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Warenkredibetrug


| 10.03.2007 16:07 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Hallo,
ich habe vor kurzem fesgestellt,das mein Freund Waren im Werte von knapp 3.000 Euro auf meinem Namen bestellt hat. Dies habe ich leider nicht mitbekommen,da ich den ganzen Tag gearbeitet habe und er bei mir zu hause war. Naja,das problem ist jetzt,das er zwischenzeitlich schon seit knapp 2 monaten im knast sitzt. ich muss noch dazu sagen,das er seit langer zeit scherzmittel abhängig war und zwar von tramadol! Das hab ich erst so nach und nach erfahren. Naja,er musste wegen seiner sucht oft ins krankenhaus fahren um an diese medikamente zu kommen.Er hat sich meistens unter einem falschen namen im krankenhaus angemeldet. In einem krankenhaus war er zweimal (unter falschen namen)in dem hat aber eine krankenschwester ihn wieder erkannt und daraufhin die polizei gerufen. Diese hat dann festgestellt,das auch noch ein anderer betrug bei ihm offen ist. Er hatte mal eine strafe von 3 jahren auf bewährung bekommen und irgendwie war die sache noch nicht hundert pro abgeschlossen.So das er jetzt die strafe bis august absitzen muss. Das mit dem betrug bei den krankenhäusern läuft noch. Er ist mittlerweile von den tabletten weg,weil er im knast eine therapie gemacht hat. Mit der therapie will er auch noch weiter machen,wenn er wieder draußen ist,auch eine damit er sein leben mal in den griff bekommt. Also meine frage ist nun (auch wenn das alles gerade völlig verwirrend ist) Wenn ich nun eine anzeige gegen ihn erstatte,wegen warenkreditbetrug beim versandhaus,wieviel würde er dann noch mal aufgebrummt bekommen? Nein,ich will ihm nichts rein würgen,ich bin dabei ihm zu helfen. Denn er hat ja bestellt als er unter einfluss von diesen tramaldol war,er ist dann doch nicht wirklich geschäftsfähig gewesen,oder? Ich weiß jetzt nicht wirklich was ich machen soll. Denn er ist auch sehr labil und hat sich auch schon früher mal versucht das leben zu nehmen.Er war auch schon beim psychologen und momentan muss er auch antidepressiva nehmen,da ihm erst jetzt so richtig bewusst wird,was er für ein mist gebaut hat.Ist alles etwas schwierig und vielleicht unverständlich aber ich weiß jetzt nicht wirklich was ich tun soll.Danke schon mal für eine schnelle antwort. gruß
Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfragen beantworte ich wie folgt:

Die Bewährung aus den drei Jahren wurde offensichtlich widerrufen,
da Ihr Freund deswegen derzeit in Haft ist.

Er ist-was seine weiteren Handlungsweisen anbelangt(Warenkreditbetrug,Krankehaus unter falschem Namen,um an
Medikamente zu kommen) deshalb einschlägig vorbestraft.

Ob jemand,der unter Drogeneinfluss Straftaten begeht(s.o.),schuldfähig ist und damit bestraft werden kann,ist eine
medizinische Frage.Es kommt auf die Intensität der Droge,das etwaige Zusammenwirken von mehreren verschiedenen Substanzen(Medikamente,Antidepressiva ),sowie die körperliche Konsistenz an.
Nicht jeder,der also bei der Begehung von Straftaten(=hier Vorsprache im Krankenhaus,Warenkreditbetrug zu Ihren Lasten)
unter Drogeneinfluss steht,ist schuldunfähig.

Soweit Ihr Freund trotz Tramaldol schuldfähig war,(also,juristisch ausgedrückt,das Unrecht seiner Tat erkennen konnte),können durchaus für die aktuellen Straftaten weitere Haftstrafen drohen .

Unter diesem Aspekt ist es auf jeden Fall besser ,den Freund nicht anzuzeigen ,da die Strafverfolgungsbehörden von dem Warenkreditbetrug -dies entnehme ich Ihren Ausführungen-aktuell nichts wissen.


Es kann aber auch sein,dass(bei Schuldfähigkeit) die beiden Vorgehensweise gegenüber dem Krankenhaus allein schon für eine
weitere Haftstrafe ausreichen.Ob dies tatsächlich der Fall ist und welche etwaige weitere Haftstrafe ausgesprochen werden könnte,
hängt u.a.von dem Umfang des zu Lasten des Krankenhauses entstandenen
wirtschaftlichen Schadens ab(z.B Behandlungskosten,Kosten für die
Medikamente,bezogen auf beide dortigen Vorsprachen).
Hierbei wird auch bewertet,dass zwei Betrugshandlungen Ihres
Freundes gegenüber dem Krankenhaus vorliegen und dass er einschlägig vorbestraft ist(s.o.).


Soweit Ihr Freund bei der Tatbegehung(s.o.)schuldunfähig war,
,also sein Fehlverhalten gar nicht erkennen konnte(das Gericht hört hierzu einen Mediziner ),liegt keine Straftat vor.
Wer nicht erkennen kann(z.B.durch Drogeneinfluss),dass der eine
Straftat begeht,darf nicht bestraft werden.
In diesem zuletztgenannten Fall kann aber (nicht zwingend) eine
vorübergehende Einweisung in eine geschlossene oder offene Einrichtung(psychiatrisches Krankenhaus) gerichtlich angeordnet
werden,auch als etwa notwenige Begleittherapie zur aktuellen ambulanten Behandlung(=Psychologe).



Mit freundlichen Grüßen

Dorothee Mertens

Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 10.03.2007 | 17:20

Danke für ihre schnelle und ausführliche antwort.Das hat mir jetzt schon etwas geholfen.
Eine frage hätte ich da aber noch. Was mache ich nun mit der offenen rechnung von 3.000 euro vom versandhaus? Ich habe denen schon gesagt das ich betrogen worden bin,aber nicht von wem. Die meinten dann,das ich eine anzeige gegen unbekannt machen soll. Das kann ich ja nicht machen,weil ich ja weiß wer es war und das dann sowieso raus kommen würde.
Sollte ich vielleicht versuchen mit denen eine ratenzahlung zu vereinbaren? Denn diese große summe kann ich nicht sofort bezahlen. Ich habe eh schon demnächst einen termin bei der Schuldnerberatung. Was würden sie mir nun raten? gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.03.2007 | 15:11

Sehr geehrte Fragestellerin

auf Ihre neue Frage nehme ich Bezug.

Ich schicke Ihnen insoweit eine direkte Mail.



Ich wünsche noch einen schönen Sonntag.


Mit freundlichen Grüßen

Dorothee Mertens

Rechtsanwältin

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