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Was, wenn ich die Zusatzvereinbarung nicht unterschreibe?


06.12.2005 16:18 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Moin zusammen,

was bis dato geschah!
- mein Arbeitgeber hat in einer freiwilligen Akion auf 1 Jahr befristet, für das Jahr 2005 von uns 3 Stunden/Woche unbezahlte Arbeit gewünscht, dass die Firma keine Probleme bekommt. (Betrieb mit rund 2.500 Angestellten/Arbeitern usw.)
- jetzt wurde das Weihnachtsgeld auf 54% reduziert!
Summa summarum fehlen mir in diesem Jahr fast 2 Monatsgehälter auf dem Konto.

Die Zukunft:
- mir wurde eine Zusatzvereinbarung zum Arbeitsvertrag vorgelegt, in der die Arbeitszeit von 40 auf 43 Stunden angehoben wird. Gleiches Gehalt, befristet auf 3 Jahre (vorläufig)
- der Betriebsrat ist mit allem einverstanden, hat uns aber zuvor noch nicht mal informiert!

Meine Fragen:
- was kann passieren, wenn ich diese Vereinbarung nicht unterschreibe?
- ich gehe davon aus, wenn ich nicht unterschreibe, dass ich dann eine Änderungskünigung erhalte.
- was, wenn ich diese Änderungskündigung nicht annehme?

??? Erhalte ich vom Arbeitsamt eine Sperrfrist, weil ich die Änderungskündigung nicht angenommen habe???

Vielen Dank für die Hilfe.
06.12.2005 | 16:40

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

zu Ihrer Anfrage im Einzelnen:

Vorab ist anzumerken, dass in der Praxis häufig Änderungskündigungen zur Lohnsenkung wegen schlechter Umsatzlage ausgesprochen werden. Es gilt der Grundsatz, dass eine Lohnsenkung nur dann gerechtfertigt ist, wenn hierdurch die Stillegung des Betriebes verhindert werden kann.

Ich gehe davon aus, dass die Ihnen vorgelegte Zusatzvereinbarung eine solche Änderung des ursprünglichen Arbeitsvertrages vorsieht. Wenn Sie die neuen Bedingungen nicht akteptieren, werden Sie mit einer Änderungskündigung rechnen müssen.

Sollte eine solche Änderungskündigung ausgesprochen werden, haben Sie drei Möglichkeiten:
a)Sie können die Änderungskündigung annehmen
b)Sie können das Änderungsangebot mit der Folge ablehnen, dass aus der Änderungskündigung eine normale Kündigung wird.
c)sie können annehmen unter Vorbehalt.

D.h. wenn Sie unter den geänderten Umständen nicht arbeiten möchten, dann müssen Sie innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung Klage beim Arbeitsgericht einreichen. Insgesamt rate ich Ihnen daher, einen Anwalt zur weiteren Prüfung zu beauftragen. Im Übrigen werden Sie nicht gesperrt, wenn der Arbeitgeber Ihnen ordentlich kündigt. Bei der Änderungskündigung gilt nichts anderes als bei der Beendigungskündigung.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

www.kanzlei-glatzel.de


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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