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Ware defekt vom Kunden angenommen

| 12.02.2010 10:37 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


Hallo,

ein Kunde kauft über unseren Onlineshop eine Matratze. Da es immer wieder mal zu Transportschäden kam, werden diese nun vom Hersteller bereits doppelt in Folie eingepackt und dem Logistikunternehmen übergeben, diese liefern es dann dem Kunden aus.

Der Verbraucher bekommt die Matratze frei Haustür geliefert. Auf jeder Matratze klebt ein roter Aufkleber auf der die nochmalige Wiederholung der Widerrufsbelehrung sowie groß und dick folgende Hinweise stehen:

"Bei Anlieferung der Ware prüfen Sie bitte genau die Ware auf Mängel, wie offene / beschädigte Verpackung oder verschmutzte Ware.
Diese Mängel bitte sofort vom Spediteur quittieren lassen und uns umgehend schriftlich (per Mail kontakt@matratzen-star.de) mit Foto darüber informieren. Eine spätere Reklamation ist nicht möglich!"

Nun ist wieder mal der Fall eingetreten, daß der Kunde die Ware angenommen hat, er hat den Schaden nicht quittieren lassen und reklamiert einen Tag nach der Anlieferung aber bei uns die Ware mit Foto.

Welche Rechte & Pflichten haben wir in diesem Fall? Seinen Widerrufsrecht kann der Kunde ja trotzdem ausüben, aber die Matratze ist so für niemanden mehr verwendbar. Die Logistikfirma will natürlich auch keinen Transportschaden anerkennen.

Viele Dank im Voraus für Ihre Hilfe!

12.02.2010 | 12:09

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich im Rahmen Ihres Einsatzes wie folgt.

Bei einem Verbrauchsgüterkauf (Kauf einer beweglichen Sache durch einen Verbraucher [§ 13] von einem Unternehmer [§ 14 BGB ]) haben Sie auch für das Risiko des Transports einzustehen, § 474 Abs. 1 S. 1, Abs. 2 , § 447 BGB .

Ist die gelieferte Sache mangelhaft, d.h. entspricht sie nicht der vereinbarten Beschaffenheit, sind Sie zur Nacherfüllung verpflichtet (§ 439 , 437 Ziffer 1 , 434 Abs. 1 S. 1 BGB ).

Eine zum Nachteil des Verbrauchers abweichende Vereinbarung („[...] Eine spätere Reklamation ist nicht möglich.“) ist unzulässig (§ 475 Abs. 1 BGB ).

Der Schaden, der Ihnen entstanden ist/ entsteht, können Sie vorbehaltlich anderweitiger vertraglicher Regelungen gegenüber dem Logistikunternehmen wegen einer Vertragsverletzung geltend machen.
Die Vertrags-/Pflichtverletzung wird gemäß § 280 Abs. 1 S. 2 BGB vermutet.
Den Schaden können Sie über den Kunden und die Fotos beweisen.

Ich hoffe, Ihnen einen Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.


Rückfrage vom Fragesteller 12.02.2010 | 12:51

Vielen Dank für Ihre schnelle Auskunf!.

Nehmen wir aber folgenden Fall an: Der Kunde läßt sich die Ware an den Ort A liefern, weil er dort tagsüber immer erreichbar ist. Er nimmt diese dort vom Logistikbetrieb in einwandfreien Zustand entgegen (er hat ja auch nichts anderslautendes dem Logistikunternehmen quittiert. Der Kunde schafft die Ware noch am selben Tag an den Ort B (zB. seine (neue) Wohnung). Auf dem Weg dorthin verschuldet der Kunde einen Transportschaden (zB. siehe Foto). Nun versucht der Kunde die Ware zu reklamieren. Kann es nicht auch so gewesen sein?

Ich will hier betonen, daß wir in unserem Onlineshop immer sehr kulant dem Kunden gegebüber sind, bitte aber auch zu beachten, daß die Logistikkosten bei der Art Ware nicht unerheblich sind.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 12.02.2010 | 14:44

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage habe ich irrtümlich als "Ergänzende Informationen" beantwortet.

Ergänzung vom Anwalt 12.02.2010 | 13:17

In diesem Fall bestünde kein Nacherfüllungsanspruch.

Der Kunde müsste für seinen Anspruch beweisen, dass die Ware schon bei der Übergabe mangelhaft war.
Jedoch regelt § 476 BGB eine Umkehr der Beweislast. Es wird vermutet, dass eine mangelhafte Sache schon bei Gefahrübergang mangelhaft war.
Sie müssen damit beweisen, dass der Mangel erst nachträglich eingetreten ist.
Dies wird nicht gelingen

In Ihrer Vertragsbeziehung zum Logistikunternehmen wird dessen Verschulden vermutet. Es muss sich entlasten, was wohl schwerfällt. Zudem gibt es den Kunden als Zeugen.

Bewertung des Fragestellers 24.02.2010 | 22:44

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