Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

WIE und WIE SCHNELL kann man bei Falschbehandlung gg. ein Reha-Krh. vorgehen?

| 15.02.2009 13:09 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jeremias Mameghani


Hallo, mein Vater hatte am 23.12.08 einen sehr schweren Schlaganfall (gelähmt, kann nicht mehr Sprechen und nicht mehr Schlucken). Kam nach Erstbehandlung (5 Tage) in die Reha. Dort bekam er wegen schlechter Aufsicht eine Lungenentzündung und wurde in ein anderes Krh. in die Intensivstation verlegt. Dort kämpften die Ärzte 7 Tage mit teuersten Antibiothika um sein Leben. DORT bekam er - weil das bei so einem Schlaganfall unbedingt notwendig ist! - gleichzeitig Logopädie, damit er wenigstens wieder Schlucken und etwas Reden lernt. Er konnte dadurch innerhalb von nur 6 Tagen wirklich wieder reden und sein Adamsapfel bewegte sich! Er bedankte sich sogar bei der Logopädin! Nach nur 9 Tagen wurde er - gegen unseren Willen - wieder in die Reha-Klink gebracht. Dort ist er seit ca. 5 Wochen und es wird von Tag zu Tag schlechter! Er kann nicht Schlucken und fast nicht mehr reden!! Nun liegt uns seit 1 Tag eine Behandlungsliste vor aus der hervor geht, dass er dort - in der angeblichen Reha! - bisher KEINE Logopädische Behandlung bekommen hat!!! Für uns ist deshalb klar, dass er intern - wohl wegen Kosten - abgeschrieben wurde und nur noch das absolute Not-Programm bekommt. Auf Nachfrage, warum er keine Logopädie bekommt, wurde uns schon mehrfach versucht weiß zu machen, dass dies in der ERGO-Therapie (max. 30 Min./Tag) mit drin ist ... das ist eine klare LÜGE! Wir wissen von der Schlaganfall-Hilfe D, dass ERGO für die Bewegung und LOGOPÄDIE für Sprache und SCHLUCKSTÖRUNGEN zuständig ist! WICHTIG! Dadurch, dass er dort so vernachlässigt wird, hat er sich kürzlich wieder verschluckt - es kam was in die Lunge und er bekam seine 2. Lungenentzündung! WAS und WIE KÖNNEN wir tun, damit dieses Krankenhaus unserem Vater SOFORT und UMGEHEND die notwendige Therapie zukommen läßt? WAS sollen wir machen? - z.B. eine einstweilige Verfügung oder Eilantrag bei Gericht? ES EILT SEHR ... mein Vater macht mit dieser nachlässigen und falschen Behandlung nicht mehr lange!!! WAS SOLLEN WIR TUN ???

VIELEN Dank für ihren guten Rat!! Gruß Bernd

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für die eingestellte Frage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts gerne wie folgt beantworten möchte:

In der Tat käme der Erlass einer einstweiligen Anordung in Betracht. Eine solche wird erlassen, wenn die Gefahr besteht, dass durch eine Veränderung des bestehenden Zustandes die Verwirklichung eines Rechts des Antragstellers vereitelt oder wesentlich erschwert werden könnte, d.h. bis zu einer endgültigen Klärung in der Hauptsache Ihrem Vater ein schwerer oder unabwendbarer Nachteil entsteht. Versicherte haben Anspruch auf Krankenbehandlung, wenn sie u.a. notwendig ist, eine Krankheit zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern. Zur Verhütung einer Verschlimmerung gehört auch das Leistungsziel einer Lebensverlängerung (BSGE 47, 83).

Ein solches Recht gerichtlich geltend gemacht werden, vorübergehend eben auch durch eine einstweilige Anordnung.

Ich empfehle Ihnen, sich umgehend mit einem Kollegen vor Ort Ihres Vertrauens in Verbindung zu setzen. Dieser wird die notwendigen Schritte dann einleiten.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung geben konnte. Bitte nutzen Sie ggf. die kostenlose Nachfragefunktion. Sollten Sie darüber hinaus eine Interessenvertretung wünschen, so empfehle ich eine Kontaktaufnahme per Mail.

Mit freundlichen Grüßen

RA Jeremias Mameghani

Rechtsanwälte Vogt
Bolkerstr.69
40213 Düseldorf
Tel. 0211/133981
Fax. 0211/324021

Nachfrage vom Fragesteller 15.02.2009 | 14:27

Hallo H. Mameghani, vielen Dank für die Super-Schnelle Antwort. Frage: WAS genau soll ich MORGEN tun ... es eilt wirklich, denn mein Papa liegt nur noch apathisch im Bett und schläft! Soll ich der Klinik - mit Untermalung ihrer Antwort - ein Ultimatum von 24 Std. stellen? - oder doch sofort zu einem Anwalt? Kann man das auch mit Prozesskostenhilfe machen? Ich sollte sie ggfls. per eMail kontaktieren ... WO sehe ich ihre eMail??

Grüße v. Bernd

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.02.2009 | 14:37

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich sehe keine Notwendigkeit, noch einmal eine Frist zu setzen. Bitte beachten Sie, dass Ihr Vater den Antrag bei Gericht stellen muss. Ist er nicht geschäfts- und prozessfähig, so muss zunächst ein Betreuer bestellt werden.

Ein Antrag auf Prozesskostenhilfe kann natürlich gestellt werden. Diesem wird stattgegeben, wenn der Antrag Aussicht auf Erfolg hat und Ihr Vater nicht in der Lage ist, die Kosten des Verfahrens selbst aufzubringen.

Sie können mich gerne unter ramameghani@gmx.de kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

RA J.Mameghani

Bewertung des Fragestellers 15.02.2009 | 16:27

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Auch hier eine kurze und klare Antwort!"
Stellungnahme vom Anwalt:
Jetzt Frage stellen