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Wärmedämmung Aussenwand Grundstücksgrenze Hessen


| 26.09.2006 10:10 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Mein Haus bzw. der zugehörige Dachgarten grenzt direkt an die Giebelwand (Brandschutzwand) des Nachbarhauses (Grenzbebauung).
Im Rahmen von Wärmedämmungsmaßnahmen möchte mein Nachbar nun auf der Länge des Grundstücks von ca. 12m eine Wärmeschutzisolierung aufbringen.

Diese würde ca. 13cm in unser Grundstück hineinragen. Prizipiell habe ich nichts dagegen.

Meine Fragen:
1. Können mir dadurch irgendwelche Nachteile entstehen z.B. Grundstücks-Teilverlust oder anderes, was ich nicht bedacht haben könnte?

Wir möchten eine schriftliche Vereinbarung mit dem Nachbarn unterschreiben, worin die Dicke der Dämmung, das Material (mineralisch) und der Ausschluß von Eigentumsansprüchen festgelegt werden.

2. Ist eine solche Vereinbarung rechtsgültig, oder muß dies zwingend beim Rechtsanwalt oder Notar erfolgen? Und ist sie überhaupt notwendig?

Vielen Dank!
26.09.2006 | 10:23

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich hoffe, zu einer schnellen Klärung Ihres Falles beitragen zu können. Zur Lösung:

Nach § 912 BGB besteht eine Duldungspflicht, wenn der Eigentümer eines Grundstückes bei der Errichtung eines Gebäudes unwissentlich über die Grenze baut, soweit der Eigentümer nicht unverzüglich widerspricht. Die Erweiterung dieser Wand (vorbehaltlich der genauen Maßnahme) ist ein entsprechender Überbau (vgl. Palandt, BGB, § 912 Rn. 6). Soweit dieser Überbau mit Wissen und Einvernehmen des Betroffenen geschieht, besteht im Umkehrschluss ebenfalls eine Duldungspflicht. Einen Grundstücksverlust erleiden Sie dadurch nicht. Fraglich ist allerdings, ob das Vorhaben des Nachbarn bauordnungsrechtlich (Grenzvorschriften!) zulässig ist. Aber dies ist nicht Gegenstand Ihrer Frage und auch nicht Ihr Problem.
Sie sollten die Duldung ausdrücklich regeln, um späteren Streit zu verhindern. Auch sollte dort eine Freistellung für etwaige durch die Maßnahme verbundene Kosten/Schäden sonstige Probleme mit den Behörden etc. geregelt werden. Auch sollten Sie erwägen, eine Entschädigung einzubeziehen. Nach § 912 BGB kann sogar beim unbeabsichtigten Überbau eine Entschädigung („Rente“) verlangt werden. Ein Notar ist dafür nicht erforderlich, eine anwaltliche Prüfung wäre empfehlenswert.
Für Rückfragen stehe ich natürlich im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere, dringend zu empfehlende Vertretung gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail!


Mit freundlichen Grüßen
RA Hellmann


Burgwedel 2006
mailabc@anwaltskanzlei-hellmann.de (entferne abc)


Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Außerdem ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Daher kann diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies!


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 26.09.2006 | 12:02

Vielen Dank für die rasche Antwort.
Um welchen durchschnittlichen Betrag kann es sich in diesem
Fall bei der Entschädigung (Rente) handeln?

Hintergrund: Ich möchte im Grunde keine Entschädigung, zumal ich vermute, dass es sich um einen relativ geringen jährlichen Betrag handelt. Ich denke da eher an eine Kostenübernahme der anwaltlichen Beratung seitens des Nachbarn.
Für ein Angebot diesbezüglich setzte ich mich per email mit Ihnen in Verbindung.
Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.09.2006 | 13:08

Danke für die Nachfrage!

Die Höhe des Betrages hängt davon ab, wie hoch die Beeinträchtigung ist, was sich hier schwer taxieren läßt. Allerdings kann nur von einem zweistelligen Betrag die Rede sein, soweit man diesen verlangen möchte.

Für eine eingehende Beratung stehe ich gerne zur Verfügung, kontaktieren Sie mich dazu gerne über die oben angegebene Email!

Hochachtungsvoll

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"Das Thema mit seiner Tragweite wurde hinreichend behandelt, auf wichtige Details hingewiesen. Vielen Dank. "
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