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Warmwasserkosten wurden geschätzt - ich wurde nicht informiert


| 22.12.2006 19:44 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Hallo Forum,

ich sollte zum 1.1.2006 beruflich nach Nürnberg ziehen. Ich habe mir dort zum 1.12.05 eine Wohnung angemeldet. Diese Wohnung habe ich nie genutz und sämtliche Heizungen waren nicht in Betrieb. Zum September 2006 habe ich die Wohnung gekündigt. Meinen Strom sowie Warmwasser bezog ich von einer Firma (N-ERGY).

Vor vielen Monaten bekam ich meine Stromnachzahlung nach Erfurt geschickt. Diese habe ich korrekterweise bezahlt (da es sich nur um Cents handelete und ich keine Lust auf einen Streit hatte).

Heute bekam ich meine Nebenkostenabrechnung. Ich soll 215€ nachzahlen, obwohl ich nie in der Wohnung war. Bei einem Telefonat wurde mir gesagt, dass mein Verbrauch geschätzt wurde. Dies ist aber erst erlaubt, wenn 3 Termine zum ablesen fehlgeschlagen sind. Ich wurde aber nie über irgendwelche Termine informiert. Weder per Brief noch per Telefon. Da ich ja bereits meine Stromrechung bekam, muss meine Adresse ja korrekt sein.

Muss ich diese horende Nachforderung bezahlen?
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich gehe davon aus, dass Sie sich nicht gegen die Nebenkostenabrechnung des Vermieters wehren, sondern gegen eine Nachzahlung der Warmwasserkosten gegenüber N-ERGIE.

Üblicherweise erfolgt bei Auszug aus einer Wohnung eine Selbstablesung durch den Kunden. Dieser teilt die Verbrauchswerte dem Versorger mit, der entsprechend abrechnet. Dies haben Sie augenscheinlich nicht getan.

Eine Ablesung durch das Unternehmen erfolgt regelmäßig in gleichen Abständen, wobei es nicht üblich ist, dass sich die Ableser anmelden. Wird der Kunde nicht angetroffen, hinterlassen die Ableser meist eine Nachricht im Hausbriefkasten. Eine Verpflichtung, den Kunden unter einer anderen Adresse anzuschreiben oder anzurufen gibt es weder in der gesetzlichen, noch in den üblichen vertraglichen Regelungen.

Eine Regelung, dass eine Schätzung erst nach dem dritten Termin möglich ist, existiert ebenfalls nicht. Die AVBEltV und die üblichen Geschäftsedingungen setzen ledglich voraus, dass eine Ablesung nicht möglich war. Die Schätzung erfolgt dann auf Basis der letzten Ablesung. Die tatsächlichen Verhältnisse sind nur zu berücksichtigen, sofern sie bekannt sind.

Im Einzelnen empfehle ich, die Allgemeinen Geschäftsedingungen des Versorgers noch einmal genau durchzusehen und bei Bedarf einem Anwalt vorzulegen. Allein aufgrund der fehlenden Terminvereinbarung werden Sie sich aber kaum mit Erfolg gegen die Nachforderung wehren können.

Mit freundlichen Grüßen

Kaussen
Rechtsanwalt
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"Vielen Dank für die schnelle und realistische Antwort. Ich werde versuchen mit der N-ERGY eine gutliche Einigung erzielen. "