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Ware verschickt angeblich beschädigt angekommen


13.02.2005 20:05 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Ich habe im September über EBAY einen neuen Teaktisch versteigert. Von diesen Tischen habe ich ca 10 Stück bei einem Ausverkauf gekauft. Bei Ebay habe ich ca. 50 bis 60 Geschäfte abgewickelt. Ich habe jeweils Neuware verkauft.

In der Mail, in der ich dem Käufer meine Bankverbindung zur Überweisung des Kaufpreises mitgeteilte, habe ich darauf hingewiesen, dass das Versandrisko ab dem Zeitpunkt der Ablieferung des Artikels beim Versandunternehmen auf den Käufer übergeht. Ich habe die Möglichkeit des versicherten Versandes angeboten. Diese Möglichkeit wurde vom Käufer angenommen.

Bevor ich den Tisch verschickt habe, habe ich ihn mir, da der Versand ca 30 Euro kostet und ich mir sicher sein wollte, dass es keine Reklamation gibt, angeschaut. Der Tisch war in einem einwandfreien Zustand. Ca. 3 Tage nach Erhalt des Tisches hat der Käufer mir mitgeteilt, dass der Tisch beschädigt sei. Auf den Bildern konnte ich den genauen Schaden nicht erkennen. Ich habe ihn gebeten, dies sofort dem Transportunternehmen zu melden, da es sich nur um einen Transportschaden handeln kann. Der Käufer hat mir mitgeteilt, dass es sich nicht um einen Transportschaden handle und die Verpackung einwandfrei sei. Nach ein paar Mails, habe ich den Käufer gebeten, den Tisch zurückzuschicken, damit ich mir den Schaden anschauen kann, es wäre ja möglich gewesen, dass es sich um eine Kleinigkeit handelt, die ich übersehen habe.

Als der Tisch zurückkam, war die Verpackung durch zwei nicht allzu große Löcher beschädigt. Der Schaden am Tisch war so groß, dass ich ihn nicht übersehen haben kann. So wie es aussieht, muß der Karton umgefallen sein und der Tisch dadurch beschädigt worden sein.

Ich teilte dem Käufer deshalb mit, dass die Reklamation nicht berechtigt sei ich aber kulanzhalber bereit bin den halben Kaufpreis zu erstatten, dieser setzte mir daraufhin eine Frist zur Rücküberweisung des Betrages.

Danach erhielt ich ein Schreiben eines Rechtsanwaltes, der mich aufforderte den Kaufpreis, seine Kosten und die Versandkosten zu überweisen, da ich nicht in der Lage sei Ersatz zu liefern und mangelhafte Ware geschickt habe. Daraufhin habe ich, um einem Rechtsstreit aus dem Weg zu gehen, angeboten einen einwandfreien Tisch kulanzhalber zu liefern, wenn dadurch die Angelegenheit erledigt ist.

Die von mir gesetzte Frist lief ab. Bei mir steht der beschädigte Tisch. Jetzt erhielt ich diese Woche einen Mahnbescheid auf Erstattung des Kaufpreises, Kosten des Anwaltes und Gebührenkosten.

Wie ist die Rechtslage? Bin ich verpflichtet zu zahlen? Wenn ja wie viel? Was kostet mich ein Rechtsstreit?

Vielen Dank

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Sehr geehrter Anfragender,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich wie folgt beantworten möchte:

1. Beweislast und Gefahrtragung
Bei einem Versandkauf geht das Risiko der Beschädigung mit der Übergabe an den Transporteur (hier wohl die Post) auf den Käufer über. Kommt es nach diesem Zeitpunkt zu einer Beschädigung zu einem Schaden, kann der Käufer hieraus keine Rechte geltend machen. Das haben Sie dem Käufer so richtig mitgeteilt.

Im Falle eines etwaigen Prozesses sind Sie dafür Beweispflichtig, dass die Ware vor Übergabe keine Mängel hatte. Als Beweis kann Ihre eigene Aussage nicht dienen, da Sie Partei des Verfahrens sein werden.

Falls jedoch ein Dritter (z.B. Ihre Frau) dabei war, könnte dieser ggf. als Zeuge aussagen. Dabei müsste der Dritte bezeugen können, dass

a. das Objekt vor dem Einpacken unbeschädigt war,

b. es ordnungsgemäß verpackt wurde,

c. und ohne Unfall / Beschädigung bei der Post abgegeben wurde.

