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WG-Zimmer Untermieter zahlt Miete nicht (ich möchte ihn rauswerfen)


| 21.01.2018 10:07 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.



Ich habe mir für zwei Monate einen Untermieter in mein WG-Zimmer geholt. Ich habe meinen Vermieter nicht darüber informiert. Ich selbst bin nicht Hauptmieter, sondern wir haben eine WG und sind zu zweit (ich und mein WG-Partner)als Mieter eingetragen.

Wir haben uns mündlich auf den Mietbetrag von 700€  für das WG-Zimmer geeinigt, über den Zeitraum von zwei Monaten (Bis Ende Januar 2018).

Der Untermieter ist zwei Tage früher eingezogen (am 29.11.2017) und hat verspätet am 6.12.2017 nur 700 € gezahlt, obwohl vereinbart war 700€ Monatsmiete plus die zwei Tage die er früher eingezogen ist also + 700/31 = 45 €.

Bis zu dem Zeitpunkt war das alles noch ok für mich.

Diesen Monat (Januar 2018) hat er noch nichts bezahlt. Wenn ich ihn drauf anspreche, hat er immer irgendeine Ausrede parat. Er zahlt also nicht und hat es auch nicht vor.

Ich hab ihm gesagt er soll seine Sachen packen und ausziehen.

Jetzt meinte er heute Morgen zu mir, dass das Betrug ist und dass sein Anwalt sich an meinen Vermieter wendet. In München sei angeblich Untervermietung eine Ordnungswidrigkeit mit bis zu 5000 € Strafe.
Aber er meinte auch, dass er um 22 Uhr heute Abend auszieht und den Schlüssel in den Briefkasten wirft.

Wie ist die Rechtslage? Kann ich ihn einfach so rauswerfen oder hat er das Recht, bis Ende der mündlich vereinbarten Mietdauer in der Wohnung zu bleiben? Ich selbst habe meine ganzen Sachen in der Wohnung und wohne ja eigentlich in dem Zimmer.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Unzutreffend ist, dass die Untervermietung in Ihrem Fall eine Ordnungswidrigkeit darstellt. Eine Ordnungswidrigkeit liegt in München vor, wenn Wohnraum zweckentfremdet wird. Dies ist z.B. der Fall, wenn dauerhaft Wohnraum an Touristen zeitweise vermietet wird. Die einmalige Überlassung von Wohnraum zur Untermiete stellt keine Ordnungswidrigkeit dar. Es kann allerdings sein, dass Ihr Mietvertrag die Untervermietung nicht gestattet oder nur nach vorheriger Genehmigung durch den Vermieter. Dies kann allerdings lediglich eine Abmahnung zur Folge haben.

Der Untermietvertrag kann - wie in Ihrem Fall - mündlich geschlossen werden. Die Parteien sind generell an die Vereinbarungen gebunden. Daher müssen Sie dem Untermieter den Mietraum für die vereinbarte Zeit überlassen. Zahlt er die Miete nicht, haben Sie das Recht zur außerordentlichen fristlosen Kündigung. Die Möglichkeit einer ordentlichen fristgemäßen Kündigung ist bei einem befristeten Mietverhältnis nicht gegeben. Die Voraussetzung der fristlosen Kündigung liegen meines Erachtens nach vor. Ein wichtiger Grund liegt bei einem unbefristeten Mietverhältnis insbesondere dann vor, wenn der Mieter für zwei aufeinanderfolgende Termin mit der Entrichtung der Miete oder eines nicht unerheblichen Teils der Miete in Verzug ist. Da es sich bei dem von Ihnen geschlossenen Mietvertrag um einen auf zwei Monate befristeten Mietvertrag handelt, ist Ihr Mieter mit einem nicht unerheblichen Teil in Verzug. Aufgrund dessen, dass der Untermieter freiwillig auszieht, erübrigt sich vermutlich eine Kündigung. Vorsorglich sollten Sie diese jedoch schriftlich gegenüber dem Untermieter vornehmen.

Die ausstehende Miete könnten Sie zB per Mahnbescheid gegen den Untermieter geltend machen.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt


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Bewertung des Fragestellers 24.01.2018 | 08:10


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