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Was erbt die neue Ehefrau meines Vaters, Testament lange vor der Hochzeit gemacht

| 09.10.2018 15:42 |
Preis: 40,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Entsteht nach Testamentserrichtung ein neuer Pflichtteilsberechtigter (bspw. neues Kind oder neue Ehefrau) so kann das Testament nach dem Tod nach § 2079 BGB angefochten werden. Besser neues Testament aufsetzen!

Guten Tag. Meine leibliche Mutter brachte mich mit ihn die Ehe, mein Stiefvater seine 3 Kinder. Geheiratet haben die beiden 1984. Ich wurde damals nicht von meinem Stiefvater adoptiert, es erfolgte lediglich eine Namensgebung. 2005 trennten sich meine Mutter und mein Stiefvater. 2006 machte mein Stiefvater ein Testament beim Notar, in welches er mich als Alleinerbin einsetzte und seine leiblichen Kinder aus verschiedenen Gründen auf den Pflichtteil herunter setzen ließ. 2007 erfolgte die Scheidung von meiner Mutter. 2008 wurde ich von meinem Stiefvater adoptiert. Ich war damals 34 Jahre alt. 2016 heiratete mein Stiefvater eine Frau aus der Ukraine ( geschieden, 2 erwachsene Söhne in der Ukraine ). Ein Ehevertrag besteht nicht. Mein Stiefvater hat ein Haus, er ist alleiniger Eigentümer, meine leibliche Mutter hat keine Ansprüche mehr, sie wurde nach der Scheidung ausbezahlt. Meine Frage lautet nun : welchen Anteil würde seine neue Ehefrau erben, wenn mein Stiefvater sterben würde ,welchen Anteil ich und seine leiblichen Kinder ? Wie ist die Erbfolge?
09.10.2018 | 17:22

Antwort

von


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1. Zunächst einmal gilt das notarielle Testament aus 2006, wonach Sie Alleinerbe wären. Die neue Ehefrau und die drei leiblichen Kinder hätten einen Pflichtteilsanspruch (diese sind nicht Erbe, sondern haben bloß einen Geldanspruch gegen Sie als Erben) in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Also bei der neuen Ehefrau in Höhe von 1/4-tel und bei den drei Kindern jeweils 1/16-tel des Nachlasses.

2. Aber (!!!): Die neue Ehefrau (nicht die anderen Kinder) könnte nach dem Erbfall das Testament nach § 2079 Satz 1 BGB anfechten. Denn als (neue) Ehefrau ist sie gehört sie zum pflichtteilsberechtigten Personenkreis. Zum Zeitpukt der Testamentserrichtung 2006 wußte Ihr Vater nicht, dass es die neue Ehefrau geben wird. Das Gesetz geht davon aus, dass man anders vererben würde, wenn es (neue) Pflichtteilsberechtigte gibt.

Ficht die neue Ehefrau das Testament an, so ist die Auswirkung aufgrund unterschiedlicher Rechtssprechung streitig. Nach herrschender Auffassung würden Sie und die neue Ehefrau eine Erbengemeinschaft bilden, in der sie zu 50:50 beteiligt sind. Als gemeinschaftliche Nachlassverbindlichkeit hat die Erbengemeinschaft die Pflichtteilsansprüche der drei leiblichen Kinder in Höhe von jeweils 1/16-tel Nachlass zu bedienen.

3. Wenn Ihr Vater das frühere Testament (Sie=Alleinerbe) weiter so will, soll er am besten ein neues Testament aufsetzen, in der er das frühere Testament aus 2006 bestätigt. Das geht auch eigenschriftlich ohne Notar. Alles muss vom Vater selbst handgeschrieben und unterschrieben sein. Am besten auch mit Datum. "Testament: Meine letztwillige Verfügung vom ...(2006) soll weitergelten. Meine Ehefrau ... soll enterbt sein. Unterschrift". Das Testament am besten irgendwo sicher aufbewahren (bspw. bei Ihnen) oder beim Amtsgericht in amtliche Verwahrung geben. Dann gilt bezüglich der Pflichtteilsansprüche das unter 1 gesagte.



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