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Waffenrecht: Wie oft pro Jahr schießen um Waffen und Munitionserwerb zu behalten?

| 30.10.2018 13:01 |
Preis: 60,00 € |

Verwaltungsrecht


Beantwortet von


22:49
Guten Tag,

ich hätte bitte folgende Frage:

Hintergrund:
Ich bin seit 2014 Mitglied in einem bayrischen Großkaliber-Schützenverein, der Mitglied im Verband BDS ist.
Ich besitze zwei befürwortungspflichtige und vom Landratsamt genehmigte und in der grünen WBK eingetragene Kurzwaffen (9mm Pistole & .22 lfb Pistole), inklusive Munitionserwerb für die dazugehörige Munition.
Dazu noch zwei Gewehre, (.223 und .22lfb) vom Landratsamt genehmigt und in der gelben WBK eingetragenen, inklusive Munitionserwerb für die dazugehörige Munition.
Ich nehme jährlich an der öffentlich ausgeschrieben Bezirksmeisterschaft mit den zwei Kurzwaffen teil, dazu auch an der internen Vereinsmeisterschaft.
Ich will keine zusätzlichen Waffen erwerben, nur Munition natürlich.

Frage:
Wie oft muss ich pro Jahr mit welchen Waffen schießen, damit ich die 4 Waffen samt Munitionserwerb behalten kann?
Ich bin beruflich viel unterwegs, arbeite im Ausland und daher ist meine Zeit leider begrenzt.
Würden z.B. 5 Schießtermine pro Jahr als Vorbereitung auf die Bezirksmeisterschaft und die Teilnahme an der Bezirksmeisterschaft ausreichen?

Im Voraus vielen Dank!
30.10.2018 | 14:13

Antwort

von


(405)
Vorstadt 42
41812 Erkelenz
Tel: 02435 - 6114416
Tel: 0174 - 9994079
Web: http://www.rechtsanwalt-burgmer.de
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Gerne zu Ihrer Frage, die sich allerdings methodisch anders stellt.

Denn Ihnen wurden ja die waffenrechtlichen Erlaubnisse mit Verwaltungsakt bestandskraeftg erteilt. Die Ruecknahme begünstigender VAe geht nur nach pflichtgemäßer Ermessensausuebung unter Vorbehalt des Waffengesetzes.

Danach gilt:

Sachkunde, Bedürfnis und Zuverlässigkeit unterliegen entweder bestimmten Regelvermutungen oder einem Rahmen der Ermessensausuebung.

Letzteres liegt in Ihrem Fall vor.

Einen festen Wert sehr ich da nicht; würde allerdings besser von 6 Übungsterminen jährlich ausgehen wollen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer

Nachfrage vom Fragesteller 01.11.2018 | 20:58

Vielen Dank Herr Burgmer!
Dank Ihnen kann ich jetzt wieder ruhiger schlafen und meinem Hobby und meinem internationalen Job weiter nachgehen.

In unserem Verein herrscht die starre Meinung, dass man unbedingt 1x im Monat bzw. 18x im Jahr schießen muss, da das angeblich der Gesetzgeber in §14 (2) Waffg als "regelmäßig" meint. So werden Schießbücher geführt bei dem pro Waffe pro Tag die geschossene Disziplin vom Schießleiter im Schießbuch als Einzelposten unterschrieben wird.

Diese 12x bzw 18x pro Jahr gelten also nur, falls man frisch anfängt, bzw. eine befürwortungspflichtige Waffe (KW, LW Halbautomat) beantragt?

Zur Zeit habe ich auch noch ein "besonderes" Verhältnis zu dem Vater des Schießstandbetreibers, der mich letzten Freitag als "Wichser" beleidigt hat: https://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=317733&rechtcheck=2
"Hausverbot auf Schießanlage seitens Betreiber für Vereinsmitglied rechtens?"

