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Ware aus China nach Deutschland eingeführt - Verkauf in DE an CH Unternehmen - MwSt?


11.12.2017 19:49 |
Preis: 58,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von



Derzeit möchte ein Kunde aus der Schweiz, dass ich für Ihn den Wareneinkauf in China abwickle. Demnach würde ich Waren bei einem chinesischen Hersteller bestellen und nach Deutschland einführen. Abnehmer der Ware ist eine Schweizer AG. Geliefert wird an ein Lager in Deutschland (Dienstleister der Schweizer AG - hier wird die Ware dann an Endkunden versendet).

Laut dem Kunden liegt hier eine MwSt Befreiung vor, da dieser beispielsweise zuvor beim Serverkauf (Server wird von einem Lieferanten in Deutschland erworben und verbleibt in einem Rechenzentrum in Deutschland) ebenfalls keine MwSt zahlen musste.

Können Sie mir bitte hierzu mitteilen, weshalb eine MwSt. berechnet oder nicht berechnet werden muss und welche Voraussetzungen für etwaige Ausnahmen gelten?

Vielen Dank im Voraus.
Freundliche Grüße



Einsatz editiert am 11.12.2017 22:14:34
12.12.2017 | 10:13

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Bei der MwSt bzw. USt. handelt es sich um eine Endverbrauchersteuer, die immer dann erhoben wird, wenn ein Unternehmen Lieferungen oder Leistungen gegen Geld erbringt.

Unerheblich ist, ob diese Lieferungen oder Leistungen an ein anderes Unternehmen oder an eine Privatperson erfolgen.
Die USt. wird immer dann erhoben, wenn der Empfänger der Produkte oder der Dienstleistungen seinen Sitz in Deutschland oder einem anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Union hat.

Bei Ausfuhrlieferungen in ein Land außerhalb der EU wird weder eine Mehrwertsteuer, noch eine Umsatzsteuer berechnet.

Grundsätzlich ist der Empfänger einer Rechnung, auf der die MwSt. ausgewiesen ist, dazu verpflichtet, sie ordnungsgemäß zu entrichten.

"Ausnahmen":
Handelt es sich bei diesem Rechnungsempfänger um ein Unternehmen, besteht die Möglichkeit, die Umsatzsteuer als Vorsteuer beim zuständigen Finanzamt geltend zu machen. Dazu müsste die Umsatzsteuererklärung ausgefüllt werden.
Auf diese Weise wird die USt. so lange weitergeleitet, bis sie eine Privatperson als Endverbraucher erreicht hat.

oder

Katalog der Steuerbefreiungen (§4 UStG) genannte Steuerbefreiungen

oder

Alle Inhaber eines Gewerbebetriebes, die im Jahr einen Bruttoumsatz von weniger als 17.500 Euro erzielen, haben die Möglichkeit, die Kleinunternehmerregelung in Anspruch zu nehmen.
Diese Kleinunternehmerregelung muss beim FA beantragt werden.
Da die MwSt. entfällt, könnte der Kleinunternehmer seine Produkte und Dienstleistungen deutlich günstiger anbieten, als dies bei einem größeren Unternehmen der Fall ist.
Das betreffende Unternehmen ist weder berechtigt, die MwSt. auf seinen eigenen Rechnungen auszuweisen, noch eine Vorsteuer geltend zu machen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


V. Neubert
Rechtsanwältin


Rechtsanwältin Vicky Neubert, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 12.12.2017 | 15:13

Sehr geehrte Fr. Neubert,

zunächst möchte ich mich für Ihre Stellungnahme bedanken. Leider enthält Ihre Antwort keine klare Aussage zu dem spezifischen Fall, den ich geschildert habe.
Daher bitte ich Sie nochmals explizit hierauf Stellung zu beziehen und mir mitzuteilen, inwiefern ein Entfall der Umsatzsteuer möglichst ist oder nicht:

1) GmbH in Deutschland führt Waren aus China nach Deutschland ein
2) AG aus der Schweiz erwirbt diese von der GmbH in Deutschland
3) WARE WIRD NICHT IN DIE SCHWEIZ AUSGEFÜHRT
4) AG aus der Schweiz gibt als Lieferadresse ein Lager in Deutschland an
5) GmbH in Deutschland liefert die Ware im Auftrag der Schweizer AG an ein Lager in Deutschland
6) Ein Dienstleister in Deutschland wickelt den Versand und Verkauf der Ware für die Schweizer AG ab

Frage: Muss die Umsatzsteuer beim Verkauf der Ware an die Schweizer AG berechnet werden?

Hintergrund ist, dass die Ware nicht gemäß § 4 Nr. 1a UStG ausgeführt wird und auch keine innergemeinschaftliche Lieferung gemäß § 6a I 1 UStG erfolgt.

Können Sie bitte ausschließlich zu diesem Fall Stellung beziehen, damit ich nachvollziehen kann, inwiefern an die Schweizer AG eine Ust. berechnet werden muss?

Vielen Dank im Voraus.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.12.2017 | 21:15

Sehr geehrter Fragesteller,

ich hatte schon gedacht Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Das war offenbar nicht der Fall, daher formuliere ich es mal anders.

Maßgeblicher Punkt ist der Erwerb von Waren der Schweizer Firma von der Deutschen GmbH. Es muss keine MwSt ausgezeichnet werden, wenn Sie die Rechnung an die Schweizer Firma stellen, denn:

Allgemein kann die Aussage getroffen werden, dass ein Unternehmen im anderen Land MWST-pflichtig wird, wenn es dort Umsätze
erzielt und diese selbst zu versteuern hat.

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