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Was bin ich - Selbstnutzer oder Vermieter


| 03.07.2007 00:02 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Hallo,
Seit einigen Jahren lebe ich getrennt von meiner Ehefrau.
Wir haben gemeinsam 3 Kinder im Alter von 2-6 Jahren. Nachdem ein Zusammenkommen mit der Ehefrau nicht mehr in Frage kam, kaufte ich eine EinZimmer Wohnung.

Da wir nicht wollten, dass die Kinder meine Abwesenheit spürten, entschloss ich mit meine Ehefrau, im Kinderzimmer ein Bett aufzustellen. Anfangs übernachtete ich selten. Inzwischen übernachte ich dort regelmäßig.

Nachdem die gekaufte möbilierte EinZimmerwohnung über einem Jahr leer stand, entschloss ich mich diese Wohnung über eine Agentur für gewisse Zeiträume zu vermieten. Ein Mietvertrag kommt dabei nicht zustande. Der Agentur wird nur eine Vermittlungsgebühr entrichtet. Und sie stellen die Wohnung als eine Art Hotel den Gästen zur Verfügung.

Bei Bedarf kann die Wohnung von mir genutzt werden. Meine polizeiliche Anmeldung ist weiterhin dort, wo sich die EinZimmerwohnung befindet.

Gelten wir gesetzlich noch als getrenntlebend ?

Sind meine Einkünfte aus der Überlassung der Wohnung gegen Entgelt steuerpflichtig, d.h ist die Wohnung als vermietetes Objekt zu betrachten, obwohl kein Mietvertrag besteht und ich dort weiterhin angemeldet bin ?

Darf ich bei meiner -von mir getrenntlebenden- Ehefrau wohnen und dabei meine Anmeldung bei meiner Eigentumswohnung beibehalten ?

Hätte meine Ehefrau Konsequenzen zu befürchten, da sie als Alleinerziehend gilt, aber ich sie dabei doch unterstütze ?

Kann eine rechtlich selbstgenuzte 1-Zimmer-Wohnung gleichtzeitig auch vermietet werden, da ja schwer begründbar ist, das eine selbstgenutzte Zimmerwohnung auch untervermietet werden kann ?

Vielen Dank im Voraus !
Sehr geehrter Ratsuchender,


solange in der vormaligen Ehewohnung keine häusliche Gemeinschaft besteht und diese auch nicht erkennbar wieder hergesetellt werden soll, leben Sie getrennt. Es dürfen also keine Gemeinsamkeiten herbeigeführt werden. Daher sollte weder gemeinsam eingekauft, gekocht, gewaschen etc. werden.


Die Einkünfte werden Sie bei der Steuererklärung angeben müssen.


Hinsichtlich der Aneldung kommte es auf den tatsächlichen Aufenthalt an, so dass Sie sich ummelden müssen; ansonsten laufen Sie Gefahr, ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ausgesetzt zu sein.


Sofern Ihre Ehefrau offensichtlich staatliche Leistungen bezieht, Sie sie aber unterstützen, wird sie auch Konsequenzen zu fürchten haben; neben der Reduzierung der Leistungen muss sie mit einer Rückzahlung und ggfs. Einleitung eines Strafverfahrens rechnen.


Bezüglich der selbstgenutzen Einzimmerwohnung haben SIe die Problematik schon zutreffend erkannt. Dieses wird natürlich bei einer Vermietung aberkannt werden.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 03.07.2007 | 17:02

vielen Dank für die aufklärende Unterstützung !

Herr Bohle,

zum Schluss würde ich gerne noch erfahren, ob die Werbungkosten, die mit den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung gegengerechnet werden dürfen (z.b Darlehenszins)für das gesamte Kalenderjahr in der Einkommenssteuererkläreung angegeben werden darf, obwohl bis Ende Juni die Wohnung selbstbenutzt wurde, oder darf man nur die Hälfte der Werbungskosten ansetzen ?

Vielen Dank nochmals !

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.07.2007 | 17:13

Sehr geehrter Ratsuchender,

hier handelt es sich nicht um eine Verständnisnachfrage zur Erstantwort, sondern eine neue Frage.

Nach den Nutzungsbedingungen wäre eine Antwort darauf aber nicht zulässig, so dass ich um Ihr Verständnis bitte darf, wenn ich hierauf nicht weiter eingehen kann.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

Bewertung des Fragestellers 21.12.2009 | 09:33


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