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Was erwartet mich, wenn ich nicht mehr kann und mich von ihm trennen muss, um zu 'überleben'?

07.03.2008 16:32 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


seit 2005 bin ich mit einem Schweden verheiratet. Wir haben in Deutschland geheiratet. Vorher haben wir eine Gütertrennung bei einem schwed. Anwalt vereinbart, dass bei Scheidung jeder sein eigenes behält.
Mein Mann hat sich in der Ehe als unberechenbar jähzornig gezeigt und ist als solches wie ich später erfuhr in seiner Firma auch bekannt.Er hat keinen Kontakt zu anderen Menschen.Er beleidigt andere Menschen, wenn er ihnen begegnet. Das wird immer schlimmer.Als wir heirateten sagte sein Sohn mir, er sei ein Monster. Ich beginne darunter inzwischen psychisch zu leiden mit Schwindelanfällen, mit denen ich schon in die Klinik musste. Es wird nur gemacht, was er will.
Was erwartet mich, wenn ich nicht mehr kann und mich von ihm trennen muss, um zu "überleben"? Was raten Sie mir? Meine Pension ist klein, mein Mann ist sehr wohlhabend. Müsste er mich unterstützen bei einer Scheidung, die ich beantrage aus beschriebenem Grund?

Ich beantworte Ihre Anfrage auf der Basis des geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Leider geben Sie für eine genauere Berechnung etwaiger Unterhaltsansprüche nicht genügend Informationen. So ist z.B. nicht erkennbar, ob Ihr Sohn ein gemeinsamer Sohn ist und ob von daher Ihr Mann ggf. auch Kindesunterhalt zu zahlen hat.

Grundsätzlich steht Ihnen in der Zeit der Trennung bis zur rechtskräftigen Ehescheidung der sogenannte Trennungsunterhalt nach § 1361 BGB zu. § 1631 Abs 1 BGB bestimmt im Grundsatz:
"(1) Leben die Ehegatten getrennt, so kann ein Ehegatte von dem anderen den nach den Lebensverhältnissen und den Erwerbs- und Vermögensverhältnissen der Ehegatten angemessenen Unterhalt verlangen;"

In welcher Höhe Ihnen hier Ansprüche zustehen, kann ohne konkrete Zahlen über die Einkommensverhältnisse von Ihnen und Ihrem Mann nicht gesagt werden.


Nach der Scheidung sieht die Sache aufgrund der Neuregelungen des Unterhaltsrechtes seit Januar 2008 deutlich schlechter aus. Hier geht der Gesetzgeber von der grundsätzlichen Selbstverantwortlichkeit aus und gesteht einen Ehegattenunterhalt nur in ganz eng begrenzten Ausnahmefällen zu.

Der nach Scheidung dann maßgebliche § 1569 BGB lautet:
"Nach der Scheidung obliegt es jedem Ehegatten, selbst für seinen Unterhalt zu sorgen. Ist er dazu außerstande, hat er gegen den anderen Ehegatten einen Anspruch auf Unterhalt nur nach den folgenden Vorschriften."

Die vorgesehenen Ausnahmefälle sind die Betreuung eines Kindes bis zu dessen 3. Geburtstag, ein fortgeschrittenes Alter, welches eine eigene Erwerbstätigkeit verhindert, Krankheit oder Gebrechen und die sogenannten Billigkeitsgründe, wonach dann Unterhalt zu zahlen wäre, wenn die Versagung von Unterhalt unter Berücksichtigung der Belange beider Ehegatten grob unbillig wäre.

Ob einer dieser Ausnahmetatbestände bei Ihnen gegeben ist, vermag ich aufgrund Ihrer Informationen nicht zu sagen.

Ich würde Ihnen dringend eine individuelle anwaltliche Beratung empfehlen, da die zu klärenden Fragen die Möglichkeiten dieser Plattform übersteigen.

Für eine solche Beratung stände ich Ihnen natürlich auch zur Verfügung; Sie können mich gerne über meine Homepage kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Otto
Rechtsanwalt

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