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Ware beschädigt


22.12.2006 02:05 |
Preis: ***,00 € |

Transportrecht, Speditionsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexandros Kakridas



Sehr geehrte Damen und Herren,

habe vor Kurzem einen von mir bestellten Kaminofen
durch eine Spedition geliefert bekommen.
Habe den Empfang der Ware gegenüber der Spedition bestätigt und die Ware angenommen.
Nach dem Auspacken müsste ich jedoch feststellen,dass
der Ofen schwer beschädigt und somit unbrauchbar ist.
Habe dies sofort (ca. 20 Minuten nach Annahme)telefonisch dem Speditionsfahrer mitgeteilt und gebeten die Ware umgehend wieder abzuholen.Dies wurde verweigert und ich wurde auf den Absender der Ware verwiesen.
Auch hier meldete ich den Schaden umgehend telefonisch,
und via E-Mail und Schadensbilder.
Mir wurde versichert sich der Sache anzunehmen und mit der Spedition in Kontakt zu treten.
Nach ca. einer Woche wurde mir nun telefonisch mitgeteilt,
dass die Versicherung der Spedition den Schaden nicht übenehmen werde, da ich die Ware angenommen habe.

Bleibe ich nun auf dem enstandenen Schaden sitzen,
nur weil ich die Beschädigung "zu spät" erkannt habe?
Welche Möglichkeiten habe ich gegeüber der Spedition,
bzw. gegenüber meinem Ofenlieferant als Absender der Ware?

Vielen Dank für Ihre Antwort

MfG
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt summarisch beantworten will:


Grundsätzlich haftet der Frachtführer nach § 425 Absatz 1 HGB nur für die Schäden, welche infolge von Verlust und Beschädigung des Gutes und zwar in der Zeit von der Übernahme der Beförderung bis zur Ablieferung entstanden sind.

Sollte Ihr Verkäufer sich eines Spediteurs bedient haben, so gilt nichts anderes: dieser haftet für den Schaden, der durch Verlust oder Beschädigung des in seiner Obhut befindlichen Gutes, § 461 Absatz 1 HGB.

Allerdings müssten sie den Nachweis führen können, dass sich der Schaden während der Obhutszeit ereignet hat, welches nur schwerlich zu erbringen sein wird.

Sollten Sie aber als Verbraucher, also zu privaten Zwecken, den Ofen erworben haben, so haben Sie allerdings gegen den Verkäufer eine Vielzahl von Ansprüchen.

Zunächst tragen Sie als Verbraucher grundsätzlich nicht das Risiko, dass die Ware während des Transports beschädigt wird.

Aufgrund dessen, dass der Ofen erhebliche Schäden aufweist, haben sie darüber hinaus die Möglichkeit vom Verkäufer zu verlangen, dass dieser den Mangel beseitigt (falls dies möglich ist) oder sie können die Lieferung eines mangelfreien Ofens verlangen.

Die Transportkosten hätte der Verkäufer zu tragen.

Falls der Verkäufer sich weigert, können sie vom Vertrag zurücktreten und sie können Ihr Geld zurückverlangen, wobei der Ofen zurückgeschickt werden müsste.

Falls der Ofen aber für Ihre Zwecke gebrauchstauglich wäre, hätten Sie auch die Möglichkeit eine Vereinbarung mit dem Verkäufer zu treffen und den Kaufpreis zu senken.

Ich rate Ihnen daher den Verkäufer mit Einschreiben/Rückschein anzuschreiben und die Beseitigung des Mangels oder die Lieferung einer neuen Ware zu verlangen.
Falls sich dieser weigern sollte, so sollten Sie zu diesem Zeitpunkt den Gang zu einem Anwalt Ihres Vertrauens in Betracht ziehen und das weitere Vorgehen mit diesem koordinieren.


Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen weiterhin einen guten Ausgang der Angelegenheit


Mit freundlichen Grüßen

Alexandros Kakridas
- Rechtsanwalt –

Westerbachstraße 23 F
61476 Kronberg

Fon : 06173 – 70 29 06
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