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Was ist nun mit seinem Selbstbehalt, muß er nun 70,00 oder 245,00 EUR zahlen?

01.09.2008 16:20 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Mein Lebensgefährte hat den Unterhalt über das Jugendamt neu berechnen lassen. Jetzt wirft sich folgende Frage auf.
Er hat ein Nettoeinkommen aus Erwerbstätigkeit von 969,53 EUR/monatl. Das Kind ist 10 Jahre alt, lebt bei der Mutter, die auch das Kindergeld erhält. Das Jugendamt teilt nun folgendes mit: es wurde eine Mangelfallberechnung durchgeführt. Demnach würde sich ein monatl. Betrag von 70,00 EUR errechnen. Da er aber nur einem Kind zum Unterhalt verpflichtet ist, geht der Gesetzgeber davon aus, dass es ihm zuzumuten ist, den Mindestbetrag von 100,0 % = 245,00 EUR zu zahlen.
Was ist nun mit seinem Selbstbehalt, muß er nun 70,00 oder 245,00 EUR zahlen?

-- Einsatz geändert am 02.09.2008 14:13:30

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:

Der notwendige Eigenbedarf (Selbstbehalt) gegenüber minderjährigen unverheirateten Kindern beläuft sich nach der Düsseldorfer Tabelle bei einem nicht erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen auf monatlich 770,00 EUR und bei einem erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen auf monatlich 900,00 EUR. D.h., Ihrem Freund müssen 900,00 EUR verbleiben. Die Unterhaltspflicht beläuft sich mithin auf 69,53 EUR.

Soweit ein Unterhalt von 245,00 EUR für ein 10-jähriges Kind festgelegt wird, ist hier die Düsseldorfer Tabelle, Stand: 01.07.2007, angewandt worden. Nach der Düsseldorfer Tabelle, Stand: 01.01.2008, würde sich der Unterhalt auf 322,00 EUR belaufen.

Die Düsseldorfer Tabelle geht grundsätzlich von 3 unterhaltsberechtigten Personen, d.h., zwei Kindern und einem Ehegatten, aus. Ist nur eine unterhaltsberechtigte Person vorhanden, errechnet sich der zu zahlende Kindesunterhalt nach der nächsten bzw. übernächsten Einkommensstufe. Zu beachten ist aber stets der Selbstbehalt von 900,00 EUR.

Mit freundlichen Grüßen



Gerhard Raab
(Rechtsanwalt)

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