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Wareneinkauf auf fremden Namen


22.11.2015 23:21 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Busch



Hallo, ich bitte höflich zu folgendem Problem um Rat.
Ich habe als leitender Angestellter eines kleines Handwerksbetriebes im Auftrag der Geschäftsleitung über meinen Account bei einer bekannten Internetplattform über Jahre hinweg Waren und Betriebsmittel eingekauft.
Diese Waren standen zu 100% in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Betrieb und sind auch eindeutig zuordnungsfähig.
Der jeweilige Kaufpreis wurde über einen an die Internetplattform angeschlossenen Bezahldienst direkt vom Geschäftskonto abgebucht. So weit, so gut.
Allerdings sind ein Großteil der Einkäufe auch von Privat und es wurden hierbei keine Rechnungen im eigentlichen Sinne erstellt.
Als Nachweis für den Kauf haben wir in solchen Fällen den Transaktionsbeleg des Bezahldienstes zu den Akten gelegt.
Dieser enthält die Warenbezeichnung, den Kaufpreis, den Namen des Verkäufers, dessen Emailadresse sowie die Versandadresse mit meinen Namen (da ich ja über meinen Account eingekauft hab). Leider nicht die vollständige Adresse des Verkäufers. Auch kann man diese Adresse über die Internetplattform nicht mehr herausfinden, zumindest gibt der Anbieter sie nicht ohne Weiteres heraus.
Die Kaufsummen der Artikel gliedern sich in 10% bis 10 Euro, 60% 11 bis 150 Euro, 25% 151 bis 1500 Euro, der Rest darüber.
Insgesamt sprechen wir im Laufe der Jahre von einer Gesamtsumme im hohen fünfstelligen Bereich.
Im Zuge einer extern durchgeführten Steuerprüfung wurde nun die Rechtmässigkeit dieser Geschäftsvorgänge bezweifelt und die Berücksichtigung in den Steuererklärungen abgelehnt. Dies hat für den Betrieb inzwischen existentielle Ausmaße angenommen.
Welche Möglichkeiten gibt es nun für den Betrieb und ggf. mich, diese Transaktionen steuerrechtlich gesetzeskonform und entsprechend wirksam in den betreffenden Erklärungen anzugeben oder muss man sich damit abfinden, das diese nicht anerkannt werden. Die umsatzsteuerrechtlichen Anwendungen sind bekannt.
Vielen Dank für Ihre Bemühungen
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Angesichts des von Ihnen beschriebenen, existenzbedrohenden Ausmaßes sollten Sie sich keineswegs damit abfinden.
Wenn die Nutzung der Gegenstände für das Unternehmen ohne weiteres nachgewiesen werden kann, beispielsweise durch Zeugenaussagen, so kann auch dies genügen. Sofern die Gegenstände noch vorhanden sind und genutzt werden, sollte dies unproblematisch sein. Wenn diese Gegenstände teilweise weiter veräußert worden sind, so lässt sich ggf. aus den Rechnungen und der dort üblicherweise enthaltenen Aufzählung der Rechnungspositionen eine Verbindung herstellen.

Den einzigen, richtigen Beleg gibt es nicht, vielmehr müssen Sie für jeden Gegenstand individuell prüfen, wie der Beweis geführt werden kann.

Diese Ausführungen betreffen nun den Betriebsausgabenabzug an sich. Im Hinblick auf die Umsatzsteuer bzw. den Vorsteuerabzug - sofern dieser das Problem darstellt - so benötigen jeweils eine ordnungsgemäße Rechnung mit allen Pflichtangaben, hieran führt leider kein Weg vorbei.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
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