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Warenkreditbetrug - Anzeige zurücknehmen?

| 19.06.2011 17:37 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin


guten tag, ich habe ein schreiben der polizei bekommen, dass ich ales beschuldigte wegen warenkreditbetrug vorgeladen werde.
die fa., welche anzeige gestellt hat,hat diese, nachdem ich gezahlt und mich entschuldigt habe für mein verhalten, die anzeige zurück genommen.muss ich trotzdem zu der vorladung, obwohl die anzeige zurück genommen wurde? kann das konsequenzen habe, wenn ich nicht zum termin erscheine. danke für die antwort.

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Leider muss ich hier zunächst einen recht weit verbreiteten Irrtum aufklären.

Nach erfolgter Anzeigeerstattung liegt es in den allermeisten Fällen nicht mehr in der Hand des Anzeigeerstatters, das Ermittlungsverfahren wieder zu stoppen. Sprich: eine Anzeige kann man nicht so einfach zurücknehmen.

Das Strafgesetzbuch unterscheidet nämlich zwischen sogenannten Antragsdelikten und Offizialdelikten.

Offizialdelikte sind stets von Amts wegen zu verfolgen, sobald die Ermittlungsbehörden Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Straftat erhalten. Das ist hier mit der Anzeigeerstattung geschehen.

Der Betrug zählt zu den Offizialdelikten. Ihr Vertragspartner konnte das Ermittlungsverfahren daher zwar mit seiner Anzeige in Gang setzen, er kann das Ermittlungsverfahren aber jetzt nicht mehr durch "Rücknahme" seiner Anzeige stoppen.

Ich rate Ihnen daher, nicht zum polizeilichen Vernehmungstermin zu erscheinen, durch einen Anwalt Akteneinsicht nehmen zu lassen und danach über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

Wenn Sie den polizeilichen Vernehmungstermin nicht wahrnehemen, hat dies keine negativen Konsequenzen für Sie, man wird dies so auslegen, dass Sie zunächst Ihr Schweigerecht in Anspruch nehmen.

Zunächst zu den Tatvorwürfen zu schweigen, stellt ein elementares Recht des Beschuldigten dar, aus dem keine negativen Schlüsse gezogen werden dürfen. Ein solches Vorgehen ist vielmehr üblich.

Im übrigen möchte ich zu Ihrer Beruhigung darauf hinweisen, dass Sie den Schaden wieder gutgemacht haben und Ihr Vertragspartner offenbar kein Interesse mehr an Ihrer Strafverfolgung hat. Das setzt die Gesamtsituation grundsätzlich erstmal in ein milderes Licht.

Ich hoffe Ihnen auf dieem Weg eine erste rechtliche Orientierung ermöglich zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jeromin
Rehctsanwalt
Fachanwalt für Strafrecht

Bewertung des Fragestellers 19.06.2011 | 18:26

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