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War das eine Erpressung - kann ich eine Strafanzeige machen?

05.09.2013 17:09 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Die Drohung mit einer Strafanzeige, bzw. deren Nichtrücknahme begründet nicht zwingend ein empfindliches Übel im Sinne des § 253 StGB, wenn dies von der Begleichung einer (berechtigten) Geldforderung abhängig gemacht wird.

Meine Ex hatte mich wegen Stalking angezeigt. Ich bat sie, die Anzeige zurück zu nehmen und das so auf sich beruhen zu lassen. Sie schrieb mir per Sms, dass sie dafür 250 Euro haben wollte, sonst würde sie die Anzeige aufrecht erhalten. Aus lauter Angst gab ich ihr die 250 Euro. Am nächsten Tag hat sie die Anzeige zurück gezogen.
War das nicht eine klare Erpressung? Ich hab das alles schriftlich als Sms und das Geld stand ihr in keinster Weise zu. Kann ich sie anzeigen dafür?

Einsatz editiert am 05.09.2013 17:13:19
05.09.2013 | 17:59

Antwort

von


(36)
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Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts und Einsatzes. Erlauben Sie mir zuvor jedoch den Hinweis, dass es sich hier um eine Ersteinschätzung handelt, die eine persönliche Beratung in der Regel nicht zu Ersetzen vermag.

Eine Erpressung läge vor, wenn in der Forderung der 250 € eine Gegenleistung für die Rücknahme der bereits erstatteten Anzeige wegen „Stalkings" läge und diese ein „empfindliches Übel" im Sinne des § 253 StGB darstellen würde. Dazu müsste die Forderung im Rahmen einer Gesamtbetrachtung gegenüber der in Aussicht gestellten Anzeigerücknahme als verwerflich zu bezeichnen sein.

Im Wesentlichen kommt es bei der Beurteilung nicht zuletzt auf die wechselseitigen Intentionen an, die anhand des Sachverhalts nicht abschließend beurteilt werden können. Zu berücksichtigen ist aber jedenfalls, dass Ihre Ex aufgrund der Nachstellung, soweit diese sich nachweisen ließe, einen eigenen Schmerzensgeldanspruch Ihnen gegenüber hätte. Dieser könnte durchaus auch die Summe von 250 € erreichen. In dem Fall wäre die Forderung dann an sich legitim. Auch das Interesse einer durch Nachstellung beeinträchtigten Person an der Kompensation der aus der unerlaubten Handlung erwachsenen Unannehmlichkeiten ist nicht per se als verwerflich anzusehen. Wenn jemand angesichts dessen sein eigenes Interesse an der Strafverfolgung eines anderen davon abhängig macht, ob der ihm entstandene Nachteil kompensiert wird, ist die Verwerflichkeit als solche nicht gegeben.

Eine Strafanzeige wäre in dem Fall zwar selbstverständlich dennoch möglich, im Ergebnis allerdings meines Erachtens wenig aussichtsreich.

Sofern weitere mir derzeit unbekannte Umstände hinzutreten, die z.B. die ursprüngliche Nachstellung zweifelhaft erscheinen lassen oder für eine Gewinnsucht ihrer Bekannten sprechen, mag dies anders zu beurteilen sein. Sofern Sie davon ausgehen, sollte zunächst mit Hilfe eines Kollegen vor Ort versucht werden, die beschriebene Problematik anhand der entsprechenden Akten nachzuvollziehen und aufzuarbeiten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
und Strafverteidiger Matthias Düllberg, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Matthias Düllberg
Fachanwalt für Strafrecht

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