Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
509.011
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wäre eine Kündigung möglich?

14.07.2008 11:40 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Wir leben seit zwei Jahren in einer gemieteten Wohnung auf einem Resthof. Unser Vermieter, der dort auch lebt, will den Hof jetzt aus gesundheitlichen Gründen verkaufen.
Nun habe ich mitbekommen, dass es einen Interessenten gibt, der das ganze Anwesen zu Ferienwohnungen umbauen will und an normalen Mietverhältnissen nicht interessiert ist.
Dazu nun meine Frage: Wäre die Absicht, alles in Ferienwohnungen umzuwandeln ein Grund, unser Mietverhältnis zu kündigen?
Was wäre denn überhaupt ein Grund - nur der klassische Eigenbedarf?

Vielen Dank für eine Antwort!

Sehr geehrte Ratsuchende,

durch den möglichen Verkauf ändert sich nichts an den bestehenden Mietvertrag, so dass allein der Wunsch, den Wohnraum in Ferienwohnungen umzuwandeln, kein Kündigungsgrund darstellt.

Der Vermieter darf also nur kündigen, wenn er ein berechtigtes Interesse an der Beendigung des Mietverhältnisses nachweisen kann, wobei dieses dann vorliegt, wenn

a) der Mieter Vertragspflichten nachhaltig verletzt

b) er die Wohnung selbst benötigt, also Eigenbedarf besteht

c) er an der angemessenen wirtschaftlichen Verwertung gehindert ist und deshalb erhebliche Nachteile erleidet.

Hier könnte man zwar durchaus an die Alternative c) denken, wobei ich aber der Auffassung bin, dass es an der Erheblichkeit fehlen wird:

Ferienwohnungen können zwar teuerer angeboten werden, aber meistens nicht ganzjährig und da der Vermieter eben ganzjährig ja Mietzins von Ihnen bekommt, wird es daher an der Erheblichkeit fehlen. Auch müssten dann die beiderseitigen Belange genau abgewogen werden

Darum wird der neue Vermieter so, wie Sie den Sachverhalt schildern, kaum kündigen können. Geschieht dieses trotzdem, sollten Sie das Kündigungsschreiben unbedingt überprüfen lassen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 66475 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Schnelle und verständliche Information, besten Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr zufrieden passt ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Alles wie gesagt - verständlich - ausführlich - freundlich - weiter so vielen Dank ...
FRAGESTELLER