Der Sohn ist nämlich so schlau, dem Verein nur 1-Jahresverträge zu geben, damit der Verein keine Beseitigung der Mängel der veralteten Anlage verlangen kann und gezwungen ist, Munition zu überhöhten Preisen zu kaufen und auf Waffen bis zu 10 Monate zu warten, die der Frank.. vorrätig hat. Denn bei Kritik wirft er dann den Verein raus und alle Mitglieder verlieren Ihre Waffen, da der Verein in dieser kurzen Zeit keinen neuen Schießstand auftreiben kann und dadurch die Mitglieder die Häufigkeit der Schießtermine nicht einhalten können, bzw. der Verein vom Amt geschlossen wird, da er keinen Schießstand hat, sagt er.
Erst letztes Jahr hatte er die Polizei und Millitärschützen von L. rausgeschmissen und einige hätten dadurch ihre WBK verloren.
Vll. ist das nur Angstmache?
Zufällig in diesem Zeitraum wurde dann dem LA bekannt, das er ohne Lizenz Alkohol und Speisen verkauft und haben seinen Imbiss für 4 Wochen dicht gemacht...und er hatte teure Umbauten zu tätigen da die Küche den Hygienestandards nicht entsprach.

Ich persönlich finde es schon krass das die Gesundheit durch die ausgeschaltete Abzugsanlage, bei der angeblich von selbst immer die Sicherung fliegt (wohl eher Strom sparen) und ausgeht, meine Gesundheit gefährdet.

Zum Glück bin ich noch Mitglied bei den Reservisten RAG Schießsport.

Meine Nachfrage:
Verliere ich wirklich meine Waffen wenn er mich oder den Verein wegen mir rauswirft?
Haben Sie einen Tipp für mich? Habe etwas Angst das er mich beim LA anschwärzt, da er über meine berufliche Situation Bescheid weiß....

Im Voraus vielen Dank.

Viele Grüße!

PS: Sie sind echt super! Besonders toll finde ich, das Sie selber schießen, eine enorme Expertise haben und dennoch verständliche Antworten liefern. Habe Ihre Homepage gelesen, bin sehr beidruckt und empfehle Sie gerne weiter!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.11.2018 | 22:49

Gerne zu Ihren Nachfragen:
Diese Ansichten der Schießsportvereine bzw. der (gewerblichen!) Schießstände sind mir mehr als geläufig.
Ändern aber nichts an der Tatsache, dass §14 (2) WaffG im Streifall von den Verwaltungsgerichten interpretiert wird und nicht von Vereinsvorständen und Schießstandbetreibern.
Es handelt sich um den klassischen Fall eines unbestimmten Rechtsbegriffs, der von den Gerichten voll justiziabel ist. Der aber natürlich im Streifall auch durchaus Prozess(kosten)risiken birgt, die im Einzelfall kundig abzuwägen sind. Das geht verlässlich leider nicht per Ferndiagnose sondern bedarf auch Kenntnis Ihrer Akte bei Ihrer Waffenbehörde.

Zu Ihren weiteren Fragen lässt sich das im vorgegebenen Rahmen nicht abhandeln. Allerdings rate ich zu geschicktem Umgang mit den Vereinen. Denn die haben als "Gewährsinstitution" durchaus eine gewisse Macht und auch Einfluss auf die Behörden, weil das ein bequemer Ersatz anstelle einer fachlichen (mühsamen) Dienstaufsicht über den Schießsport ist.

Viel Erfolg wünscht,
Ihr
Willy Burgmer
- Rechtsanwalt & Krim.Dir. aD

Bewertung des Fragestellers 01.11.2018 | 21:02

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Stellungnahme vom Anwalt:
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 01.11.2018
5/5,0

Sie sind echt super! Besonders toll finde ich, das Sie selber schießen, eine enorme Expertise haben und dennoch verständliche Antworten liefern. Habe Ihre Homepage gelesen, bin sehr beeindruckt und empfehle Sie gerne weiter!


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