnet. Mein Einkommen netto beträgt also ca. 2580.- Euro.
Meine Ex verdient ca 860 Euro netto.
Bisher habe ich freiwillig (ohne Anerkennung einer Verpflichtung) folgende Zahlungen geleistet (jeweils monatlich)
Zins und Tilgung für das gemeinsame Haus 520 Euro (davonTilgung 110 Euro)
Sämtliche Nebenkosten für das Haus (Heizung,Wasser,Müllabfuhr, Grundsteuer,Strom) ca 250 Euro sowie KFz-Versicherung und Steuer für das Fahrzeug meiner Frau ca 65Euro.
Ich selbst wohne mietfrei in einer ETW, Nebenkosten ca 150 Euro,
Habe noch ein uneheliches unterhaltsanspruchberechtigtes Kind mit 4 Jahren
Für die studierende Tochter habe ich 450 Euro Unterhalt bezahlt und KFZ-Versicherung,Steuer ca. 90 Euro monatlich. Unter der Annahme, daß meine Tochter auswärts wohnt.
Jetzt stellt sich heraus, daß meine Tochter zu Hause wohnt und im 25km entfernten XXXXXXX studiert.
Nachdem meine finanziellen Möglichkeiten sich doch sehr verändert haben, wollte ich eine Anpassung dieser Zahlungen erreichen. Hierzu gibt es keine freiwillige Zustimmung. Frage . was muss ich zahlen ( minimum)
Ehefrau:
Tochter:
Herzlichen Dank
09.03.2006 | 17:02

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

lebt Ihre volljährige Tochter bei Ihrer Ex-Ehefrau und geht einer Ausbildung nach, gilt für den Kindesunterhalt die Alterstufe 4 der Düsseldorfer Tabelle.

Unter Berücksichtigung Ihrer Angaben, ergibt sich ein unterhaltsrelevantes Einkommen in Höhe von 2.580 €. Entsprechend der Gehaltsstufe der Düsseldorfer Tabelle und dem Alter Ihrer Tochter berechnet sich der Unterhalt auf 437€. Da Ihre Ex-Ehefrau unter dem monatlichen Selbstbehalt liegt, können Sie von Ihrer Unterhaltsverpflichtung das Kindergeld zu 100% abziehen. Somit ergibt sich ein Unterhalt in Höhe von 283 €. Allerdings handelt es sich hierbei nur um einen Richtwert, da Ihre Tochter Anspruch auf einen angemessenen Unterhalt hat und evtl. Sonderausgaben für Ihr Studium geltend machen kann.

Für die Berechnung des Ehegattenunterhalts verbleibt damit ein unterhaltsrelevantes Einkommen in Höhe von 2.297 €. Nach Addition beider Einkommen ergibt sich ein unterhaltsrelevanter Betrag in Höhe vom 3.157 €. Hiervon beträgt der Unterhaltsbedarf ein halb, also 1.578,50 €. Dieser Betrag wird gedeckt durch eigenes Einkommen Ihrer Ex-Frau in Höhe von 860 €, so dass sie einen Ehegattenunterhaltsanspruch von 718,50 € hätte, abzüglich der KFZ-Steuer (65 € /12), also 713,50 €.

Hinsichtlich der Schulden (Zinsen und Tilgung) lässt sich im Rahmen einer Erstberatung keine abschließende Beurteilung treffen. Daher hier die Grundsätze:

Beim Kindesunterhalt werden die Zins- und Tilgungsleitungen grundsätzlich nicht berücksichtigt. Anders sieht dies beim Ehegattenunterhalt aus, hier kürzen diese Schulden stets den Bedarf, wenn es sich um einen prägenden Wohnwert handelt. Entscheidend ist aber, dass der Eigentümer nur in Höhe des die Abzahlung übersteigenden Wohnwertes billiger wohnt als der Mieter. D.h. sind die Abzahlungen wesentlich höher und unangemessen als die objektive Marktmiete, sind sie nicht unterhaltsmindernd zu berücksichtigen.

Im Übrigen muss sich Ihre Ex-Ehefrau auch den Wohnwert des Einfamilienhauses anrechnen lassen, da sie einen Wohnvorteil hat. Dieser bemisst sich in der Regel nach der Marktmiete, die vom Gericht geschätzt wird. Hierbei ist zu beachten, dass verbrauchsunabhängige Nebenkosten ( Müllabfuhr, Grundsteuer) den Wohnwert kürzen, verbrauchsabhängige Nebenkosten kürzen dagegen nicht den Wohnwert.
Ihre eigenen Nebenkosten werden nicht mehr in Abzug gebracht, da sie vom Selbstbehalt bereits abgedeckt sind.


Für eine konkrete Berechnung sollten Sie daher wegen des nicht einfach gelagerten Sachverhalts einen Anwalt aufsuchen. So müsste auch geprüft werden, ob sich nicht Abweichungen aufgrund bestehender Unterhaltstitel oder Vergleiche ergeben könnten.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

www.kanzlei-glatzel.de


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 15.03.2006 | 17:24

Vielen Dank für die Antwort. Ich würde gerne vom Unterhaltsanspruch meiner Frau die Hälfte der Zins und Tilgungszahlungen abziehen, da ich diesen Betrag ja für Ihren Teil der Verbindlichkeiten erbringe. Wir sind gemeinsame Schuldner und damit verringern sich ja auch ihre Verbindlichkeiten Der Mietwert des Hauses beträgt ca 750 Euro kalt.Und meine Frau wohnt ja letztendlich Miet und Nebenkostenfrei.
Halten Sie das für angemessen oder muss ich befürchten bei Klage verurteilt zu werden ?
Danke für Ihre Antwort.
J.R.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.03.2006 | 15:10

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie die künftigen Zahlungen reduzieren, besteht für Sie das Risiko, dass Ihre Ex-Ehefrau Unterhaltsklage einreichen wird.

Da Sie die Unterhaltssache nocht nicht abschließend geregelt haben, rate ich Ihnen dringend, einen Anwalt mit der Berechnung zu beauftragen. Ob Sie einfach die Zins- und Tilgungsleistungen halbieren können, kann ich Ihnen im Rahmen einer Erstberatung nicht abschließend mitteilen. Hierzu wären genauere Angaben erforderlich. Grundsätzlich muss sich Ihre Ex-Ehefrau aber das mietfreie Wohnen anrechnen lassen, was zu einer erheblichen Reduzierung des Unterhaltsführen würde.

Wenn Sie sich gütlich einigen könnten, wäre an einer Unterhaltsvereinbarung zu denken. Also mein Rat, lassen Sie sich von einem Anwalt umfassend beraten.

Mit ferundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

www.kanzlei-glatzel.de

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