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Was für Kosten kommen auf mich zu, wenn ich mich scheiden lassen werde?


14.08.2005 01:44 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



sehr geehrte damen und herren,

ich habe vor aus der gemeinsamen wohnung mit meinem mann auszuziehen. die situation ist für mich und unserer tochter nicht mehr ertragbar.

ich bin mir aber nicht sicher, ob ich mich gleich scheiden lassen möchte. wie ist es, wenn ich mich nach dem trennungsjahr nicht gleich von meinem mann scheiden lasse; es gibt ja leute die seit 10 jahren getrennt leben und sich nicht scheiden haben lassen.

das problem ist aber, dass mein mann schulden hat (sein eigenes girokonto ist überzogen, er hat ein autokredit laufen), er ist arbeitslos und hat seinen führerschein verloren.

ich verdiene nicht viel (1.100,00 €) und habe ein kleines vermögen(fonds i.H.v. 2.800,00 € plus bausparvertrag und eine lebensversicherung das über den namen unserer tochter läuft).

was für kosten kommen auf mich zu, wenn ich mich scheiden lassen werde?

mit freundlichen grüßen

M.a.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Selbstverständlich müssen Sie nach Ablauf des vorgeschriebenen Trennungsjahres nicht sofort den Scheidungsantrag einreichen. Sie sollten aber bedenken, daß beim gesetzlichen Güterstand des Zugewinns ein Zugewinnausgleich im Falle der Scheidung stattfindet. Dabei werden die unterschiedlichen Anfangs- und Endvermögen der Eheleute zu Beginn der Ehe bzw. dem Zeitpunkt der Zustellung des Scheidungsantrages zugrundegelegt. Wenn davon auszugehen ist, daß sich Ihr Endvermögen im Laufe der Zeit weiter erhöht, während sich sein Vermögen mehr und mehr verringert, kann der Zugewinnausgleich für Sie nachteiliger ausfallen, je länger Sie warten. Ich empfehle Ihnen daher, unter Darlegung der ehelichen Vermögensverhältnisse im einzelnen konkreten Rat bei einem im Famlienrecht tätigen Rechtsanwalt einzuholen.

Die Kosten für ein Scheidungsverfahren setzen sich einerseits aus Anwalts-, andererseits aus den Gerichtskosten zusammen.

Bemessungsgrundlage ist dabei grundsätzlich der Streitwert des Scheidungsverfahrens nebst Folgesachen. Der Streitwert berechnet sich nach der Summe des dreifachen Nettoeinkommens beider Ehegatten, wobei für Unterhaltsansprüche pro Kind pauschal € 250,00 in Abzug zu bringen sein werden. Auch Arbeitslosengeld zählt zum zu berücksichtigenden Einkommen.

Hinzu treten dann noch die Streitwerte für den Versorgungsausgleich ( Regelstreitwert 500,-€) und etwaiger Unterhaltsansprüche ( 12facher Unterhaltsbetrag).

Die Summe ergibt dann den Streitwert, der den Gerichts- und Anwaltskosten zugrundezulegen ist.

Da mir die Einkommensverhältnisse Ihres Mannes nicht bekannt sind, kann ich an dieser Stelle keine pauschale Berechnung der voraussichtlichen Kosten der Scheidung vornehmen.

Sie finden aber in der Rubrik "Online-Scheidung" auf meiner Homepage eine Kostentabelle und Beispielsberechnung für die Kosten einer Scheidung, anhand derer Sie selbst leicht ausrechnen können, welche Kosten ungefähr auf Sie zukommen dürften.

Hinzuweisen ist auf jeden Fall darauf, daß im Falle einer einvernehmlichen Scheidung, in dem die Eheleute vorab alles zu regelnde klären und vor Gericht keine gegensätzlichen, "streitigen" Anträge stellen, die Kosten auf jeden Fall reduziert werden können. Denn dann benötigt nur 1 Ehepartner anwaltliche Vertretung, was zur Folge hat, daß die Eheleute die Anwaltskosten intern teilen können und jeder quasi nur die halben Kosten zahlt, die bei einer streitigen Scheidung (mit zwei Anwälten) anfallen würden.

Eine solche einvernehmliche Scheidung können Sie übrigens entsprechend kostengünstig und schnell auch online über meine Homepage (s.u.) in der Rubrik "Online-Scheidung" veranlassen. Diese Möglichkeit ist natürlich bequem und zeitsparend.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben und stehe Ihnen für eine weitergehende Beratung selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schwartmann
Rechtsanwalt



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Rechtsanwalt A. Schwartmann
Gleueler Str. 249 D-50935 Köln
Tel: (0221) 355 9205 / Fax: (0221) 355 9206 / Mobil: (0170) 380 5395

www.andreas-schwartmann.de
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