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Warenbetrug


06.05.2007 19:24 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo,

ich hatte einen Versandhandel im Internet und habe innerhalb zweieinhalb Jahren mehr als 30.000 Kunden bedient. Natürlich gabe es hie rund da Probleme die aber nie nennenswert waren, ausser einer Geschichte bei dem ich 3 Anzeigen erhalten habe von Kunden die Ihre Ware angeblich nicht erhalten haben.

Ich konnte bei der Polizei nachweisen das ich die Waren ausgeliefert habe diese aber beim Nachbarn abgegeben wurden oder aber auch zurück kamen. Trotzdem habe ich vom Gericht eine Geldstrafe von 1800,- EUR erhalten und diese bezahlt.

Dies war im Jahr 2004. Im Jahr 2005 habe ich meine Firma verkauft da ich mit Leuten in verbindung kam die mit mir eine grössere Firma gründen und es noch weiter ausbauen wollten. Diese Leute wahren sehr vertrauenswürdig da diese sehr grosse Geschäftsmänner wahren.

Nachdem ich die Firma verkauft habe, musste ich feststellen das der Käufer wegen gewissen Problemen ins Gefängniss kam und ich nun da stand und die Firma ja weiter lief. Ich entschloss mich das Online Portal vorrübergehend zu schliessen damit nicht noch weitere Bestellungen ausgeführt werden. Die bis zum dem Tag ausgeführten Bestellungen wurden von mir auch ausgeführt.

Jetzt hat sich herausgestellt das es noch ca. 120 Kunden gab die keien Waren bekommen haben und ich aber weder auf der Bank noch sonst wo den Zugriff hatte diese zu erledigen.

Es handelt sich um einen Betrag von 14.000,-EUR.

Es haben alle Kunden die Anzeigen zurück gezogen!

Ich habe diesen Betrag innerhalb 2 Jahren langsam aber sicher an alle Kunden abbezahlt. Jetzt gibt es eine Hauptverhandlung bei dem ich des Betruges angeklagt bin.

Mit was für eine Strafe muss ich rechnen da ich ja ca.1 Jahr vor den angeblichen Taten ja diese 1800,- EUR bezahlen musste. Ich gelte ja als vorsbestraft oder?

Wird bei der Verhandlung berücksichtigt das ich 30.000 Kunden erfolgreich beliefert habe und das diese Kunden die Geldbekommen von 2 Tagen sind und ich zweieinhalb Jahre erfolgreich tätig war? Ich habe ja auch das Geld niemals vom Konto abgehoben oder sowas in der Art. Die Bank hat es eingehalten da mir ja die Firma nicht mehr gehört und der neue Besitzer im Gefängniss war.

Zu erwähnen wäre das ich auch sonst noch ca. 35.000,- EUR rundherum für die Firma im nachhinein bezahlt habe und auch noch am bezahlen bin ohne irgendwelche Verhandlungen vor Gericht oder sonstiges.

Die Verhandlung ist beim Schöpfengericht was das auch immer zu bedeuten hat.

Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar.
06.05.2007 | 19:48

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Sie meinen vermutlich ein Schöffengericht. Dies ist ein normales Strafgericht, bei dem neben Berufsrichtern auch Laienrichter an der Urteilsfindung beteiligt sind.

Ob Sie bei einer Geldstrafe vorbestraft sind, hängt nicht von der Gesamthöhe ab, sondern von der Zahl der Tagessätze. Wenn Sie zu mehr als 90 Tagessätzen verurteilt wurden, sind Sie vorbestraft.

Diese Vorstrafe würde das Strafmaß auch negativ beeinflussen, also erschwerend gewertet.

Dass es "nur" 120 von 30.000 Kunden waren, die keine Waren erhalten haben, wird das Strafmaß nicht mildernd beeinflussen.

Jedoch sollten Sie betonen, dass Sie keinen Zugriff auf deren Geld haben, wie Sie es oben dargestellt haben. Ohne diesen Zugriff haben Sie keinen Betrug begangen, da es schlicht am Vermögensvorteil für Sie mangelt.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, haben Sie die Firma verkauft, bevor diese fehlerhaften Verkäufe erfolgten. Hierbei verstehe ich nicht, wieso Sie diese fehlerhaften Verkäufe weiter abgewickelt haben, wenn die Firma Ihnen nicht mehr gehörte. Vielleicht können Sie dies kurz erläutern?
Vielleicht könnten Sie auch kurz erläutern, wieso Sie noch weiter Geld in eine Firma investieren, die Sie verkauft haben?

Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.


Nachfrage vom Fragesteller 06.05.2007 | 19:59

Hallo,

dies ist alles durch unwissenheit passiert da ich von allen seiten höre das ich dafür zuständig bin usw. Meine gutmütigkeit wurde auch von meinen Mitarbeitern immer ausgenutzt. Ich will nur alles hinter mich bringen.

Ich bezahle auch alles was anfällt und will nie wieder im Leben mit sowas zutun haben.

Die Geldstrafe war glaube ich mit 40 oder 50 Tagessätzen. Das werden die ja auch vor Gericht erwähnen und mit einbeziehen.

Ich habe jetzt gelesen das man nur vors Schöffengericht kommt bei einer Freiheitsstrafe ab 2 Jahren. Ist das so richtig? Dann kann ich mich ja gleich selbst einsperren.

Ich habe nachweislich keinen Zugang zum Geld gehabt (die Bank hat dies bestätigt).

Wird es nicht berücksichtigt das ich alles zurück gezahlt habe und die Kunden die Anzeigen zurückgezogen haben?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.05.2007 | 13:24

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie sollten unbedingt einen Strafverteidiger hinzuziehen. Alles andere wäre grob fahrlässig.

Dass Sie alles zurückgezahlt haben, könnte strafmildernd berücksichtigt werden.

Aber, wie gesagt, ziehen Sie einen Strafverteidiger hinzu.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

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