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Warenkreditbetrug


14.01.2007 18:27 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ernst G. Mohr



Guten abend

ich habe ein problem am Freitag erhielt ich eine Vorladung zur
Polizei wegen obengenannten Sachverhaltes.

Jedoch bin ich mir keiner Schuld bewußt,richtig ist das ich bei einem Möbeldiscount Warenbestellt habe meine Frau bezahlte diese Möbel von Ihrem Konto mittels Lastschrift und die Waren wurden geliefert (im übrigen hatten wir schon mehrmals dort Möbel gekauft ohne Probleme)nun bekam ich diese Vorladung,meine Frau bekamm nicht mit da wir gerade neu Bauten und auch gerade unser neues Heim bezogen das die Lastschrift nicht eingelöst wurde wir bekammen von unserer Bank und auch von dem Möbeldiscount keine Mitteilung das die Lastschrift nicht eingelöst wurde dies ist meiner Frau auch zum ersten mal passiert.Als die Vorladung kam hat meine Frau den Betrag angewiesen.Es stand nie in unsere Absicht die Waren nicht zu bezahlen.Wir hatten erst kurz vorher unser Eigenheim gewinnbringend verkauft und Bauten ja gerade ein neues Heim.
Meine Frage nun da ich die Sachen zwar bestellt habe aber meine Frau diese bezahlt hatt bin ich der richtige Beschuldigte?und was passiert falls meine Frau nun Angezeigt wird.Nochmals wir wollten keinen Betrügen und haben nach bekannt werden auch gleich die gesamt Summe überwiesen.

Ich danke im Voraus für eine Sachkundige beantwortung


MFG Quasi1

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Sehr geehrter Ratsuchende,

die Begehung eines Betruges setzt eine vorsätzliche Begehungsweise voraus. Hier können Ihrerseits gute Gründe angeführt werden, die gegen einen Vorsatz sprechen. Insoweit führen Sie in der Frage an, dass Sie über die finanziellen Mittel zur Zahlung verfügen (das Haus wurde gewinnbringend verkauft, der Betrag wurde dann ja auch angewiesen), Sie schon des öfteren bei dem gleichen Geschäft ohne Probleme bestellt haben, es das erste Mal war, in dem die Lastschrift nicht eingelöst wurde und Sie keine Absicht hatten, nicht beahlen zu wollen. Zusätzlich sollten Sie vorab noch bei Ihrer Bank anfragen, aus welchen Gründen genau die Lastschrift nicht eingelöst wurde, an welchem Tag die Lastschrift vorgelegt wurde, wie die vorangegangenen Buchungen aussehen und ob tatsächlich keine Benachrichtigung über die Rückgabe der Lastschrift erfolgte, etc. Dies sollte zeitlich noch entsprechend eingeordnet werden. Vielleicht ergeben sich auch hieraus für Sie weitere günstige Erkenntnisse.

Der Vorwurf wird zunächst einmal Ihnen gegenüber erhoben, weil Sie die Ware bestellt haben. Es wird somit im Rahmen der Beurteilung des Vorwurfes auf Ihr Wissen und Wollen ankommen.

Zur Vorgehensweise kann sich zudem empfehlen, zunächst über einen Anwalt Akteneinsichtnahme in die Ermittlungsakte zu beantragen und damit auch noch genauere Kenntnis über den genauen Sachverhalt, die Einzelheiten zu erhalten und erst dann schriftlich sich zum Vorwurf gegenüber der Staatsanwaltschaft zu äußern. Bei der Polizei müssen Sie zum Sachverhalt insoweit keine Angaben machen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesem Überblick geholfen zu haben und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Ernst G. Mohr

Nachfrage vom Fragesteller 14.01.2007 | 19:15

Am Freitag als ich die Ladung erhielt rief meine Frau gleich bei
der Bank an um abzuklären ob tatsächlich die Lastschrift nicht eingelöst wurde wie bereite erwähnt ist es das Konto meiner Frau
und Ihr wurde mitgeteilt das sich wohl Zahlungseingang und Lastschrift überschnitten haben Sie müssen wissen zum 30.jeden Monats ist das Gehalt meiner Frau und meines auf dem Konto.Bezahlt wurde am 29.06.2006 um 18 Uhr 12.Da nun aber alles bezahlt ist verstehe ich nicht warum evtl.eine Strafe zu verhängen ist zumales wirklich nicht unsere Absicht war das Möbelhaus zu betrügen.

Kann meine Frau weiterhin belangt werden?
Muß ich mit einer Verhandlung rechnen?


MFG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.01.2007 | 19:39

Auch der Umstand, dass sich Zahlungseingang und Lastschrft überschnitten haben spricht ebenfalls für ein Handeln ohne Vorsatz. Die Chancen, dass das Verfahren eingestellt wird, weil sich eben gerade der ursprüngliche Vorwurf nicht bestätigt hat, halte ich hier für gut. Die sogenannte Einstellung des Verfahrens führt also damit zur Beendigung des Verfahrens. Eine Strafe wird somit bei der Einstellung gerade nicht ausgesprochen.

Sollte die Staatsanwaltschaft wider erwarten zum Ergebnis kommen, dass der Vorwurf hier berechtigt sei, die Tatbestandsmerkmale des Betruges erfüllt seien, so könnte diese entweder das Strafbefehlsverfahren wählen oder öffentliche Anklage erheben. Gegen den Strafbefehl wäre dann fristgerecht Einspruch einzulegen. Es käme dann zur Verhandlung vor Gericht. Ich denke aber - wie bereits gesagt - dass die Chancen, eine Einstellung des Verfahrens und damit eine Beendigung zu erreichen, recht gut sind.

Gegen Ihre Frau wird - so verstehe ich Sie jedenfalls - kein Verfahren geführt. Ich glaube auch nicht, dass es hierzu kommt, da der Kauf von Ihnen getätigt wurde und in zeitlicher Hinsicht für die Beurteilung des Vorwurfes im wesentlichen auf den Zeitpunkt des Kaufes/Bestellung abzustellen ist.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Ernst G. Mohr

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