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Warenkreditbetrug, habe Forderung bereits beglichen, was droht?

03.07.2009 18:46 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Hallo,

habe vor einem Jahr einen Warenkreditbetrug begangen und musste jetzt kurzerhand zur Polizei meine Aussage machen. Da ich zu der Zeit unter Depressionen gelitten habe, kann ich mich gar nicht mehr wirklich daran erinnern. Die Forderung wurde mitlerweile von mir beglichen, so dass keine Forderungen (ca. 300 EURO inkl. Inkasso und Ra-Gebühren) seitens des Versandhauses mehr besteht. Habe jetzt einfach ein Geständnis abgelegt, da ich Angst davor habe, noch mehr Schwierigkeiten zu bekommen. (da ich einige Monate zuvor auch wegen Warenkreditbetruges geladen wurde. Das Verfahren wurde eingestellt und ich wurde zu einer kleinen Strafe für einen wohltätigen Zweck verurteilt)

Der Kripobeamte hat mir erklärt, dass es nicht OK war, was ich gemacht habe und jetzt mit den Konsequenzen leben muss und nicht mehr mit einer kleinen Strafe auskommen werde. Es wurden auch Lichtbilder und Fingerabdrücke von mir genommen.

Er hat mir auch gesagt, dass es sein könnte, dass ein Haftbefehl gegen mich erlassen werden könnte mit einer Strafe bis zu ca. 1000 EURO. Stimmt das? Was könnte auf mich zukommen? Muss ich dann wirklich ins Gefängnis? Habe noch zwei kleine Kinder und bin mit dem Dritten Schwanger.

Bitte helfen Sie mir mit einer baldigen Antwort. Habe meinem Mann nichts davon erzählt. Mein Mann bekommt jetzt auch noch eine Vorladung als Zeuge hat mir der BEamte gesagt. Habe Angst, dass er von meiner Dummheit erfährt.

Hatte sonst noch keine Vorstrafen.


Sehr geehrte Ratsuchende,

unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben und Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Fragen wie folgt beantworten:

Ein Warenkreditbetrug gem. § 263 StGB kann mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden.

Allerdings dürfte in Ihrem Fall die Aussage des Polizeibeamten sehr übertrieben sein und mit einer Haftstrafe ist nicht zu rechnen.

Da Ihr Geständnis gegenüber der Polizei in der Welt ist, sollten Sie, falls noch nicht geschehen, unbedingt gegenüber der zuständigen Polizei bzw. Staatsanwaltschaft noch schriftlich folgende Angaben machen:

- den Nachweis übersenden, dass die gesamten Forderungen des Warenhauses ausgeglichen sind,
- mitteilen, dass Sie zwei kleine Kinder haben mit Altersangaben sowie Mitteilung Ihrer Schwangerschaft
- Angaben über Ihre persönlichen Einkünfte. Falls Sie nicht erwerbstätig sind, dies bitte unbedingt mitteilen. Falls das Einkommen Ihres Mannes nicht überdurchschnittlich hoch ist, auch hierzu Angaben machen.
- darauf hinweisen, dass es Ihnen leid tut und dass es eine große Dummheit war.

Unter diesen Voraussetzungen kann mit viel Glück nochmals eine Einstellung erfolgen, wahrscheinlicher ist allerdings ein Strafbefehl, in dem Sie zur Zahlung einer Geldstrafe verurteilt werden. Wie hoch diese ausfällt, kann natürlich von hier aus nicht beurteilt werden.
Auch eine Vorladung Ihres Mannes als Zeuge ist damit unter Umständen entbehrlich. Dies liegt allerdings im Ermessen der Ermittlungsbehörde.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Ute Bildstein
Rechtsanwältin

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