Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wandlung KFZ

15.10.2020 07:58 |
Preis: 49,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe privat einen Mercedes Youngtimer verkauft. Ein 26 Jahre altes W124 Cabriolet.
Ich hatte, in gutem Glauben, einen E220 inseriert.
Wie sich später herausstellte, handelt es sich aber um einen E200.

Da der Käufer selber im Ausland war, schickte er einen sachkundigen Vertreter zur Besichtigung.
Dieser prüfte vor Ort Fahrzeug und Papiere.
Der Wagen war seit 20 Jahren in einer Hand.
Wir vereinbarten daraufhin, dass ich den Wagen ca. 1Woche später nach Solingen überführen werde, ca 110 km.
Ich habe noch eine neue Batterie und Wischer verbaut.
Ich habe das Cabriolet dann angemeldet überführt, und um eine Ummeldung in der nächsten Zeit gebeten.
Ich habe mein Geld bekommen und dann den Wagen mit allen Dokumenten und Papieren übergeben.
Da der Käufer anscheinend keinen Kaufvertrag wünschte, haben wir ein Handschlaggeschäft getätigt.
Circa 5 Wochen nach der Ummeldung ist dem Käufer der Fehler dann angeblich erst aufgefallen, und er verlangt nun die Wandlung des PKw Geschäft.
Muss ich mich darauf einlassen?
Der Kaufpreis betrug 19.500.-€, Preisunterschiede gibt es bei beiden Modellen so gut wie keine auf dem Markt, der E200 hat 14 PS weniger, aber einen neueren, überarbeiteten Motor.
Inseriert werden die Fahrzeuge mit teilweise fast 30.000.-€!
Ich hatte bis heute nur telefonischen Kontakt mit dem letztendlichen Käufer, welcher sich das Fahrzeug vorher nie persönlich angesehen hat.
Angeblich hätte der Wagen auch einen erheblichen Unfallschaden gehabt, was aber auch nicht stimmt, das KFZ ist unfallfrei.
Die Alufelgen hätten Ausblühungen und der Kabelbaum wäre in nächster Zeit fällig.
Das Auto ist in einem sehr gepflegten, technisch einwandfreiem Zustand.
Ich habe hier eher das Gefühl, das dem Käufer der Wagen nicht mehr zusagt.
Mit freundlichen Grüßen
Rolf Linka

15.10.2020 | 11:28

Antwort

von


(1278)
Karolinenstr. 8
33609 Bielefeld
Tel: 0521/178960
Web: https://www.reinhard-otto.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Guten Tag,
ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der von Ihnen dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Sie haben keinen schriftlichen Vertrag, und Sie erwähnen auch nichts von einem mündlich vereinbarten Gewährleistungsausschluss, so dass davon auszugehen ist, dass Sie einzustehen haben für Sachmängel an dem Fahrzeug.
Dazu gehört gemäß § 434 BGB: Sachmangel , dass sie bei Gefahrübergang die vereinbarte Beschaffenheit hat.

Zur Beschaffenheit eines Autos gehört auch die genaue bauliche Ausführung und das Modell.

Da Sie einen E220 inseriert haben, tatsächlich das Fahrzeug aber ein E200 ist, weicht damit zunächst einmal der tatsächliche Zustand vom vertraglich vorgesehenen ab.

Nun kommt allerdings hinzu, dass der Käufer durch seinen Vertreter nach Ihren Angaben vor Ort Fahrzeug und Papiere geprüft hat. Die genaue Typenbezeichnung ergibt sich natürlich aus diesen Papieren.

Hier kann man nun folgende Position vertreten:

Der Käufer, der sich das Handeln seines Vertreters zurechnen lassen muss, kannte entweder die Abweichung positiv, weil sein Vertreter die Abweichung bemerkt und als OK akzeptiert hat, oder aber er kannte die Abweichung nicht, weil der Vertreter die Papiere nicht mit der erforderlichen Sorgfalt angeschaut hat. Das kann durchaus als grob fahrlässig angesehen werden.

In beiden Fällen wären Ansprüche gemäß § 442 BGB: Kenntnis des Käufers ausgeschlossen.

Soweit nach erster Einschätzung die Rechtslage.

Mit freundlichen Grüßen



Rückfrage vom Fragesteller 30.10.2020 | 10:47

Vielen lieben Dank für Ihre Antwort, ich hatte vergessen zu erwähnen, dass ich dem Gutachter des Fahrzeuges mitgeteilt habe dass mir keinerlei Mängel bekannt sind, ich aber natürlich bei einem fast 30 Jahre alten Fahrzeug keinerlei Gewährleistung oder Garantie übernehmen kann
Dabei war ein guter Freund anwesend

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 30.10.2020 | 11:12

Ich bezweifle, dass mit dieser Sachverhaltsänderung eine abweichende Rechtslage entstehen würde.

Es muss hinreichend für den Käufer erkennbar gewesen sein, dass Sie unter Ausschluss der Gewährleistung verkaufen. Ob das durch Ihre Äußerung tatsächoich gegeben ist, wird im Zweifel ein Richter nach Anhörung Ihres Zeugen entscheiden.

MfG

ANTWORT VON

(1278)

Karolinenstr. 8
33609 Bielefeld
Tel: 0521/178960
Web: https://www.reinhard-otto.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Miet und Pachtrecht, Kaufrecht, Vertragsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 81030 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Danke für die schnelle Info ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr freundlich, kompetent, hilfreich ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Eine schnelle, präzise und unmissverständliche Antwort – vielen Dank! ...
FRAGESTELLER