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Warenkreditbetrug in mehreren Fällen


26.12.2010 18:03 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo,

Ich bin jetzt 18 Jahre alt und habe mit 16 großen Mist gebaut. Ich habe bei Otto Waren im Gesamwert von 1100€ gekauft, die ich nicht mehr bezahlen konnte. Meine Mutter hat die betreffenden Firmen angeschrieben und darauf hingewiesen, dass ich minderjährig und beschränkt geschäftsfähig bin und sie den Käufen nicht zugestimmt hat und der Vertrag folglich nichtig sei. Darauf kam eine Anzeige wegen Warenkreditbetruges in mehreren Fällen. Ich war darauf bei der Polizei und habe dort ausgesagt, dass ich das Geld bezahlen wollte. Ich bekomme zu Weihnachten und Geburtstag (im November) zusammen ca. 1200 € geschenkt. Damit wollte ich die Forderungen bezahlen! Allerdings hat meine Mutter unerwartet verlangt, dass ich dieses Geld zum gemachten Führerschein beisteuern sollte. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich nicht getraut, etwas zu sagen und habe es bis zum geht nicht mehr hinausgezögert, bis es schon zu spät war.

Es kam vor kurzem ein Schreiben der Staatsanwaltschaft, dass öffentliche Anklage erhoben wird. Es sei nicht entscheidend, dass ich das Geld zahlen wollte, sondern dass ich unter dem Namen meiner Eltern (Kundenkonto läuft unter Namen meiner Mutter) und auch unter Angabe eines falschen Alters versucht habe mir einen Vermögensvorteil zu verschaffen.

Die offenen Beträge sind bereits beglichen. Mittlerweile habe ich auch den Termin für die Hauptverhandlung vor dem Jugendgericht bekommen.

Meine Fragen sind:
Was blüht mir im schlimmsten Fall?
Soll ich mir einen Anwalt nehmen?
Ist die Verhandlung öffentlich?
Wie soll ich mich verhalten?
26.12.2010 | 18:30

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller/in,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzten kann, sondern ausschließlich den Zweck hat, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Nun zu Ihrer Frage, welche ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Ich gehe einfach Ihre Fragen durch:

1."Was blüht mir im schlimmsten Fall?"

Das kommt letztlich darauf an, ob Sie sich des Betruges strafbar gemacht und wenn ja, wird abgewogen, was für und was gegen Sie spricht.

a.
Möglicherweise kann man argumentieren, dass Sie keinen Vorsatz zum Betrug hatten. Das geht aus Ihrem Sachverhalt nicht zweifellos hervor. Freilich davon getrennt wird es schwer, dies glaubhaft zu machen. Ich als Rechtsanwalt könnte dies wohl erst abschließend aus einem Gespräch und der Akte beurteilen (s. 2.). Wenn Sie eigentlich bezahlen wollten, aber nicht konnten, dann könnte es am Vorsatz zum Betrug mangeln und Sie würden freigesprochen. Das halte ich nach den bisherigen Informationen jedoch für nicht ganz leicht.

b.
Wenn Sie nicht vorbestraft sind, spricht neben diesem Fakt für Sie, dass der Betrag beglichen ist. Insofern könnte eine Einstellung wegen Geringfügigkeit noch in der Hauptverhandlung erreicht werden.
Ansonsten dürfte eine geringe Jugendstraße in Gestalt einer Weisung, Verwarnung oder Auflage in Betracht kommen. Die Jugendstrafen finden Sie in 9 ff Jugendgerichtsgesetz.

2."Soll ich mir einen Anwalt nehmen?"

In jedem Fall. Das sage ich nicht, weil ich die Kasse meiner Kollegen aufbesser will, sondern weil die Erfahrung sagt, dass ein Anwalt den Sachverhalt so kommunizieren kann, dass es Ihnen am meisten nützt. Das wird zwar dann nicht ganz billig, es lohnt sich vor dem Hintergrund, dass der Anwalt auf Ihren Vorteil achtet und diesen in den Vordergrund der Vertretung stellen kann.

Zudem - und das ist ein viel wichtigeres Argument - kann der Anwalt in die Akte sehen und so den Sachverhalt besser überblicken, als Sie es können.

3."Ist die Verhandlung öffentlich?"

Nein, da es sich um ein Jugendverfahren handelt.

4. "Wie soll ich mich verhalten?"

Das wird Ihnen der Anwalt anhand der Akteneinsicht erklären. Vorher ins Blaue hinein Tipps zu geben, ist unprofessionelles Verteidigerhandeln.


Ich hoffe Ihnen weiter geholfen zu haben und stehe Ihnen gerne im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Marek Schauer
Rechtsanwalt


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