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Waren und Tankgutscheine

29.04.2008 21:51 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Sehr geehrte Rechtsanwälte,

können wir als Arbeitgeber Waren- oder Tankgutscheine z. B. anlässlich eines Geburtstages an unsere Mitarbeiter verschenken? Wenn ja, in welcher Höhe und wie muss dieser ausgestellt werden, damit diese auch von der Finanzverwaltung anerkannt werden?

Vielen Dank.


Sehr geehrte Fragestellerin,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Fragen wie folgt: Nach Maßgabe von R 8.1 Absatz 1 Satz 7 LStR 2008 liegt bei der Gewährung eines Gutscheins nur dann ein Sachbezug vor, wenn auf diesem Gutschein kein Betrag oder Höchstbetrag angegeben ist. Soweit der Warengutschein entsprechende Angaben enthält, handelt es sich stets um steuerpflichtigen Arbeitslohn, der sowohl der Lohnversteuerung als auch der Verbeitragung zur Sozialversicherung zu unterwerfen ist. Der Arbeitgeber sollte vor einer Lohnversteuerung von Sachbezügen prüfen, ob die Voraussetzungen für eine evtl. Steuerbefreiung vorliegen, z.B. für die Sachbezugsfreigrenze gem. § 8 Absatz 2 Satz 9 EStG :
Soweit der Wert der Sachzuwendungen, die mit dem ortsüblichen Endpreis am Abgabeort bewertet werden, im jeweiligen Kalendermonat insgesamt den Wert von 44 Euro (einschließlich Umsatzsteuer) nicht übersteigt, kann eine Lohnversteuerung unterbleiben. Ein Arbeitgeber stellt seinen Beschäftigten je Monat einen Gutschein mit folgendem Inhalt zur Verfügung: „Gutschein für 44 Liter Diesel, einzulösen bei der ABC-Tankstelle”. Weitere steuerpflichtige, einzeln zu bewertende Sachbezüge erhalten die Mitarbeiter nicht. Bei Hingabe des Gutscheins kostet der Liter Diesel 1 EUR. Im Zeitpunkt der Einlösung des Gutscheins beträgt der Dieselpreis je Liter 1,10 EUR. Der Arbeitgeber wird folglich mit (44 Liter x 1,10 EUR =) 48,40 EUR belastet.

Der Gutschein stellt eine Sachzuwendung dar. Die Ware wird durch die Treibstoffart und die Literangabe genau bezeichnet. Die Zuwendung ist nicht im Lohnsteuerabzugsverfahren zu erfassen, da die 44 EUR-Freigrenze nicht überschritten wird. Maßgebend ist der Dieselpreis im Zeitpunkt der Gutscheinausgabe . Dieser Zeitpunkt und der ortsübliche Vergleichspreis sind vom Arbeitgeber aufzuzeichnen, sofern keine Befreiung von der Aufzeichnungspflicht vorliegt (§ 8 Abs. 3 S. 2 LStDV). Für den Arbeitgeber besteht das Risiko, dass der Arbeitnehmer die ihm zur Verfügung gestellten Benzingutscheine „hortet“ und steigende Dieselpreise ausnutzt. Daher sollte auf dem Gutschein vermerkt werden, dass er innerhalb einer bestimmten Frist (z.B. 6 Wochen) einzulösen ist und sonst verfällt. Dies dürfte der Einordnung als Sachzuwendung nicht entgegenstehen.
Anlässlich eines Geburtstages ist die Hingabe eines Gutscheines an einen Mitarbeiter unproblematisch.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com.
Mit besten Grüßen
RA Hermes
auch Fachanwalt für Steuerrecht

www.kanzlei-hermes.com
Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Außerdem ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Daher kann diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies!

Rückfrage vom Fragesteller 30.04.2008 | 06:53

Vielen Dank für die Beantowortung Ihrer Frage. Die bedeutet also, dass z. B. ein wie folgt ausgestellter Gutschein nicht möglich ist: Gutschein von Herti mit einem Betrag in Höhe von 40,00 € ? Das bedeutet für uns, dass wir auch keine Gutscheine wie folgt aussellen lassen können: Gutschein in Höhe von 40 € für Blumen / Bücher oder ähnliches?

Vielen Dank nochmals für die Beantwortung

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 30.04.2008 | 08:40

Gibt der Arbeitgeber einen Warengutschein aus, der zum Bezug einer bestimmten, der Art und Menge nach konkret bezeichneten Ware oder Dienstleistung bei einem Dritten berechtigt, handelt es sich um einen Sachbezug, auf den die 44-EUR-Freigrenze anzuwenden ist. Ist jedoch auf dem Warengutschein neben der bezeichneten Ware oder Dienstleistung ein anzurechnender Betrag oder Höchstbetrag angegeben ( höchstens Ware im Wert von 44 EUR), ist kein Sachbezug, sondern Barlohn anzunehmen. Die Ware muss bezeichnet werden; es reicht nicht aus einen Gutschein für die Kaufhauskette Xy auszugeben.

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