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Was darf der Nachlaßverwalter ?


| 22.12.2007 13:55 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Mein Schwager ist am 31.10.2007 im Alter von 32 Jahren an Herzversagen verstorben. Da er vor einem Jahr einen Gartenbaubetrieb gegründet hat, hinterließ er sehr viele Schulden aus Krediten, unbezahlten Lieferanten- und Vorleisterrechnungen usw. . Der Geräte- und Maschinenpark war komplett über Leasing- und Mietverträge aufgebaut, diese Gesellschaften haben inzwischen alle Fahrzeuge und Maschinen zurückgeholt. Übrig blieben nur drei ältere verschiedene Anhänger und Kleinwerkzeug auf dem gemieteten Lagerplatz. Da er sich noch kein eigenes Büro leisten konnte, habe ich ihm einen Schreibtisch in einem von mir nicht benötigten Raum meines Büros zur Verfügung gestellt. Die Wohnung in der er mit seiner Freundin wohnte, gehört seiner Mutter - samt den kompletten von Ihr gekauften Möbeln ( Rechnungen größtenteils vorhanden ). Aufgrund der hohen Schulden haben die möglichen Erben von Ihrer Möglichkeit Gebrauch gemacht, den Erbanspruch auszuschlagen. Daraufhin wurde ein Nachlaßverwalter vom Nachlaßgericht eingesetzt. Ich wollte ihn telefonisch fragen, wir ich mit seinen Dokumenten aus meinem Büro verfahren soll, da ich zum Anfang Januar aus meinem Büro in ein anderes umziehe. Über seine Sekretärin ließ er mir allerdings ausrichten, das er mit mir nicht reden wird, wir sollen alle Fragen schriftlich einreichen, dies habe ich aus Zeitgründen bisher nicht geschafft. Nun kam heute ein Schreiben von dem Nachlaßverwalter mit der Aufforderung alle werthaltigen Verwahrgegenstände und Unterlagen des Erblassers sowie insbesondere die Wohnungsschlüssel ihm zu übersenden. Hier fangen nun meine Fragen an:
1. Die Wohnung sollte ab 1. Januar wieder von meiner Schwiegermutter vermietet werden, da seine Freundin zwischenzeitlich augezogen ist. Außer einigen persönlichen Dingen wie Kleidung etc. hat meinem Schwager in der Wohnung ja nichts gehört. Müssen wir die Schlüssel trotzdem an den Nachlaßverwalter übergeben, oder kann die Wohnung vermietet werden ?
Darf er die Wohnung, die meinem Schwager ja nicht gehörte und auch das Inventar war ja nicht sein eigenes, überhaupt betreten ?
2. Wie muß ich mit den Unterlagen und seiner Computeranlage aus meinem Büro verfahren, da ich nun bald mit dem Umzug beginne ( die Büromöbel gehören mir ) ?
3. Die einzigen, noch etwas werthaltigen Gegenstände von meinem Schwager sind die eingangs erwähnten übrigen Anhänger und Kleingeräte auf seinem Lagerplatz. Müssen wir diese, und evtl. die Unterlagen, zu dem Nachlaßverwalter bringen, oder muß er sich diese hier holen. Ich denke das wir durch die Erbausschlagung mit dem Fall nichts mehr zu tun haben, und eine Überbringung solcher Sachen erzeugt für uns weitere Zeit- und Kostenaufwendungen. Ich wollte dem Nachlaßverwalter bei dem bereits erwähnten Telefongespräch ja anbieten, da er sich vor Ort einen Überblick verschaffen kann und Einsicht in die Unterlagen in meinem Büro nehmen kann, aber er lehnte ja jedes Gespräch mit mir im Vorfeld ab.
4. Wer trägt die Bestattungskosten, wlche durch meine Schwiegermutter vorfinanziert wurden ?
5. Ich würde gerne einen der erwähnten Anhänger beim Nachlaßverwalter abkaufen. Habe ich als Verwandter ein Vorkaufsrecht ?

Wie sollen wir uns dem Nachlaßverwalter gegenüber verhalten, ohne ihn zu behindern, aber auch um unsere Interessen zu wahren ?
Vielen Dank für Ihre Bearbeitung, Ihre Beantwortung ist für uns sehr wichtig, um keine juristischen Fehler zu begehen.

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Sehr geehrter Fragesteller,

im Rahmen einer Erstberatung und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:
1. Die Wohnung kann selbstverständlich vermietet werden; der Nachlassverwalter hat kein Recht den Schlüssel für die Wohnung zu verlangen.
2. Geben Sie diese Sachen dem Nachlassverwalter an; er hat diese am Ort, wo sich die Sachen befinden abzuholen, § 269 BGB.
3. Nein, siehe Antwort 2. Sie sind kein Erbschaftsbesitzer bzw. bösgläubiger Besitzer.
4.Der Träger der Sozialhilfe übernimmt die Bestattungskosten, wenn nicht dem Erben, dem vertraglich Verpflichteten oder dem Unterhaltsverpflichteten des Verstorbenen die Kostentragung zumutbar ist; die Schwiegermutter hat demnach nicht die Kosten zu tragen.
5. Nein, als Verwandter haben Sie kein Vorkaufsrecht; Miterben haben zB ein Vorkaufsrecht bezüglich des Erbteiles.

Geben Sie dem Nachlassverwalter Auskunft über die werthaltigen Gegenstände.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com.

Mit besten Grüßen
RA Hermes
Fachanwalt für Steuerrecht

www.kanzlei-hermes.com

Nachfrage vom Fragesteller 22.12.2007 | 15:30

Vielen Dank für Ihre Antworten, diese haben uns sehr weitergeholfen. Nur zu den "werthaltigen Gegenständen" wäre noch eine Nachfrage: Das seine betrieblichen Güter dazu gehören ist uns klar. Aber was ist mit seinen ( wenigen ) privaten Dingen, wie Fernseher, Stereoanlage, Handy , Kleidung etc. ? Was passiert mit den Möbelstücken, für die meine Schwiegermutter keine Rechnung mehr als Eigentumsnachweis vorweisen kann. Müssen wir diese Gegenstände dann auch angeben, und werden diese dann weggenommen ?
Macht eine evtl. erforderliche Mandatserteilung für Sie Sinn, falls es weitere Probleme mit dem Nachlassverwalter gibt, oder sind Sie zu weit weg bzw. können Sie auch aus der Ferne mit diesem Mann ( ist auch ein RA ) verhandeln ? Vielen Dank !!!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.12.2007 | 16:53

Vielen Dank für die Nachfrage.

Auch weniger werthaltige Gegenstände, wie persönliche Gebrauchsgegenstände und Hausrat, sind mit anzugeben. Ob Sie verwertet werden, obliegt dem Nachlaßverwalter. Nur Gegenstände, die im Eigentum des Erblassers standen, sind anzugeben.
Wir vertreten Mandanten bundesweit; eine Vertretung Ihrer Interessen ist selbstverständlich problemlos möglich.

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