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Wann verjährt ein gekündigter Kredit sowie der Schufaeintrag?


| 09.11.2013 21:02 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla



Sehr geehrte Damen und Herren

Wir haben folgendes Problem:
Im Oktoberr 2008 nahm ich einen Verbraucherkredit zur Fahrzeugfinanzierung auf. Meine Partnerin wurde als BÜRGE (Aussage des Verkäufers) benötigt. Sie hat zu dem Zeitpunkt schon einen eigenen Kredit bei der selben Bank laufen. Im Februar hat sich meine berufliche Situation verschlechtert, so das ich die Ratenhöhe nicht mehr halten konnte. Gesprächsversuche und Vorschläge meinerseits blieben ohne Beachtung. Nach Aufsuchen der Schuldnerberatung wurde mir mitgeteilt 1. Das ist keine Bürgschaft sondern ein Dahrlehensvertrag von 2 gleicheberechtigten Dahrlehensnehmern sowie 2. Mir bleibt nur die Inso.
Im November 2009 wurde die Gesamtsumme fällig gestellt (gekündigt). Im Januar 2010 erhielten wir dann jeder einen Mahnbescheid. Meinerseits wurde das Inso-Verfahren eröffnet. Meine Partnerin ist innerhalb der Widerspruchsfrist von 2 Wochen (genau 5 Tage nach Zustellung) in Widerspruch gegangen.
Seitdem haben wir weder von der Bank oder einem Inkassounternehmen was gehört.
Bei Überprüfung der Schufaeinträge meiner Partnerin mussten wir jetzt feststellen, das die Fälligstellung im Januar 2010 an die Schufa mitgeteilt wurde sowie im April 2010 die Schufa erneut über den offenen Forderungsbeitrag informiert wurde.
Dies ist der einzige negative Eintrag mit dementsprechenden Konsequenzen.
Wann verjährt der Gläubigeranspruch da auf den Widerspruch des Mahnbescheides nie reagiert wurde?
Und wann wird der Schufaeintrag gelöscht bzw können wir das selber beantragen?

Mit freundlichen Grüßen
D.S.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sie hatten nach der Verjährung gefragt.

Die Verjährungsfrist beträgt hier 3 Jahre ab Fälligkeit.

Der Beginn war mit Fälligstellung 2009.

Da innerhalb der Verjährungsfrist ein Mahnbescheid beantragt und zugestellt wurde,wurde die Verjährung für 30 Jahre gehemmt.

Verjährung liegt hier nicht vor.

Der Schufaeintrag wäre grundsätzlich 3 Jahre nach Erledigung/Tilgung der eingetragenen Forderung zu löschen.

Sofern die Forderung vor der Eintragung mit einer tragfähigen Begründung bestritten wurde oder generell ungerechtfertigt wäre,müsste sofort auf Antrag eine Löschung erfolgen.

Nachfrage vom Fragesteller 09.11.2013 | 22:30

Viele Dank für die Antwort
Da bin ich überrascht das auch ohne Titel 30 Jahre vollstreckt werden kann. Verstehe ich das also richtig das der Widerspruch auf den Mahnbescheid keinerlei Auswirkung hat? Muss nicht nach Widerspruch innerhalb eines halben Jahres der Mahnbescheid begründet werden oder bin ich da falsch informiert?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.11.2013 | 17:33

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Ich muß meine Antwort wie folgt ergänzen/korrigieren:

Ohne Titel kann nicht 30 Jahre lang vollstreckt werden. Ein solcher Titel wäre z.B. ein Vollstreckungsbescheid.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe,liegt kein Vollstreckungstitel vor, sondern es wurde lediglich ein Mahnbescheid zugestellt.

Dieses allein Hemmt die Verjährung noch nicht für 30 Jahre. Insoweit muß ich mich also korrigieren.

Die Zustellung des Mahnebscheides bewirkt eine Hemmung für 6 Monate gem. § 204 BGB.

Sofern der Anspruchsteller nicht innerhalb von 6 Monaten ab Eingang der Nachricht des Gerichts über die Einlegung des Widerspruchs gegen den Mahnbescheid den Erlass eines Vollstreckungsbescheides beantragt, läuft die Hemmungswirkung ab.

Nach Ablauf der Hemmungswirkung läuft dann die Verjährungsfrist an der Stelle weiter, an der die Hemmung eingetreten ist (Stoppuhr-Prinzip).

Es kann also durchaus sein, dass bereits Verjährung eingetreten ist. Um dieses abschliessned beurteilen zu können, müßte über eine Akteneinsicht oder Anfrage beim Gericht herausgefunden werden, zu welchem Zeitpunkt genau die Verjährungsfist gehemmt wurde. Maßgeblich ist hierbei die gerichtliche Mitteilung über die Einlegung des Widerspruchs gegenüber dem Antragsgegner.

Es sollte daher nicht gezahlt werden, sondern erst wie eben angedeutet überprüft werden, ob tatsächlich Verjährung eingetreten ist. Hierzu sollte ein Anwalt vor Ort beauftragt werden.

Sofern Sie noch eine Nachfrage zu diesem Sachverhalt haben, können Sie mir diese gerne per E-Mail mitteilen.

Dann wünsche ich Ihnen noch einen angenehmen Sonntagabend und verbleibe

Mit freundlichem Gruß

Dr. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 10.11.2013 | 18:18

Sehr geehrter Ratsuchender,

gestatten Sie mir noch eine kurze Präzisierung zum Verjährungsbeginn.

Die Verjährungsfrist beträgt wie bereits dargestellt gem. § 195 BGB 3 Jahre.

Verjährungsbeginn ist bei Ablauf des Jahres, in dem der Ansporuch ewntstanden ist, vgl. § 199 BGB.

Verjährungsbeginn ist hier also der 31.12.2009, 0 Uhr gewesen.


Mit freundlichem Gruß

Dr. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt


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