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Wann ist ein Verkäufer an sein Angebot gebunden?

| 03.11.2009 18:55 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo,

Ich habe im Internet bei einem renomierte Online Versandhaus einen Artikel bestellt und diesen per Paypal sofort bezahlt. Zum Zeitpunkt der Bestellung stand in der Artikelbeschreibung es sei noch 1 Stück verfügbar.

Ich bekam auch umgehend eine Auftragsbestätigung, das mein Auftrag eingegangen sei und als bald wie möglich bearbeitet werde.

Auf Nachfrage habe ich erfahren, dass der bestellte Artikel nun doch nicht verfügbar sei, und auch scheinbar nicht mehr Nachbestellt werden könne.

Am nächsten Tag bekam ich eine weitere Nachicht, das der bestellte Artikel für mich reserviert sei, und so bald wie möglich versendet wird.

Drei weitere Tage später erfahre ich wiederum auf Nachfrage das der Artikel doch nicht verfügbar sei, des Weiteren wurde mir ein Ersatzartikel angeboten, der allerdings in keinster Weise den Spezifiketionen des bestellten Artikels gleich kommt.

Durch recherchen im Internet habe ich herausgefunden, das der Artikel durchaus zu kaufen ist, allerdings um einiges teurer, weshalb mir doch sehr daran gelegen ist den gekauften Artikel zu dem verabredeten Preis zu erhalten.

Nun zu meiner eigentlichen Frage:

1.Unter welchen Umständen ist ein solches Angebot verbindlich, bzw ist der Verkäüfer an sein Angebot gebunden?

2.Welche Möglichkeiten habe ich als Käufer den Artikel zu bekommen?


Vielen Dank im vorraus

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Sehr geehrter Ratsuchender,

sofern in dem Online-Angebot keine Besonderheiten aufgeführt worden sind, ist der Käufer nicht nur an sein Angebot gebunden. Mit der Bestellung ist ein wirksamer Vertrag zustanden gekommen.

Der Verkäufer kann dann nicht wirksam zurücktreten. Allenfalls könnte er noch anfechten, muss dieses aber unverzüglich machen. Das ist aber nach Ihrer Darstellung nicht erfolgt.

Der Verkäufer hat daher den Vertrag zu erfüllen und zu liefern. Hier sollten Sie schriftlich mit einer Frist von 14 Tagen die Lieferung verlangen.

Kommt der Verkäufer seiner Verpflichtung nicht nach, können Sie Schadensersatz verlangen. Kaufen Sie also dann die Sache bei einem anderen Händler, könnten Sie dann den höheren Kaufpreis (oder die Differenz, falls Ihnen zwischenzeitlich Ihr gezahlter Betrag zurückerstattet werden sollte) fordern.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 03.11.2009 | 19:41

Danke für die schnelle Antwort.

Nun hätte ich doch noch eine Frage:

In wie weit stehen folgende Zitate der AGB meinen Ansprüchen entgegen?

1."Unsere Angebote sind freibleibend und unverbindlich."

2."Trotz sorgfältiger Bevorratung kann es bei befristeten Angeboten vorkommen, dass ein davon umfasster Artikel schneller als vorgesehen ausverkauft ist. Eine Liefergarantie wird deshalb nicht abgegeben. Es erfolgt eine Beschränkung auf den Vorrat."

Dazu sei angemerkt das der Artikel zum Zeitpunkt der Bestellung wie bereits erwähnt, verfügbar war, und mir in einer Mail bestätigt wurde das der Artkel für mich reserviert sei.


Nochmals vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.11.2009 | 20:07

Sehr geehrter Ratsuchender,

auch dieser Versuch wird dem Verkäufer nicht helfen. Diese Klausel greift nicht ein, da der Artikel vorrätig gewesen ist.

Zudem müssten die AGB´s vor oder bei Ihrer Bestellung mit in den Vertrag eingebunden worden sein. Daran fehlt es nach überwiegender Rechtsprechung, wenn es lediglich einen Hinweis auf eine sogenannte "mich-seite" gibt oder die AGB´s erst nach Ihrer Bestellung aufgeführt werden.

Auch dieses könnte man noch zusätzlich ergänzend anhand des konkreten Angebotes prüfen.

Lassen Sie sich daher keineswegs von ihren Ansprüchen abbringen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Ergänzung vom Anwalt 06.11.2009 | 15:08

Sehr geehrter Ratsuchender,


es gibt wohl Probleme mit dem Einzug der Gebühren. Bitte beseitigen Sie eventuelle Hindernisse.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 03.11.2009 | 22:48

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

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Stellungnahme vom Anwalt:
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