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Wärmedämmung Aussenwand Grenzbebauung in Hessen


28.09.2006 23:16 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,
unser Haus, erbaut 1939, steht mit der Nordseite auf der Grundstücksgrenze (Grenzbebauung). Wir möchten das Haus mit 8cm Wärmedämmung isolieren lassen und hatten vor ca. 4 Wochen unseren Nachbarn darüber informiert.
Er erteilte uns jedoch keine aussagekräftige Antwort darüber, ob er dagegen Einwände hat.
Jetzt, 4 Tage vor Beginn der Baumassnahmen, sagt er, dass er die Isolation nicht möchte, da sie auf sein Grundstückt ragt.

Der Dachüberstand, der über die Grundstücksgrenze ragt, wurde vor Jahrzehnten von der Vorbesitzerin schriftlich genehmigt.

Meine Fragen:
1. Kann der Nachbar uns untersagen die Wand zu isolieren, obwohl Grenzbebauung und Dachüberstand schriftlich vereinbart wurden?

2. Was ist zu beachten, wenn es zu einer Einigung kommen sollte, bezüglich einer schriftlichen Vereinbarung?

3. Ist es ggf. notwendig, die über die Grenze ragende Fläche (9cm x 900cm) vom Nachbarn zu erwerben?
Die genannten 9cm ergeben sich aus 8cm Wärmedämmung und 1cm Putz.

Vielen Dank
Mit freundlichen Grüssen
Sehr geehrter Ratsuchender,



die von Ihnen geplante Maßnahme kann der Nachbar in der Tat untersagten. Nur, wenn er nicht sofort widersprechen würde, wäre es anders. Da er hier aber schon VOR der Maßnahme sein Einverständnis verweigert, werden Sie Ihr Vorhaben EINSEITIG nicht durchsetzen können.


Es ist daher die Einigung mit dem Nachbarn notwendig; offenbar wird es den Nachbarn darum gehen, einen finanziellen Ausgleich zu erlangen, so dass Sie das Gespräch dann darauf lenken sollten.

Ist dieses nicht möglich, sollten Sie sofort den Schiedsmann der Gemeinde einschalten. Dieser holt dann die Parteien an einen Tisch und wird sicherlich eine Einigung herbeiführen können, die dann auch verbindlich schriftlich fixiert wird. Die Kosten dafür sind gering und werden sich in Ihrem Fall sicherlich lohnen. Zu diesem Verfahrensschritt würde ich Ihnen raten, da Sie mit der Einigung vor dem Schiedsmann immer auf der sicheren Seite sind.


Die Fläche zu erwerben, ist nicht notwendig.



Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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