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Wann kann ich die Denkmalschutzafa ansetzen?

| 01.04.2014 14:34 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


In den Jahren 2010-2013 habe ich meine Denkmalschutzimmobilie renoviert. Im Jahr 2011 bin ich eingezogen. Im Jahr 2013 habe ich den Antrag bei der Denkmalschutzbehörde abgegeben. 2014 ist der Bescheid betr. der Denkmalschutzsafa erteilt worden.

Die Einkommensteuererklärungen 2011-2013 sind noch nicht abgegeben. Gern würde ich für diese Jahre die Afa schon ansetzen. Und zwar anteilig für die anerkannten Ausgaben aus dem jeweiligen Jahr. Ist das möglich? Oder gibt es genaue Bestimmungen wann sie angesetzt werden darf?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Denkmalschutzafa ist in § 7i EStG geregelt, nachzulesen hier:

http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__7i.html

Ausführungen dazu, wann die AfA anzusetzen enthält die Regelung nicht. Auch die entsprechende Verwaltungsrichtlinie zu § 7i EStG enthält hierzu keine Ausführungen, so dass auf die allgemeinen Grundsätze zur AfA, die in § 7 EStG geregelt sind, zurückgegriffen werden kann.

Danach sind Herstellungskosten bei Gebäuden grundsätzlich im Jahr anzusetzen, in dem die Herstellung beendet wurde, das Gebäude also fertig gestellt wurde. Dies ist der Fall, wenn es nach Abschluss der wesentlichen Bauarbeiten für den vorhergesehenen Zweck nutzbar ist.

§ 7i EStG nimmt den in § 7 EStG verwendeten Begriff der Herstellung auf, so dass hierauf abzustellen ist.

Damit ist jedenfalls klar, dass nicht das Jahr der Erteilung der Bescheinigung der Denkmalschutzbehörde maßgeblich ist. Diese Bescheinigung ist lediglich ein Grundlagenbescheid. Wären die Steuerbescheide für 2011- 2013 bereits erlassen, müssten sie gamäß § 175 AO geändert werden, nachzulesen hier:

https://dejure.org/gesetze/AO/175.html

Da sie aber ja noch nicht erlassen sind, erklären Sie einfach die AfA für die Jahre 2011 ff.

Ob ein anteiliger Ansatz möglich ist, ist jedenfalls fraglich. § 7i EStG spricht klar von einem Ansatz "im Jahr der Herstellung". Dieser Wortlaut spricht eindeutig dafür, dass im Jahr der Beendigung der Baumaßnahme die Gesamtkosten anzusetzen sind.

Etwas anderes könnte dann gelten, wenn es sich um jeweils abgrenzbare Witschaftsgüter, also etwa verschiedene Wohneinheiten handelte.

Für die allgemeine AfA gilt: Bei der Errichtung in Bauabschnitten beginnt die AfA mit der Fertigstellung dews ersten Bauabschnitts nach Maßgabe der bis dahin angefallenen Herstellungskosten. Die Aufwendungen für die späteren Bauabschnitte stellen nachträgliche Herstellungskosten dar (...).

Legt man dies zugrunde, wäre eine abschnittsweise Geltendmachung der Denkmalschutzafa möglich, wenn Ihre Herstellungskosten tatsächlich verschiedenen, trennbaren Bauabschnitten zurechenbar wären.

Prinzipiell würde ich dann einfach in der Steuererklärung einen entsprechenden Ansatzversuch machen. Sollte das Finanzamt dies nicht akzeptieren, kann ein Steuerberater oder steuerrechtlich versierter Rechtsanwalt die Ablehnung oder mögliche Schritte hiergegen überprüfen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 01.04.2014 | 17:28

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