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Ware nicht angekommen, Käufer behauptet jetzt Auktion wäre Fake

24.11.2009 15:41 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


17:35
Guten Tag,
ich hoffe Sie können mir helfen, denn leider habe ich keinen Beispielfall im Internet gefunden.
Ich habe eine Geldbörse (siehe Auktionsnummer) verkauft.
Angeben war das es keine Rechnung dazu gibt, dass das Original aber in jedem Fachgeschäft auf Echtheit geprüft werden kann (dies ist in der Regel ausreichend).
Ohne vorherigen Kontakt hat die Käuferin innerhalb von 2 Minuten nachdem ich das Angebot eingestellt habe, die Ware gekauft und unversicherten Versand gewünscht.
Es kam schon vorher zu Unstimmigkeiten, so dass ich sagen kann es war kein guter Geschäftskontakt (Geldeingang war am Mittwoch, am Freitag darauf meldete sie bei Ebay das sie die Ware nicht erhalten habe und ich wurde aufgefordert das "Problem zu klären").
Ware wurde von mir unversichert, wie von ihr gewünscht, verschickt und sie ist bei ihr nicht eingetroffen.
Ich habe ihr angeboten einen Suchauftrag bei der Post zu stellen und sie um eine Faxnummer gebeten, damit sie auf dem Laufenden ist - darauf bekam ich keine Reaktion.
Nun unterstellt sie mir dass es diesen Artikel nicht gegeben hätte und ich sie betrügen wollte, da dies wohl die einzige Möglichkeit auf Schadensersatz ist, da sie sich mit dem unversicherten Versand einverstanden erklärt hat, liegt die Haftung nicht mehr bei mir.
In der Auktion war angegeben das es zu dem Artikel keine Rechnung gibt - die Ware wurde in USA (Los Angeles) gekauft und nicht mitgeführt. Sie wurde bar unter Einrichtung eines Kundenkontos gekauft.
Wie ist hier der Sachverhalt?
Vielen Dank im voraus für Ihre Bemühungen.
24.11.2009 | 16:30

Antwort

von


(140)
Saarlandstraße 62
44139 Dortmund
Tel: 0231 580 94 95
Web: http://www.rechtsanwalt-do.de
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

Gemäß §447 BGB trägt der Empfänger, also der Käufer die Gefahr, dass die verkaufte Sache auf dem Transportweg beschädigt wird oder verloren geht. Da Sie als Privatperson verkauft haben, gilt diese Vorschrift (anders als beim Kauf Unternehmer/Verbraucher).

Das bedeutet, brauchen Sie keinen Ersatz etc. leisten, wenn die Ware auf dem Postweg verschollen ist und können den Kaufpreis behalten.

Sie hätten allerdings z.B. mit der Postquittung oder durch Zeugen etc. zu beweisen, dass Sie das Paket tatsächlich versandt haben.

Es gibt zwar grundsätzlich auch einen Schadensersatzanspruch aufgrund eines Betruges. Voraussetzung ist allerdings ein bewiesener Betrug. So ein Vorwurf dürfte kaum haltbar sein, vor allem, wenn Sie eine Postquittung haben.

Abließend: Einige Ebay-Käufer verlangen ausdrücklich den unversicherten Versand, nicht um Geld zu sparen sondern um nachher den Erhalt der Ware einfacher bestreiten zu können. Danach wird vehement auf eine Rückzahlung gepocht, weil sie betrogen worden seien. So haben Sie am Ende Ware und Geld. Dieses Verhalten stellt seinerseits einen Betrug dar.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen Überblick geben und meine Antwort hat Ihnen weiter geholfen. Noch Fragen? Dann nutzen Sie die kostenlose Nachfragefunktion.

Wenn ich Sie in der Sache tätig werden soll, rufen Sie mich gerne an. Sie können mir auch eine Email z.B. mit einer Rückrufbitte schicken. Ich melde mich dann bei Ihnen.

Bitte bedenken Sie, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann. Zu einer umfassenden Beratung gehört, gemeinsam alle relevanten Informationen zu erarbeiten. Das kann diese Plattform nicht leisten. Hier soll nur eine erste überschlägige Einschätzung Ihres geschilderten Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen gegeben werden. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Tatsachen bei Ihrer Schilderung kann sich eine ganz andere rechtliche Beurteilung ergeben.



Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Belgardt
Rechtsanwalt


Kanzleianschrift:
Großholthauser Str. 124
44227 Dortmund

Kontaktmöglichkeiten:

Telefon: 0231. 580 94 95
Fax: 0231. 580 94 96
Email: info@ra-belgardt.de

**********************************






Nachfrage vom Fragesteller 24.11.2009 | 17:04

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Wie bereits geschildert, die Ware wurde unversichert versandt. In diesem Fall gibt es keinen Nachweis.

Es gibt sowohl Zeugen für den Kauf der Ware in den Staaten, als auch einen Zeugen der beim Versand der verkauften Ware anwesend war. Auch die Dame am Postschalter kann sich sehr gut an mich erinnern (kann aber selbstverständlich keine Angaben zum Inhalt der Sendung machen).

Die Dame möchte jetzt eine Rechnung des Artikels haben, hat sie dieses Recht, bzw. kann sich per Anwalt diese einfordern?

Wie sehen meine Chancen aus wenn ich die Rechnung nicht in den Staaten einfordern kann? Ist somit der Betrugsverdacht bestätigt?

Grundsätzlich ist doch vom Käufer von aus zu gehen dass es die Ware gibt für die man ca. 300 Euro zahlt, zudem bin ich authentifizierter Ebayauktionär (da ich bereits zuvor hochwertige Markenware verkauft habe).

Zusammenfassend:

Ich habe Zeugen die den Versand der Ware bezeugen, aber keine Nachweise - Postquittung oder Rechnung des Artikels
Der Käufer kann nicht beweisen die Ware NICHT erhalten zu haben
oder dass es den Artikel nicht gibt.

Was habe ich zu erwarten?

Vielen Dank nochmals.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.11.2009 | 17:35

Wegen eines Betrugsverdachts sollten Sie sich keine Sorge machen. So wie Sie die Sache schildern ist der Verdacht schnell ausgeräumt.

Der Nachweis, dass Sie den Artikel versandt haben, kann auch durch Zeugen erbracht werden. Damit wären Sie aus dem Schneider.
Denn wenn Sie bewiesen haben, dass Sie das Paket verschickt haben, wirkt das sozusagen so, als hätten Sie es dem Käufer direkt übergeben. Für das was danach passierte sind Sie nicht mehr verantwortlich.

Eine Rechnung für Ihren Kauf in den USA kann die Käuferin nicht fordern. Erstens haben Sie den Artikel ausdrücklich ohne Rechnung verkauft, zweitens kann eine Rechnung über den Erstkauf bei gebrauchten Sachen vom Käufer nicht erwartet werden (auf dem Flohmarkt gibt es auch keine Rechnungen).

Mit freundlichen Grüßen

RA Belgardt








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