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Was darf ein Architekt in Rechnung stellen?

16.04.2008 17:42 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Wir sind Eigentümer eines 6-Familienhauses und planten den Dachboden ausbauen zu lassen, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Um uns über die verschiedenen Möglichkeiten zu informieren haben letztes Jahr den Architekten, der 1960 das Haus geplant und gebaut hatte, angesprochen. Dieses erschien uns in sofern sinnvoll, da der Herr sich mit den baulichen Begebenheiten des Hauses auskannte und somit alle nötigen Vorabinformationen hatte.
Wir hatten ihn gebeten nachzurpüfen ob die Möglichkeit grundsätzlich besteht und ggf. Ideen für eine Umsetzung dar zulegen. Kurze Zeit später erhielten wir eine hangzeichnete Skizze und die Mitteilung, dass das zuständige Bauamt den Umbau genehmigen würde.
Wir teilten dem Architekten bei den zwei Informationsgesprächen mit, dass es sich hierbei nur um Informationen einholen handelt. Wir hatten zu keiner Zeit einen Vertrag abgeschlossen bzw. dem Herrn eine mündliche Zusage gemacht.
Danach erhielten wir eine Abrechnung von dem Architketen in Höhe von € 2.500,00 mit der Bitte das Honorar zu begleichen.
Ist es richtig, dass wir diese Rechnung begleichen müssen, obwohl wir keine Verpflichtung eingegangen sind?

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Ihre Anfrage an den Architekten kann durchaus als Abschluss eines Architektenvertrages gewertet werden. Wenn Sie nicht ausdrücklich die Unentgeltlichkeit der Leistungserbringung mit dem Architekten vereinbart haben und es sich bei der vom Architekten vorgenommenen Leistung gewöhnlicherweise um eine kostenpflichtige Architektenleistung handelt, mussten Sie nach Treu und Glauben mit Rechnungslegung durch den Architekten rechnen.

Dies sieht auch die Rechtsprechung so: Wer einen Architekten in Anspruch nimmt, insbesondere ihn zur Leistungserbringung auffordert (vgl. Düsseldorf, NZBau 2002, 279) muss in der Regel mit einer Vergütungspflicht rechnen (vgl. Celle, BauR 2000, 1069). In solchen Fällen sei ein stillschweigender Vertragsschluss einschließlich Vergütungsvereinbarung anzunehmen. Dies sei nur anders zu beurteilen, wenn eine kostenlose Leistungserbringung zugesagt worden sei.

Da es jedoch auch hier entscheidend auf die zugrundeliegenden Umstände des Einzelfalls ankommt, ist eine abweichende Beurteilung der Sachlage möglich. Mangels Kenntnis der ausgeführten Leistungen kann jedoch die Höhe der Rechnung nicht beurteilt werden.

---

Abschließend erlaube ich mir, Sie auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

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