Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

WIe lange bleiben Einträge im erweiterten polizeilichen Führungszeugnis bestehen

| 02.02.2018 12:39 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


Meine Frau wurde, völlig überraschend, von einem früheren Arbeitgeber der Mißhandlung eines Schutzbefohlenen
angeklagt.
Sie hat die Tat nicht begangen, wurde aber trotzdem zu einer Bewährungsstrafe von 7 Monaten verurteilt.
Nun meine Frage:
Nach welcher Frist wird dieser EIntrag aus dem erweiterten polizeilichen Führungszeugnis getilgt?

Vielen Dank!

02.02.2018 | 14:48

Antwort

von


(476)
Königsallee 14
40212 Düsseldorf
Tel: 0211 3559080
Tel: 0211 35590816
Web: http://www.rae-dratwa.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Ratsuchender,

zunächst vielen Dank für Ihre Frage.

Die Vorschriften des § 30a BZRG: Antrag auf ein erweitertes Führungszeugnis und des § 31 BZRG: Erteilung des Führungszeugnisses und des erweiterten Führungszeugnisses an Behörden regeln das erweiterte Führungszeugnis, welches über Personen erteilt werden kann, die beruflich, ehrenamtlich oder in sonstiger Weise kinder- oder jugendnah tätig sind oder tätig werden sollen.

Die Löschung einer Verurteilung wegen Misshandlung Schutzbefohlener ( § 225 StGB: Mißhandlung von Schutzbefohlenen ) mit einem Strafmaß von sieben Monaten, ausgesetzt zur Bewährung, beträgt nach § 34 BZRG: Länge der Frist drei Jahre.

Die Frist beginnt ab dem Tag der Verurteilung zu laufen.

Nachfolgend der Wortlaut des § 34 BZRG: Länge der Frist

§ 34 Länge der Frist
(1) Die Frist, nach deren Ablauf eine Verurteilung nicht mehr in das Führungszeugnis aufgenommen wird, beträgt
1.
drei Jahre bei
a)
Verurteilungen zu
aa)
Geldstrafe und
bb)
Freiheitsstrafe oder Strafarrest von nicht mehr als drei Monaten,
wenn die Voraussetzungen des § 32 Absatz 2 nicht vorliegen,
b)
Verurteilungen zu Freiheitsstrafe oder Strafarrest von mehr als drei Monaten, aber nicht mehr als einem Jahr, wenn die Vollstreckung der Strafe oder eines Strafrestes gerichtlich oder im Gnadenweg zur Bewährung ausgesetzt, diese Entscheidung nicht widerrufen worden und im Register nicht außerdem Freiheitsstrafe, Strafarrest oder Jugendstrafe eingetragen ist,
c)
Verurteilungen zu Jugendstrafe von nicht mehr als einem Jahr, wenn die Voraussetzungen des § 32 Absatz 2 nicht vorliegen,
d)
Verurteilungen zu Jugendstrafe von mehr als zwei Jahren, wenn ein Strafrest nach Ablauf der Bewährungszeit gerichtlich oder im Gnadenweg erlassen worden ist,
2.
zehn Jahre bei Verurteilungen wegen einer Straftat nach den § 174 StGB: Sexueller Mißbrauch von Schutzbefohlenen bis § 180 StGB: Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger oder § 182 StGB: Sexueller Mißbrauch von Jugendlichen des Strafgesetzbuches zu einer Freiheitsstrafe oder Jugendstrafe von mehr als einem Jahr,
3.
fünf Jahre in den übrigen Fällen.
(2) Die Frist, nach deren Ablauf eine Verurteilung wegen einer Straftat nach den §§ 171, 180a, 181a, 183 bis 184g, 184i, 184j, 201a Absatz 3, den § 225 StGB: Mißhandlung von Schutzbefohlenen , § 232 StGB: Menschenhandel bis § 233a StGB: Ausbeutung unter Ausnutzung einer Freiheitsberaubung , § 234 StGB: Menschenraub , § 235 StGB: Entziehung Minderjähriger oder § 236 StGB: Kinderhandel des Strafgesetzbuchs zu einer Freiheitsstrafe oder Jugendstrafe von mehr als einem Jahr nicht mehr in ein erweitertes Führungszeugnis aufgenommen wird, beträgt zehn Jahre.
(3) In den Fällen des Absatzes 1 Nr. 1 Buchstabe d, Nr. 2, Nr. 3 und des Absatzes 2 verlängert sich die Frist um die Dauer der Freiheitsstrafe, des Strafarrests oder der Jugendstrafe. Bei Erlaß des Restes einer lebenslangen Freiheitsstrafe verlängert sich die Frist um den zwischen dem Tag des ersten Urteils und dem Ende der Bewährungszeit liegenden Zeitraum, mindestens jedoch um zwanzig Jahre.

Mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 04.02.2018 | 00:45

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Danke für die kompetente Beratung!

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Peter Dratwa »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 04.02.2018
5/5,0

Danke für die kompetente Beratung!


ANTWORT VON

(476)

Königsallee 14
40212 Düsseldorf
Tel: 0211 3559080
Tel: 0211 35590816
Web: http://www.rae-dratwa.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Miet und Pachtrecht, Arbeitsrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht, Baurecht