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Was darf der Arbeitgeber vor Einstellung überprüfen?


19.04.2005 17:05 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Hallo,

eine kurze Frage, die wahrscheinlich auch einfach zu beantworten ist.
Mein neuer potentieller Arbeitgeber möchte, weil er in der Vergangenheit wohl schlechte Erfahrungen gemacht hat, meine Historie überprüfen.

Was darf er mit meiner und was ohne meine Einwilligung überprüfen?

- ehemalige Arbeitgeber (mit ohne Zeugnisabschrift/-bestätigung)
- Sozialversicherung
- Schufa /Creditreform
- Führungszeugnis / Vorstrafen
- Arztbericht
- Letzten drei Adressen der letzten 10 J.
- Insolvenzen (privat/geschäftlich)
- Einkommenssteuererklärung (wegen meines Gehalts)

Ich gehe davon aus, daß ohne meine Einwilligung Nichts davon gehen wird, oder?? Aber dann gefährde ich meinen job.

Und mit???...weiß er Alles über mich...

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Guten Abend,

einfach ist die Sachlage, wenn die Auskünfte mit Ihrer Einwilligung eingeholt werden. Ein Führungszeugnis kann ohnehin nur von Ihnen selbst, nicht von Dritten beantragt werden. Die von Ihnen Auskünfte können dann vollständig eingeholt werden.

Ohne Ihre Einwilligung greift natürlich der Datenschutz zum Teil ein. Sozialversicherungsangaben, Führungszeugnis / Vorstrafen, Arztberichte und Einkommenssteuererklärung wird Ihr Arbeitgeber ohne Ihr Einverständnis nicht erhalten.
Anders sieht es mit Angaben aus, die etwa von der Schufa oder der Creditreform gesammelt werden. Hier hat sich gerade bei Inkassobüros in der Vergangenheit eine gewisse datenschutzrechtliche Grauzone entwickelt. Gehen Sie bitte davon aus, daß Ihr Arbeitgeber auch ohne Ihre Einwilligung Angaben über Ihre Vermögensverhältnisse, die Adressen der letzten 10 Jahre sowie auch ggf. frühere Arbeitgeber erhalten kann. Angaben hinsichtlich etwaiger Insolvenzen kann Ihr Arbeitgeber bei Nachweis eines rechtlichen Interesses ohnehin von jedem Amtsgericht erhalten.

Sie haben natürlich den Kern des Problems erkannt: Ihr Arbeitgeber kann nicht verpflichtet werden, Sie einzustellen. Die Post hat dies, als sie noch die Deutsche Bundespost war, in einem Formular leider auch für Sie zutreffend beschrieben: "Diese Angaben sind freiwillig. Ohne diese Angaben wird Ihr Antrag nicht bearbeitet."

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 19.04.2005 | 17:37

Danke für die schnelle Antwort, aber heisst das jetzt konkret, dass er MIT meiner Einwilligung alle Daten über mich anfordern kann?

Wann greift denn da der Datenschutz oder entbinde ich mit meiner Einwilligung sämtliche Institutionen davon?

Darf er diese Daten dann in seine Datenbank eingeben und beliebig lange speichern?

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.04.2005 | 17:47

Guten Abend,

mit Ihrer Einwilligung kann der Arbeitgeber die von Ihnen genannten Daten mit Ausnahme eines Führungszeugnisses anfordern. Letzteres bekommen Sie nur selbst auf eigenen Antrag.

Hinsichtlich der Speicherung dieser Daten darf der Arbeitgeber diese nur zur Verwendung bei der Entscheidung über die Einstellung speichern. Danach haben Sie einen Anspruch darauf, daß diese Daten gelöscht werden.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß

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