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Wartezeit nach Auszahlung eines Erben bevor man Immobilien verkaufen kann

07.01.2013 12:10 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Heiko Tautorus


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine Frage bezüglich Erbrecht.

Wir haben ein Grundstück geerbt.
Wir das sind meine Mutter, ich die Tochter und eine uneheliche Tochter.
Das Grundstück wurde geschätzt und dem uneheliche Kind wird nach diesem Gutachten der ihm zustehende Anteil ausbezahlt. Im Gegenzug hat Sie dann keinen Anspruch mehr auf den Grundstücksanteil. Dies ist alles schon geklärt.

Meine Frage nun:

Muß man nach der Auszahlung eine bestimmte Zeit warten bis man das Grundstück verkaufen kann?

Viel Dank für Ihre Antwort.



-- Einsatz geändert am 07.01.2013 12:22:11

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Nach der Auseinandersetzung, können die Erben jederzeit über ihr Eigentum verfügen.

Vor der Auseinandersetzung können die Erben nur gemeinsam über einen Nachlassgegenstand verfügen (§ 2040 Abs. 1 BGB).

Sie brauchen also in keinem Fall zuwarten.

Der Notar wird wegen noch nicht vollzogener Umschreibung des Eigentums jedoch einen Erbschein verlangen und die Zustimmung aller aus dem Erbschein Berechtigten zur Eigentumsübertragung fordern.

-------------
Sollte sich der Sachverhalt doch etwas anders darstellen, nutzen Sie bitte die Nachfrage.

Sie können mich jederzeit über die Kontaktdaten in meinem Profil erreichen.

Es sei noch der Hinweis erlaubt, dass die rechtliche Einschätzung ausschließlich auf den von Ihnen mitgeteilten Tatsachen beruht und dass durch das Hinzufügen oder Weglassen von weiteren tatsächlichen Angaben die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen kann.

Nachfrage vom Fragesteller 07.01.2013 | 12:55

Das heißt allso, wenn die uneheliche Tochter ausbezahlt ist (es liegt hierzu auch ein Vertrag vor der regelt, dass Sie nach Auszahlung kein Anrecht mehr auf Ihren Erbteil des Grundstückes hat) und Sie aus dem Grundbuch ausgetragen ist, können meine Mutter und ich das Grundstück ohne irgendwelche Wartezeiten verkaufen. Auch wenn wir mehr für das Grundstück erziehlen, als in dem Gutachten steht, auf Grund dessen Sie ausbezahlt wurde.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.01.2013 | 13:38

Sehr geehrter Fragesteller,

die Vereinbarung zwischen den Erben bindet diese, soweit sie formwirksam erfolgt.

Es gibt zwar Konstellationen, in denen die Abfindung des Erben gegen Geld für seinen Grundstücksanteil formfrei erfolgen kann, in der Regel und sicher ist nur die notarielle Form.

Soweit niemand klagt, ist dies letztlich ohne Belang.

Bei Grundstücksübertragungen ist jedoch die notarielle Form vorzuziehen.

Ob sie dann mehr oder weniger, als nach dem Gutachten erwartet, erzielen, ist nicht von einer Wartezeit abhängig.

Es kann durch den "abgefundenen" Erben (bei formwirksamer Vereinbarung) auch keine Nachforderung verlangt werden.

Im Falle eines geringeren Erlösses würde der "abgefundene" Erbe sich auch nicht am Verlust beteiligen wollen.

Mit freundlichen Grüßen


Heiko Tautorus
Rechtsanwalt

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