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Warenbetrug und Jugendstrafrecht

| 05.10.2009 23:56 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

mich belastet seit Monaten schon eine Frage.

Kurze Beschreibung:

A hat sich mit 18 Jahren, direkt nach der Schule mit einem Online-Handel selbständig gemacht, und wollte einen Kredit beantragen. Kreditverträge kamen, inkl. Versicherungsbögen unter dem Vorwand dass man bessere Chancen hätte etc. Nach 2 Wochen kam dann bei allen ca. 30 Kreditanträge die Absagen, aber da A nicht bemerkt hatte, das die Versicherungsverträge nach 2 Wochen nichtmehr Wiederrufbar sind, kamen nach Wochen, Rechnungen, Inkassounternehmen, Rechtsanwälte mit Forderungen. Person A hat Mai 09 das Regelinsolvenzverfahren angemeldet, das auch am Juni09 eröffnet worden ist. Schließlich hat Person A `s Freundin ihn verlassen, und er lies alles schleifen. Von ca. 8-10 Kunden kam Geld, das A auf gut Deutsch in Alkohol investierte, oder ausgab, ohne die Waren zu liefern. A wollte die Personen hinhalten, in der Hoffnung das Geld auftreiben zu können, A hat bei 2 Auktionshäuser eine falsche Adresse angegeben. Person A lies alles hängen. 3 Betrugsanzeigen liegen gegen ihn bis jetzt vor. Die Forderungen werden aus Insolvenz genommen. Person A ist auf 400,00€ Basis beschäftigt. A hatte zwar öfters mit der Polizei zu tun, (Verstoß gegen das Waffengesetz im Alter von 14 Jahren und 2 Tagen - war mit 6 Arbeitsstd erledigt), Missbrauch von Notrufnummern (Gerichtsverhandlung, freigesprochen), daher nicht vorbestraft.
Die Forderungen sind circa 2500-3000 Euro.
Kommt Person A ins Gefängnis?

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Frage, die ich gerne im Rahmen einer ersten Einschätzung beantworte:

Wenn Person A 18 Jahre bzw. jedenfalls unter 21 Jahren ist, wenn es tatsächlich nur um diese drei Betrugsanzeigen geht mit einem Gesamtschadensvolumen von ca. 3000 € dann kommt Person A nach aller Wahrscheinlichkeit nicht ins Gefängnis. Höchstwahrscheinlich kommt für ihn noch das Jugendstrafrecht zur Anwendung, so dass mit Sozialstunden, Freizeitarresten oder allenfalls - aber unwahrscheinlich - Dauerarrest zu rechnen ist. Von Einfluß ist natürlich das Verhalten von A, zum Beispiel der Versuch den Schaden durch Arbeit wieder gutzumachen. Ob ein Geständnis sinnvoll ist sollte der Absprache mit einem Verteidiger vor Ort überlassen bleiben. Dieses wirkt sich besonders dann strafmildernd aus, wenn dadurch umfangreiche Zeugeneinvernahmen erspart werden und Verfahren abgekürzt werden können.

Ich hoffe, dass meine Auskünfte Ihnen geholfen haben und eine erste Orientierung in der Sache ermöglichen. Bitte berücksichtigen Sie, dass dies auf der Grundlage der von Ihnen gegeben Informationen beruht. Abweichungen, die Ihnen geringfügig erscheinen mögen, können schon zu erheblich unterschiedlichen Bewertungen in der Angelegenheit führen.

Sehr gerne können Sie mich in dieser Angelegenheit auch beauftragen. Dank Email, Fax und Telefon stellt auch die Vertretung über größere Entfernung kein Problem dar.

Ich wünschen Ihnen und Person A alles Gute und verbleibe

Nachfrage vom Fragesteller 06.10.2009 | 00:37

Hallo,

zuersteinmal möchte ich mich bei Ihnen, für Ihre schnelle Beantwortung bedanken!

Person A wurde ja bis jetzt zumindest 3x angezeigt, Forderungen von diesen 3 sind ca. 1000€ . Wie beschrieben könnten es aber 8-10 Anzeigen werden (vorrausgesetzt alle zeigen an, die Taten waren Anfang des Jahres).

Wenn alle anzeigen, sind es zwischen 2500 - 3000€ mehr 100%ig nicht, eher aber 2500€!

Von daher ist aber eine mehr monatige / jährige Haftstrafe ausschließbar da Person A nicht vorbestraft ist, und zumindest versucht mit seinen 400€ irgendwie, irgendetwas abzustottern?!

Kann Person A Sie auch per Beratungshilfeschein beauftragen
und würde A so einen Schein bekommen?

Würde A dann mit Ihnen im Gericht sein
- da die Entferung ziemlich groß ist?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.10.2009 | 01:08

Sehr geehrter Fragesteller,

sehr wahrscheinlich werden die Verfahren zusammengelegt. Auch wenn nach Abschluß eines Verfahrens neue dazukommen gibt es die Möglichkeit der Gesamtstrafenbildung. Auch bei der von Ihnen geschilderten Anzahl von Verfahren würde ich eine Haftstrafe auf Bewährung immer noch für eine Überraschung halten - und eher mit milderen Strafen rechnen.

Das Strafrecht kennt den Beratungshilfeschein nicht - es wäre zunächst festzustellen, ob aufgrund der Jugend des Täters, der Anzahl von Straftaten etc. Pflichtverteidigung gewährt würde.

Da ich mehrmals im Jahr in nur geringer Entfernung Ihres Wohnortes bin, ließe sich eine Vertretung durch mich u.U. durchaus einrichten. Rufen Sie gerne meine Kanzlei an oder senden Sie eine Email, um die Einzelheiten zu besprechen.

Freundliche Grüße

N. Unruh
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 06.10.2009 | 01:24

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