Nur alle drei Tatsachen zusammen beweisen den Gefahrenübergang. Wenn Sie dies bejahen können, könnten Sie es auf einen Prozess ankommen lassen. Anderenfalls würden Sie - selbst wenn Sie absolut im Recht sind - aufgrund der Beweislastverteilung vermutlich verlieren.

Ferner sollten Sie unverzüglich eine Schadensmeldung bei dem Transporteur machen, um sich etwaige Regreßansprüche zu sichern. Im Falle eines Prozesses sollten Sie im übrigen dem Transporteur den Streit verkünden. So können Sie ggf. Ihren Schaden dort liquidieren und dabei die Tatsachenfeststellungen aus dem ersten Prozess verwenden.

2. Kostenrisiko
Ihre Frage, was Sie der Rechtsstreit kostet, kann aus den Angaben Ihres Sachverhaltes nicht beantwortet werden. Hierzu fehlt es an dem Wert des Kaufpreises. Sowohl die Anwalts- als auch die Gerichtsgebühren richten sich nach dem Streitwert. So ist eine Klage über EUR 100 nicht so teuer, wie eine Klage über EUR 5.000.

Weiter kann die Frage auch nicht mit abschließender Sicherheit beantwortet werden, weil sich das Kostenrisiko nicht nur aus Anwalts- und Gerichtskosten zusammensetzt. Auch die Kosten einer <b<etwaigen Beweiserhebung können das Kostenrisiko erhöhen. Da aus Ihrem Sachverhalt jedoch nicht klar ist, ob ein, zwei oder noch mehr Zeugen gehört werden bzw. ob wohl möglich ein Gutachter klären soll, wie der Schaden entstanden ist, kann dieser Betrag nicht angegeben werden.

Wenn Sie mir den Wert der Ware, so wie er in dem Mahnbescheid geltend gemacht wird, mitteilen, dann will ich Ihnen gern eine überschlägige Angabe zu dem Prozesskostenrisiko mitteilen.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weiter geholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -

Bremer Str. 28a
21073 Hamburg

Tel.: 040 - 24 88 21 96
Fax: 040 - 24 88 21 97

mailto:post@ra-breuning.de
www.ra-breuning.de

Nachfrage vom Fragesteller 13.02.2005 | 22:22

Der Kaufpreis betrug 200 Euro?. Gesamtkosten inzwischen 320 Euro. Kann ich die Angelegenheit auch durch versenden eines neues Tisches plus Überweisung der Kosten regeln? Muß ich auch die Anwaltskosten tragen? Danke

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.02.2005 | 14:11

Sehr geehrter Anfragender,

zunächst einmal möchte ich darauf hinweisen, dass Sie sich gegen den Mahnbescheid bzw. den anschließenden Vollstreckungsbescheid durch Widerspruch wehren müssen, damit eine Einigung überhaupt möglich erscheint. Ansonsten hätte der Gegner einen rechtskräftigen Titel und würde (vermutlich) vollstrecken.

Das Kostenrisiko kann niemals genau prognostiiert werden. Es fließen u.a. auch die Kosten für eine Beweiserhebung ein. Ob ein Beweis erhoben wird, kann man vorab jedoch nicht mit Sicherheit sagen. Als grobe Richtschnur können Sie bei einem Streitwert von EUR 320 von einem Kostenrisiko von EUR 412 ausgehen. Hier sind die Kosten Ihres eigenen Anwalts in Höhe von EUR 112,50 enthalten.

Sie haben geschrieben, dass Sie vor Eingang des Mahnbescheides angeboten hatten, einen Ersatztisch zu liefern. Ihr Recht auf Nachlieferung wäre nur dann entfallen, wenn der Gegner Ihnen eine Frist zur Nachlieferung gesetzt hätte. Dies scheint nach Ihrem Sachverhalt nicht der Fall zu sein.

Hier könnten Sie den Anwalt anrufen und darauf hinweisen, dass Sie hierzu noch immer bereit und in der Lage sind. Das Ergebnis bleibt abzuwarten. Falls Sie dies wünschen, könnte ich für Sie auch die Verhandlung mit dem gegnerischen Anwalt führen.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -

Bremer Str. 28a
21073 Hamburg

Tel.: 040 - 24 88 21 96
Fax: 040 - 24 88 21 97

mailto:post@ra-breuning.de
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