Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Was gehört zum Erbe und wird daraus bezahlt? Wie bekommt man das Erbe?

| 12.10.2014 08:02 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tobias Rösemeier


Zusammenfassung: Erbe Erbengemeinschaft

Ein Ehepaar, die Frau verstirbt und hat ein eigenes leibliches volljähriges Kind. Der Mann war nicht der Vater des Kindes. Kind und Mann erben jeweils zu 50 %. Es gibt ein gemeinsames Konto von Mann und Frau. Wie ist die Aufteilung? Beide Renten gingen auf das Konto und der Verkauf des gemeinsam angeschafften Autos im Dezember 2009 und eine ausgezahlte Sterbegeldversicherung der Frau oder des Mannes im April 2014 (seltsam, wenn keiner gestorben war, habe das Anschreiben der Versicherung dazu vorliegen). Die Frau lebte seit 2002 im Pflegeheim (ihre Rente reichte bis zum Schluss zur Begleichung der Heimkosten), der Mann in der vorher gemeinsamen Wohnung.
Ausgezahlt wurde jetzt noch eine Sterbegeldversicherung der Frau (der Mann war nicht als Begünstigster eingetragen), versichert war die Frau, eine kleine Zahlung im Sterbefall von der IG Metall und der Volkssolidarität.
Der Mann bekommt eine Übergangsrente für 3 Monate in der Höhe der Rente der verstorbenen Frau.
Gehören diese Zahlungen nach dem Tod der Frau mit zum Erbe?
Wird aus dem Erbe die Bestattung bezahlt?
Ist ein Erbschein vonnöten und hilfreich? Es gibt kein Testament.
Denke, der Mann kann sonst nicht das gemeinsame Konto auflösen. Oder doch, wenn eine Kontovollmacht vorhanden wäre? Das ist nicht bekannt.
Der Mann möchte nichts vom Erbe abgeben. Dass der Hausrat ausgeschlossen ist, versteht sich von selbst.
Das Kind möchte sein Erbe antreten. Wie stellt es das am besten an?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Bei gemeinsamen Konten der Eheleute fällt bei Versterben eines Ehegatte regelmäßig die Hälfte des Guthaben in den Nachlass. Hier greift nach § 430 BGB die gesetzliche Vermutung, das jeder zur Hälfte Eigentümer des Vermögens ist.

Die Rentenzahlungen nach dem Tod der Ehefrau gehören nicht in den Nachlass, da Berechtigter an der Zahlung der Übergangsrente allein der Ehemann als Witwer ist. Die Übergangsrente wandelt sich dann in die Witwerrente um.

Die Beerdigungskosten tragen die Erben und sind aus dem Nachlass zu bezahlen ( § 1968 BGB ).

Ein Erbschein ist nicht zwingend erforderlich, wenn die Erbfolge eindeutig ist. Gern bestehen die Banken jedoch auf Vorlage eines solchen. Konten können nur durch die Erben gemeinschaftlich aufgelöst werden, es sei denn es läge eine Kontovollmacht vor, die über den Tod hinaus gilt.

Im Ergebnis bildet der Sohn und der Ehemann eine Erbengemeinschaft. Der Ehemann ist Erbschaftsbesitzer und daher Auskunftspflichtig über den Bestand des Nachlasses.

Unter Vorlage des Erbscheines kann sich der Sohn bei der Bank jedoch auch selbst einen Überblick über den Bestand machen.

Insgesamt könnte es ratsam sein, einen auf Anwalt hinzuzuziehen, der die Auskunftsansprüche geltend macht und die Erbauseinandersetzung vorantreibt.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 12.10.2014 | 19:46

Danke für Ihre schnelle Antwort.
Wie verhält es sich mit der ausgezahlten Sterbegeldversicherung beim Ableben der Frau. Der Mann war nicht als Begünstigster eingetragen. Wie ist es mit dem Sterbegeld der Volkssolidarität und der IG Metall.
Gehören diese 3 Zahlungen zum Erbe?
Danke für die Antwort schon vorab.
Viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.10.2014 | 20:08

Sehr geehrter Fragesteller,

ist keine Bezugsberechtigung geregelt gewesen, gehört die Sterbegeldversicherung zum Nachlass.

Die weiteren Sterbegeldversicherung sind zweckgebunden und für die Beerdigungskosten zu verwenden. Der Überschuss gehört ebenso zum Nachlass.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Rösemeier
-Rechtsanwalt-

Bewertung des Fragestellers 12.10.2014 | 20:18

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Habe in kürzester Zeit alle Antworten bekommen, die ich benötigte. Sehr gut. Empfehle diesen Anwalt gerne weiter und würde auch wieder auf ihn zugehen.
Das ergibt sich bestimmt."
FRAGESTELLER 12.10.2014 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 71574 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ich kann Herrn Epping zu meinem Problem "Sperrrung meines YouTube Kanals" nur allen, denen es geht wir mir nur empfehlen. Innerhalb von 3 Tagen wurde die Sperrung zurückgenommen. Des Weiteren hat Herr Epping mich immer schnell ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr schnelle, klare und ausführliche Antwort mit Literatur- bzw. Quellenangabe. Perfekt! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr schnelle und kompetente Antwort. ...
FRAGESTELLER