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Was kann ich nun tun, wenn ich um 5.000,- Euro betrogen wurde?

| 28.11.2010 12:11 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Hallo,

hoffentlich kann mir jemand weiterhelfen. Im Dezember 2006 wurde ich um 5000,- Euro betrogen.

Die Person, die mich betrogen hat, gab sich als "Broker" aus und so naiv wie ich war, gab ich ihm das Geld. Ich hatte Vertrauen zu der Person aufgebaut, da er Stammgast in dem Café war, in dem ich gearbeitet hatte und wir hin und wieder in kurze Gespräche kamen. Nachdem ich das Geld übergeben hatte, sah ich noch ein paar mal und dann nie wieder.

Erst als ich im Juni 2009 beim Vorbeifahren in der Straßenbahn gesehen hatte, habe ich mit Unterstützung eines Freundes Anzeige erstattet.

Im August 2009 wurde ich als Zeuge vorgeladen und habe meine Aussage getätigt.

Im September 2009 habe ich Post von der Staatsanwaltschaft Berlin erhalten.

Dort heißt es:

"Sehr geehrter Herr ...

in dem auf Ihre Strafanzeige vom 26.06.09 gegen ... wegen Betruges eingeleiteten Ermittlungsverfahren habe ich von der Erhebung der öffentlichen Klage nach Maßgabe des § 154 Absatz 1 Nr. 1 der Strafprozessordnung abgesehen.

Gegen den Beschuldigten ist durch Urteil des Amtsgerichts Tiergarten vom 12.12.07 rechtskräftig eine Freiheitsstrafe verhängt worden.

Daneben würde die Strafe, zu der die Verfolgung hier führen könnte, nicht beträchtlich ins Gewicht fallen.

Etwaige zivilrechtliche Ansprüche werden durch diesen Bescheid nicht berührt.

Mit freundlichen Grüßen

....."


Ich schiebe diesen Vorfall vor mir her, da ich es am liebsten verdrängen möchte und es mir unangenehm ist daran zu denken. Doch es kommt immer wieder hoch, zumal ich diese 5000,- € als Kredit mit hohen Zinsen aufgenommen hatte und monatlich seit Februar 2007 103,- € abstottern muss.

Was kann ich nun tun?
Was würden Sie mir raten?

Habe als Beweismittel:

Kontoauszug (Ein- und Ausgang des Kredit)

Quittung über 5000,- € (mit Verwendungszweck: Beratende Tätigkeit)

Notizen auf einer Serviette

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Guten Tag!

Vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die einzige Möglichkeit, wieder an Ihr Geld zu bekommen, besteht darin, den Täter zivilrechtlich in Anspruch zu nehmen, d.h. Sie müssten ihn letztlich verklagen.

Es erscheint jedoch sehr zweifelhaft, ob Ihnen dies weiter helfen würde. Wie Sie dem Schreiben der Staatsanwaltschaft entnehmen können, wurde eine Freiheitsstrafe verhängt. Es ist daher davon auszugehen, dass es noch weitere Geschädigte gibt. Selbst wenn es beim Täter mal Vermögen gegeben haben sollte, ist dieses höchstwahrscheinlich nicht mehr vorhanden, da nach der langen Zeit bereits andere hierauf zugegriffen haben werden.

Sie haben also nur die Möglichkeit, das Geld abzuschreiben oder sich in einen Zivilprozess zu begeben, bei dem unklar ist, ob Sie am Ende Ihr Geld auch erhalten, selbst wenn Sie den Prozess gewinnen sollten.

Beachten Sie bitte, dass Ihre Forderung unter Umständen bereits Ende 2009 verjährt sein könnte. Genaueres müsste aber anhand der Einzelheiten überprüft werden.

Aus meiner Sicht lohnt sich ein Zivilprozess nur dann, wenn Sie Kenntnis davon haben, dass der Täter wieder über Vermögen oder Einkünfte verfügt.

Bei Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der Nachfragefunktion gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Biernacki
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 28.11.2010 | 12:48

Guten Tag!

Vielen Dank für Ihre schnelle und ausführliche Antwort.

Leider weiß ich nicht, ob der Täter wieder über Vermögen verfügt.

Wäre es ein großer Aufwand und wie hoch wären in etwa die Kosten, wenn man eine zivilrechtliche Klage erheben würde?

Vielen Dank im Voraus und schöne Grüße!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.11.2010 | 13:05

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage.

Für die außergerichtliche und anschließend gerichtliche Geltendmachung müssten Sie voraussichtlich mit Anwalts- und Gerichtskosten in Höhe von 1.538,90 EUR in Vorleistung gehen.

Eine günstigere Alternative könnte die Geltendmachung im Mahnbescheidsverfahren sein. Dies geht auch ohne Anwalt und es würde lediglich geringe Gerichtskosten anfallen. Wenn Ihr Gegner jedoch Widerspruch einlegen sollte, würden Sie letztlich doch ein reguläres Klageverfahren führen müssen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Wenn Sie mit meiner Antwort zufrieden sind, würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Biernacki
Rechtsanwalt


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Bewertung des Fragestellers 28.11.2010 | 13:34

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Stellungnahme vom Anwalt:
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