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Was kann ich für Konsequenzen erwarten, wenn er deshalb gerichtlich vorgeht weil ich meine Kündigung

22.08.2008 18:15 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrte Rechtsanwälte,

Ich arbeite seit anfang 2006 bei meinem Arbeitgeber,Teilzeit habe jedes Jahr einen Zeitvertrag bekommen, weil mein Arbeitgeber nur solche Verträge wegen Schwangerschaft macht.

Meine Kündigungsfrist beträgt 6 Wochen zum Quartalsende.

Da es mir an diesem Arbeitsplatz schon ziemlich lange nicht mehr gefällt, und es mir bereits von der Tätigkeit zu viel wird, Überforderung. Was ich auch meinem chef gesagt habe, was ihn aber nicht interessierte, "das ist nun mal Ihr job"
Soweit das ich nervlich angeschlagen und depressiv wurde.

Suchte ich schon länger nach neuer Arbeit, aber da es kaum möglich ist, diese Kündigungsfrist einzuhalten. Und in meinem Berufsfeld Leute ziemlich sofort und kurzfristig gesucht werden.

Habe ich jetzt diese Woche eine Jobangebot bekommen, aber ich muß nächste Woche schon dort anfangen.
Ich werde den job annehmen, weil es mir an der bisherigen Arbeitsstelle überhaupt kein Spaß mehr gemacht hatte, unser chef ziemlich schwierig und gemein ist.
Wo ich auch sage ich kann mit meinem chef nicht mehr zusammen arbeiten,weil in diesem Beruf arbeitet man zielich eng mit chef.
Und dadurch das es mir zuviel wurde, was dort verlangt wurde.
Soweit,das ich zum Nervenarzt gehen mußte. Und ich mich an diesem Arbeitsplatz nicht nervlich kaputt lassen mache.

Das nächste, wollte ich Vollzeit arbeiten dort, aber er gab mir keine chance, weil er nur Teilzeitkräfte beschäftigt.

Es arbeiten dort:
1 Vollzeit
5 Teilzeit
1 Azubi

Jetzt habe ich heute fristlos gekündigt.Und werde auch nicht mehr dort zur arbeit gehen.
Dazu habe ich noch genügend Überstunden.

Meine Fragen:

1. Hätte er mir nicht schon nach dem zweiten Zeitvertrag einen unbefristeten Vertrag geben müssen ?

2. Was kann ich für Konsequenzen erwarten, wenn er deshalb gerichtlich vorgeht weil ich meine Kündigungsfrist nicht eingehalten habe ?

3. Würde ein Artest vom meinem Arzt dann weiterhelfen ?

4. Was soll ich jetzt machen ? Wenn ich wieder bei dem neuen Arbeitgeber kündige, bin ich Arbeitslos.



Sehr geehrter Fragesteller/in,
vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzten kann, sondern ausschließlich den Zweck hat, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Nun zu Ihrer Frage, welche ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Zu 1)
Gem. § 620 Absatz 3 BGB gilt für Arbeitsverträge, die auf bestimmte Zeit abgeschlossen werden, dass Teilzeit- und Befristungsgesetz. Die Befristung eines Arbeitsverhältnisses bedarf grundsätzlich eines sachlich rechtfertigenden Grundes, vgl. § 14 TzBfG.

Ohne Vorliegen eines solchen Grundes ist die Befristung nur bei einer Neueinstellung und bei älteren Arbeitnehmern (über 52 Jahre) zulässig. In den ersten vier Jahren nach Gründung des Unternehmens ist eine kalendermäßige Befristung des Arbeitsvertrages ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes bis zu Dauer von vier Jahren zulässig.
Die kalendermäßige Befristung eines Arbeitsvertrages ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes ist weiterhin bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig, bis zu dieser Gesamtdauer ist auch die höchstens dreimalige Verlängerung eines kalendermäßig befristeten Arbeitsvertrages zulässig.
Ferner kann sich etwas anderes aus einem Tarifvertrag ergeben.

Ob einer der oben genannten Voraussetzungen vorliegt, kann mangels des vollständigen Sachverhaltes vor hier aus nicht beurteilt werden.

Zu 2)
Die Pflicht des Arbeitnehmers zur Erbringung der geschuldeten Arbeitsleistung ist eine Hauptpflicht, die der Arbeitnehmer gem. § 613 S. 1 BGB im Zweifel persönlich zu erbringen hat.

§ 61 Absatz 2 ArbGG lässt die Verurteilung des Arbeitnehmers zur Zahlung einer vom Arbeitsgericht festzusetzenden Entschädigung zu. Dabei muss der Arbeitgeber jedoch darlegen, dass ihm ein Schaden entstanden ist, und der Höhe nach, soweit möglich und zumutbar, beziffern.

Zu 3)
Nach § 626 Abs. 1 BGB ist ein Arbeitsverhältnis außerordentlich kündbar, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.
Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn die Gesundheit gefährdet wird und die Gefährdung bei Abschluss des Dienst- oder Arbeitsvertrages nicht zu erkennen war. Führt die Fortsetzung der Arbeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu einer Gesundheitsschädigung, kann ohne diese Einschränkung fristlos gekündigt werden (Palandt § 626 Rdn.59).
Sie sollten sich daher von ihrem Arzt bescheinigen lassen, dass die weitere Ausübung der Tätigkeit gesundheitlich unzumutbar ist. Mit einem solchen Attest kann dann auch eine fristlose Kündigung begründet werden.

Zu 4)
Sie sollten mit Ihrem „alten“ Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag vereinbaren.

Ich hoffe Ihnen weiter geholfen zu haben und stehe Ihnen gerne im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

André Neumann

Rechtsanwalt

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