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Während Wiedereingliederung (Hamburger Modell ) durch Schwangerschaft ins BV?

09.01.2019 09:35 |
Preis: 30,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


12:00
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin durch die Erkrankung Endometriose seit August 2018 krankgeschrieben und möchte mich ab Februar nach dem Hamburger Modell in meinen Beruf als Lehrer wieder stufenweise bis Juni 2019 eingliedern. Währenddessen wird in einem Kinderwunschzentrum versucht, dass ich schwanger werde, da nur so eine weitere Ausbreitung der Erkrankung in meinem Fall und eine erneute Operation verhindert werden kann.

Meine Frage:
Da bei mir als Endometriose-Patientin die Gefahr einer Frühgeburt und Risikoschwangerschaft besteht, möchten mich die Ärzte mit einem Beschäftigungsverbot schützen. Kann ich während der Wiedereingliederung, bei der ich noch krankgeschrieben bin, im Falle einer Schwangerschaft dann ins BV gehen? Oder muss ich weiterhin krankgeschrieben bleiben, obwohl die Schwangerschaft meine "Rettung" wäre?
Was müsste ich beachten, damit ich ein BV wahrnehmen kann?

Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Rückmeldung!
09.01.2019 | 10:32

Antwort

von


(1287)
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70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ein Beschäftigungsverbot ist auch hier möglich. Im Einzelnen:

Gesetz zum Schutz von Müttern bei der Arbeit, in der Ausbildung und im Studium (Mutterschutzgesetz - MuSchG)
§ 1 Anwendungsbereich, Ziel des Mutterschutzes
"(1) Dieses Gesetz schützt die Gesundheit der Frau und ihres Kindes am Arbeits-, Ausbildungs- und Studienplatz während der Schwangerschaft, nach der Entbindung und in der Stillzeit. Das Gesetz ermöglicht es der Frau, ihre Beschäftigung oder sonstige Tätigkeit in dieser Zeit ohne Gefährdung ihrer Gesundheit oder der ihres Kindes fortzusetzen und wirkt Benachteiligungen während der Schwangerschaft, nach der Entbindung und in der Stillzeit entgegen. [...]."

Das betrifft damit das Arbeitsverhältnis universal, auch eine Wiedereingliederungsphase.

Wenn Sie sowieso noch krankgeschrieben sind, wird das dadurch überlagert, schützt Sie aber, wenn Sie nicht mehr aus anderen Gründen als der Schwangerschaft krankgeschrieben sind, ist also als Beschäftigungsverbot weiterhin von Bedeutung.

Ich würde daher die Ärzte darum bitten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Nachfrage vom Fragesteller 09.01.2019 | 11:00

Vielen herzlichen Dank für Ihre schnelle Rückmeldung.

Also falls die Schwangerschaft in der Wiedereingliederung geschieht, würde mein Arzt zu gegebener Zeit mit der Krankschreibung aufhören - die Wiedereingliederung wäre abgebrochen - und gleichzeitig ein Beschäftigungsverbot verhängen, was nach dem letzten Tag der Krankschreibung in Kraft treten würde. Somit wäre nicht mehr die Krankenkasse mit der Auszahlung des Krankengeldes für mich zuständig, sondern mein Arbeitgeber, der wieder Arbeitsentgelt an mich richtet?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.01.2019 | 12:00

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage möchte ich gerne wie folgt beantworten:

Richtig, so kann das Beschäftigungsverbot Ihnen ermöglicht werden.

Die Frage der Entlohnung müsste ich leider gesondert im Rahmen einer erneuten Anfrage prüfen, aber nach meiner ersten, vorläufigen und nicht unbedingt abschließenden Einschätzung müsste Ihr Arbeitgeber wieder zahlen.

Die Wiedereingliederung kann jedenfalls später wie aufgenommen werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

ANTWORT VON

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